Von Colorado in den Yellowstone-Nationalpark

Nachdem meine Gattin und ich beschlossen haben, uns erstmals mit der Thematik Wohnmobilreise in die USA auseinander zu setzen, haben wir im Internet nach diversen Informationsmöglichkeiten gesucht.

Grand Teton und Yellowstone-Nationalpark

Dabei sind wir unter anderem auf die Seite https://www.womo-abenteuer.de/ gestoßen. Hier fanden wir sehr viele nützliche Informationen und haben so diese Reise Baustein für Baustein zusammengestellt.
Sämtliche Buchungen wurden von uns über das Internet getätigt. Alle vorab buchbaren Campgrounds wurden ebenfalls schon von zu Hause vorgebucht – und das war größtenteils gut so!
Bei der Suche nach einem passenden Wohnmobil haben wir mehrere Angebote eingeholt bzw. im Internet verglichen.
Das beste Preis – Leistungsverhältnis fanden wir auf https://www.cu-camper.com/de/. So haben wir das Wohnmobil, 21-23 ft bei Road Bear, gebucht – Übernahme und Rückgabe in Denver.

Unsere erste Wohnmobilreise – USA Westen

Am 06. Juni 2017 war es dann endlich soweit. Flug von Wien über Toronto nach Denver. Die Hotelnacht in Denver verbrachten wir im Hotel Doubletree by Hilton, wo wir ein sehr sauberes Zimmer mit Frühstücksbuffet hatten.
Nach vorheriger Absprache (am Vortag) mit Road Bear durften wir das Wohnmobil früher übernehmen. Dazu mussten wir allerdings vom Hotel selbst mit dem Taxi anreisen und konnten den kostenlosen Shuttle-Service vom Hotel zu Road Bear nicht in Anspruch nehmen.
Als wir endlich vor ‚unserem‘ Wohnmobil standen, Model Four Winds, U23, 23 feet, waren wir doch von der Größe beeindruckt. Der Tacho zeigte 2.601 Meilen – also fast neu! Als Womo-Neulinge haben wir die Einweisung natürlich mit besonderem Interesse verfolgt. Vom sehr freundlichen Road Bear Mitarbeiter wurden sämtliche Beschädigungen, auch wenn sie noch so klein waren, gemeinsam mit uns dokumentiert. Etwas überrascht waren wir von der Handschaltung für die Automatik – war aber kein Problem.

Carhenge bei Alliance in Nebraska

Da es am Übernahmetag ziemlich warm war, wurde uns die Funktionsweise der Heizung zwar erklärt, jedoch haben wir diese nicht getestet – das sollte sich später rächen!

Im Stauraum unter dem rückwärtigen Bett hatten wir ausreichend Platz für unsere zwei großen Koffer. Trotz weiterer zahlreicher gelagerter Gegenstände und Lebensmittel sowie mehreren Kanister mit Trinkwasser, war dieser Stauraum nie mehr als zur Hälfte gefüllt – also mehr als genug Platz. Nachdem wir alles verstaut hatten, ging es gegen Mittag endlich los. Vorsichtig tasteten wir uns vom Platz bei Road Bear und drehten zum Üben einige Kurven in angrenzenden Straßenzügen. Hier machen sich dann die überbreiten Straßen äußerst positiv bemerkbar.
Nach dem Ersteinkauf bei Walmart in Denver, wo auch bereits ein vorbestellter, transportabler Tisch-Gasgriller im Pick-up Bereich auf uns wartete, machten wir uns auf den Weg. Mit den ausgewählten Campgrounds hatten wir eine sehr gute Wahl getroffen. Wir können jeden einzelnen davon empfehlen.

Devils Tower National Monument

Obwohl manche von der Anzahl der Stellplätze (ca. 300 bis 400) sehr groß sind, hat man davon nichts gemerkt, da die Plätze ausreichend weit voneinander entfernt sind. Tischkombination und Feuerring sind vorhanden. Lediglich auf dem Campground des Red Fleet SP sind die einzelnen Plätze direkt nebeneinander.
Auf einigen wenigen Campgrounds war offenes Feuer wegen erhöhter Brandgefahr verboten. Hier hat sich unser Gasgrill, den wir auf jedem Campground benutzen durften, besonders bewährt.

In den Badlands, der Name kommt nicht von ungefähr, hatten wir bei der Ankunft ca. 38 Grad und es wehte ein derart starker Wind, dass das Wohnmobil auf unserem Stellplatz ganz schön ins Schwanken geriet. Das war dann eine äußerst unruhige Nacht.

Im Badlands-Nationalpark

Nun zur Geschichte mit unserer Heizung: Obwohl es tagsüber größtenteils ziemlich warm war, kühlte es nachts doch ziemlich ab. Hier muss man erwähnen, dass wir uns fast immer in einer Höhe von knapp unter 2.000 m bis ca. 3.000 m bewegt haben.
Am Lake DeSmet wachten wir in der Nacht auf, da es im Wohnmobil empfindlich kalt war. Kein Problem dachten wir – und versuchten die Heizung mittels des manuellen Temperaturreglers einzuschalten. Allerdings passierte trotz zahlreicher Aus- und Einschaltversuche nichts. Damit war es mit Schlafen vorbei. Da ausreichend Gas vorhanden war, sahen wir außen nach. Da ist aber nur die Abluft- und Ansaugöffnung der Heizung zu sehen. Nach einem Check der Sicherungen stellten wir fest, dass wir das Problem ohne Hilfe nicht lösen können. Am Morgen nahmen wir telefonisch mit Road Bear Kontakt auf. Nach Schilderung des Problems wurden uns 2 Werkstätten in Cody, der nächsten Stadt, die auf unserem Weg lag, genannt. Dort wurde festgestellt, dass die manuelle Regelung defekt ist und diese getauscht. Die Werkstätte verrechnet die Kosten, ca. 150.— USD, direkt mit Road Bear. Wir haben daraus gelernt und können jedem nur empfehlen, vor Reiseantritt wirklich alles zu testen.

Yellowstone-Nationalpark

Halbzeit

Am Tag 11 war geplant, dass wir vom Buffalo Bill State Park über den äußerst reizvollen Chief Joseph Highway in den Yellowstone-Nationalpark fahren.

Da allerdings gerade an diesem Tag die Berge wolkenverhangen waren und es zeitweise regnete, entschieden wir uns für die Alternativroute über Pahaska Tepee zum Osteingang des Yellowstone-Nationalparks.
Während unserer Reise haben wir Dickhornschafe, Bisons mit Nachwuchs, Wapitis mit Nachwuchs, Elche, Kojoten, Murmeltiere, verschiedene Streifenhörnchen, Schwarzbären und einen Grizzly mit Nachwuchs, vor allem im Yellowstone NP, gesehen – dies war für uns schon äußerst beeindruckend.

Im Yellowstone NP brodelt und dampft es an unzähligen Stellen. Viele dieser Stellen sind von Mikroorganismen besiedelt und verfärben die Umgebung bunt.
Wir besichtigten neben bekannter Sehenswürdigkeiten viele Wasserfälle, wobei hier einige Flüsse infolge der Schneeschmelze Hochwasser führten.
Unsere persönlichen Highlights: Badlands, Yellowstone-Nationalpark und Grand-Teton-Nationalpark.
Aus den für unsere Reise geplanten ca. 2.000 Meilen sind dann aber insgesamt 2.517 Meilen geworden. Hier möchten wir anmerken, dass vor allem die Wege im Yellowstone NP, auf Grund dessen Größe, doch ziemlich weit sind.

Mount Rushmore

Die Wohnmobilrückgabe bei Road Bear war problemlos. Einige kleinere Defekte wurden von uns gemeldet. Obwohl wir diese Wohnmobilreise mit sehr gemischten Gefühlen angetreten haben, hat uns das Erlebte so beeindruckt, dass wir für das Frühjahr 2018 wieder eine solche Reise planen.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Reisebericht dem (der) einen oder anderen Reisefreudigen doch ein wenig an Informationen bieten konnten.

Familie Stöcklmaier, Juni 2017

Nationalparks in den USA
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