Zurück zur Startseite
Übernahmeort
.
Rückgabeort
17.12.2026 - 31.12.2026
2 Reisende
Aktionswochen (09.10. - 31.10.2026): Wohnmobil buchen und Chance auf Gratismiete sichern! Alle Infos hier

Roadtrip durch die italienischen Abruzzen

Der Abruzzen-Nationalpark
Der Abruzzen-Nationalpark
Abruzzen-Nationalpark
Unterwegs mit McRent Camper
Unterwegs mit McRent

Im Februar machten wir zwei, Studenten und Fotografen aus Deutschland, uns auf einen Roadtrip durch die italienischen Abruzzen. Ein Roadtrip durch die Berge, mitten im Februar? Das war nur möglich, da erstens kaum Schnee lag und wir – zweitens – einen praktischen Camper hatten, welcher uns auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt warmhielt. Wilde Tiere, beeindruckende Berglandschaften und urige Dörfer erwarteten uns in dieser weniger bekannten Region Italiens.

Zwischen wilden Wölfen und beeindruckenden Bergen

Nach nur eineinhalb Stunden Fahrtzeit von Rom erreichten wir am späten Nachmittag die Abruzzen. Sobald wir die Autobahn verließen, begann das Abenteuer und schon gleich windeten wir uns über Serpentinen immer weiter nach oben. Vorbei an mehreren Dörfern und entlang tiefer Täler erreichten wir alsbald Scanno. Schon dieses erste urige Dorf inmitten der beeindruckenden Berglandschaft versprach viel und lud zur Erkundungsrunde ein.

Beim Schlendern durch die verwinkelten Gassen bekommt man kaum jemanden zu Gesicht und schnell meint man, dass die Zeit hier stehen geblieben ist.
Interessantes

Weiter ging die Fahrt nach Pescasseroli, ein kleines Städtchen mitten im Herz des Abruzzen-Nationalparks. Hier nisteten wir uns für mehrere Tage ein, um uns auf die Suche nach wilden Wölfen zu begeben. Außer ihrem Heulen in der Ferne fehlte von diesen allerdings jegliche Spur, was vor allem an dem milden Winter lag. Dennoch hatten wir viele wilde Begegnungen, unter anderem mit Rotwild, Gämsen und Füchsen.

Abruzzen-Gämse
Die Stadt Scanno
Ein Fuchs
Gämse, die Stadt Scanno und Füchse

Vom Abruzzen-Nationalpark ging es dann weiter in das nächste Schutzgebiet: Den Majella-Nationalpark. Auch hier begrüßte uns eine überaus malerische Stadt, durch deren Gassen wir stundenlang hätten laufen können. Typisch mediterran war auch hier über die Mittagszeit kaum etwas los auf den Straßen, so dass wir vergeblich nach einem offenen Restaurant suchten. Spontan musste also unsere Camper-Küche herhalten und es gab, wie so oft, Pasta mit Tomatensoße und frischem Parmesan aus der Region. Gegen Abend genossen wir dann den Sonnenuntergang von einem Hügel. Hoch über der Stadt verabschiedete sich die Sonne langsam hinter den in der Ferne liegenden Bergen. Ein unfassbar schöner Moment!

Anversa Degli Abruzzi

Mit der Natur im Einklang

Am nächsten Morgen ging es, wie so oft, wieder früh aus den Federn, um die Straßen des Nationalparks nach wilden Tieren abzusuchen. Sehr vielversprechend sah es hier allerdings nicht aus, denn die offenen Flächen waren riesig und zwischendrin mit Waldstücken besetzt. Doch plötzlich huschte etwas nur wenige Meter vor uns über die Straße. Beim Näherkommen stockte uns der Atem. Ein Wolf! Keine zwanzig Meter von uns entfernt, beobachtete Isegrim uns so neugierig wie wir ihn. Was für ein unvergesslicher Augenblick!

Ein wilder Wolf
Ein wilder Wolf

Nach diesem tollen Erlebnis ging es weiter in den dritten Nationalpark der Abruzzen. Erstaunlicherweise steht rund ein Drittel der Abruzzen unter Naturschutz und das merkt man auch. Hier leben Einheimische noch mit der Natur und haben eine ganz andere, sehr positive Auffassung gegenüber wilden Tieren. Lösungen für Konfliktsituationen werden immer gemeinsam erarbeitet und die Natur hat eine faire Chance, sich zu entwickeln.

Angekommen im Gran Sasso-Nationalpark machten wir uns sofort auf den Weg zur höchstgelegenen Burgruine der Region: Rocca Calascio. Erhaben thront sie über den Bergen, als wäre sie nie zerstört worden, während die umliegende Landschaft stark an Szenen aus ‚Herr der Ringe‘ erinnert. Dieser Anblick hat uns tief berührt und wir verbrachten den gesamten Abend hier.

Der Gran Sasso Nationalpark
Rocca Calascio
Gran Sasso-Nationalpark und Rocca Calascio

Schlafen unter Wölfen

Einschränkungen durch Wintersperren verhinderten leider ein tieferes Erkunden des Nationalparks, so dass wir schnell einen Plan B entwickeln mussten. Zum Glück waren wir mit unserem Camper flexibel und so fiel die Wahl auf ein weiteres Schutzgebiet der Abruzzen: der Regionalpark Sirente Velino.

Sirente Velino
Sirente Velino

Auf einem gigantischen Hochplateau, umgeben von massiven Bergen, versuchten wir ein letztes Mal, wilde Tiere vor unsere Linsen zu bekommen. Ein Sturm überraschte uns jedoch und während draußen Schnee und Regen um die Wette fielen, beobachteten wir das Spektakel von unserem gemütlich warmen Bett aus. Der Sturm brachte allerdings auch frischen Schnee mit sich, so dass wir am nächsten Morgen frische Wolfsspuren entdeckten. Den Morgen darauf konnten wir tatsächlich nochmals drei Wölfe beobachteten, schnell huschten sie an unserem Auto vorbei. Leider zu schnell, um Fotos aufzunehmen. Das sind allerdings Momente, die man auch ohne Fotos sicherlich nie vergisst!

Die Abruzzen sind ein weniger bekanntest Gebiet Italiens und gerade deshalb so interessant für einen Camperurlaub.
Tipp

Die Straßen sind eng und winden sich in die Höhe, allerdings nicht zu eng für einen Autocamper. Es gibt reichlich Campingplätze, das Essen ist einfach köstlich und die vielen urigen Dörfer laden zum Schlendern, Shoppen und Entspannen ein. Oben drauf gibt es noch eine wahre Wildnis, wie es sie nur noch selten in Europa zu sehen gibt, inklusive beeindruckender Berglandschaften und vielen wilden Tieren. Die Abruzzen sind also eine klare Empfehlung unsererseits und auch wir waren sicher nicht das letzte Mal dort!

Lea Milde und Anskar Lenzen, März 2020

Mit Freunden teilen

Das könnte sie auch interessieren

Zwischen Rocky Mountains und Wildem Westen

Zwischen Rocky Mountains und Wildem Westen

Eine Familie, zwei Wochen, zwei Länder, ein Truck Camper und unzählige spektakuläre Eindrücke – unser Roadtrip durch den Westen Kanadas und der USA sollte uns zu einigen der schönsten Nationalparks…

Camping-Abenteuer mit Hund in Italien

Camping-Abenteuer mit Hund in Italien

Tag 1 – Der Start unseres Abenteuers Endlich ging es los! In Elmshorn bei Hamburg holten wir im Juni 2026 unseren Camper ab. Schon beim Einräumen unseres Gepäcks war uns…

Idyllisches Dänemark: Wohnmobil-Reisebericht ab Hamburg

Idyllisches Dänemark: Wohnmobil-Reisebericht ab Hamburg

Endlich begann unsere Reise! Wir fuhren Ende Mai 2026 zu McRent nach Kayhude in der Nähe von Hamburg und übernahmen pünktlich unseren Begleiter für die nächste Woche – ein Fahrzeug…

Wohnmobil-Anfänger in Südspanien

Wohnmobil-Anfänger in Südspanien

Unser allererster Camping-Urlaub! Zwei Wochen lang ging es im Campervan quer durch Spanien. Komm mit auf unseren Roadtrip!

3 Wochen Neuseeland-Life

3 Wochen Neuseeland-Life

In drei Wochen quer durch Neuseeland: Dieser Bericht zeigt die perfekte Route von Christchurch nach Auckland inklusive Insider-Tipps zu Freedom Camping und Stellplätzen.

Von Chicago nach San Francisco in knapp 4 Wochen

Von Chicago nach San Francisco in knapp 4 Wochen

Mit dem Wohnmobil geht es in diesem Reisebericht quer durch die USA – auf den Spuren der Route 66.

CU | Camper verwendet Cookies zur Personalisierung von Inhalten, um Ihnen das bestmögliche Website-Erlebnis zu bieten und zur Analyse anonymer nicht personenbezogener Daten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
Datenschutz