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Übernahmeort
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Rückgabeort
17.12.2026 - 31.12.2026
2 Reisende
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3 Wochen Neuseeland-Life

Eine asphaltierte Landstraße führt auf die schneebedeckten Südalpen Neuseelands zu, dominiert vom markanten Gipfel des Mount Cook.
Von Christchurch nach Auckland mit dem Wohnmobil

Wie verbringt man seinen Urlaub am möglichst weit entferntesten Ort von Zuhause? Genau, man fliegt nach Neuseeland! Schlappe 30 Stunden im Flugzeug und eine kurze, im Mietpreis inkludierte Fahrt zur Vermietstation später standen wir auch schon vor unserem Gefährt für die folgenden drei Wochen – dem Maui River.

Die Übernahme ging problemlos und ziemlich fix. Wir hatten uns im Vorfeld bereits die THL-App heruntergeladen und diese sollte uns auf unserer Reise noch sehr gute Dienste leisten. Eigentlich für sechs Personen gedacht, haben wir es uns zu dritt gemütlich gemacht auf unserer Fahrt von Christchurch nach Auckland.

Drei strahlende junge Frauen stehen lachend vor einem großen weißen Maui-Camper auf einem Parkplatz in Christchurch.
Offiziell „Van Lifers“ für 3 Wochen

„Gemütlich“ ist durchaus wörtlich zu nehmen und wir empfehlen dringend, bei einer Einwegmiete mit so wenig Gepäck und Koffern wie möglich zu reisen, da es leider keine großen Außen- und Innenfächer und somit so gut wie keinen Stauraum gibt. 

Da wir nur zu dritt unterwegs waren, hatten wir die U-förmige Sitzbank im hinteren Fahrzeugbereich durchgehend zum Bett umgebaut. Das Fahrzeug verfügt noch über eine weitere Sitzecke im vorderen Fahrzeugbereich, einen kleinen Gaskühlschrank mit sehr kleinem Gefrierfach, eine Spüle, einen Gasherd mit 3 Gas-Kochplatten und einer elektrischen Kochplatte, eine Mikrowelle, einen Backofen (für die drei zuletzt Genannten ist ein Stromanschluss erforderlich) und eine kleine Nasszelle mit WC und Dusche in einem.

Das Fahrzeug war, wie bei Maui üblich, noch recht neu, sehr hell und modern gestaltet und sehr gut erhalten. Wer schon einmal mit einem Wohnmobil unterwegs war weiß, wie schnell sichtbare Gebrauchsspuren entstehen.

Ein weißer Maui-Camper steht auf einem Schotterplatz direkt vor dem weiten Ozean unter strahlend blauem Himmel.
Am Straßenrand parken

Gedanken darüber, was genau wir eigentlich sehen und machen wollen, haben wir uns im Vorfeld nicht so richtig gemacht. Lediglich die Fähre von Picton nach Wellington haben wir sehr rechtzeitig gebucht, da auf Grund von Fährausfällen die Fähren für mehrere Wochen bereits ausgebucht gewesen sind und wir kein Risiko eingehen wollten.

Das Beste am Reisen mit dem Camper in Neuseeland ist das Freedom-Camping. Um Freedom-Camping nutzen zu dürfen, muss das Fahrzeug „self-contained“ zertifiziert bzw. mit einer blauen oder grünen Plakette ausgestattet sein. Dies ist bei allen Fahrzeugen der THL-Gruppe (zu der Maui gehört) der Fall. Wir haben in den drei Wochen ausschließlich

Freedom-Campingplätze genutzt und so teilweise an wirklich richtig schönen Stellplätzen gestanden, allerdings teilweise auch einfach auf großen Parkplätzen oder am Straßenrand. 

Für die Suche nach dem perfekten Stellplatz für die Nacht war uns die THL-App eine riesengroße Hilfe. In der App sind sämtliche Stellplätze hinterlegt, egal ob Freedom-Camping, kostenpflichtige Stellplätze, welche mit Stromanschluss oder ohne, reine Parkplätze, Dumping-Stationen etc.

Bei fast jedem Campingplatz gab es Bilder und Bewertungen von anderen Gästen und man kann sich direkt hin navigieren lassen. Die Bewertungen und Texte sollte man sich genauestens durchlesen, da zum Beispiel in Queenstown Freedom-Camping nur auf 10 von 100 möglichen Parkplätzen erlaubt ist und auf allen anderen Parkplätzen ein Strafzettel mit 400 NZD Strafgebühr am nächsten Morgen an der Windschutzscheibe wartet.

Drei Frauen sitzen in Campingstühlen vor ihrem Wohnmobil und blicken auf den hellblauen Lake Pukaki und die schneebedeckten Südalpen Neuseelands.
Ausblick auf den Lake Pukaki genießen

Wir empfehlen unbedingt den Campground vor den Toren des Mount Cook – der „Lake Pukaki Reserve The Pines“. Hier hat man einen wunderschönen Blick auf wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Neuseelands.

Blick aus einem Wohnmobilfenster auf einen goldenen Sonnenaufgang über dem Meer. Im Vordergrund liegt eine Frau gemütlich eingekuschelt in Decken und schaut auf die Wellen.
Vom Meeresrauschen geweckt

Ein weiteres Highlight ist der „Taieri Mouth Road Brighton“-Stellplatz gewesen. Wunderschöner Blick auf das Meer und unbedingt zu Sonnenaufgang wach sein und den Anblick genießen!

Besonders hilfreich war auch die Auflistung der Dumping-Stationen. Das Fahrzeug mag groß erscheinen; die Tanks sind es jedoch leider nicht. Somit mussten wir bei drei Leuten jeden Tag mindestens das Grauwasser leeren und das Frischwasser wieder auffüllen. Das ist natürlich stark abhängig vom jeweiligen Nutzungsverhalten des Wassers, aber wer Freedom campt, verbraucht vermutlich automatisch mehr Wasser. Es gibt etliche kostenfreie Dumpingstationen in ganz Neuseeland verteilt und somit ist auch das tägliche Dumpen kein Problem.

Ebenfalls nicht sonderlich groß ist der Dieseltank. Dieser fasst etwa 70 Liter und Neuseeland ist teilweise sehr kurvenreich und bergig. Der Dieselpreis lag anfangs bei 2,22 NZD; im Laufe der Reise stieg dieser dann auf über 3,50 NZD aufgrund der Situation im Mittleren Osten.

Bei Übernahme sagte man uns, die Gasflasche hält etwa 2 Wochen, was bei uns auch sehr gut hingekommen ist. Da wir das „Value Pack“ gebucht hatten, konnten wir die Gasflasche leer zurückgeben; Ansonsten muss man diese vor Rückgabe selber austauschen lassen. Dies ist an Tankstellen möglich und sollte um die 40 NZD kosten.

Die Bordbatterie hat ebenfalls bestens die Reise über gehalten – wir sind allerdings auch täglich mehrere 100 Kilometer gefahren. Wer seine Reise ein wenig entspannter plant, sollte gegebenenfalls die ein oder andere Nacht an einem Campingplatz mit Stromanschluss einplanen, damit die Batterie wieder vollgeladen werden kann.

Unsere jeden Morgen überlegte Route führte uns letztendlich zuerst von Christchurch die Küste runter bis Dunedin, eine kleine hübsche Stadt, durch die man gut ein wenig schlendern kann. Von dort ging es weiter nach Queenstown, DER Stadt für Adrenalin-Junkies. Hier wurde das Bungee-Jumping erfunden und somit gibt es allerhand an Action-Ausflügen, die man von hier aus machen kann.

Weite Ansicht des Milford Sound in Neuseeland mit dunklem Wasser, steilen grünen Klippen und tief hängenden weißen Wolken unter blauem Himmel.
Ein hoher, weißer Wasserfall stürzt von einer bewachsenen Felswand direkt in das dunkle Wasser des Fjords.
Gänsehaut-Garantie am Milford Sound

Wir haben uns für die weniger actiongeladene Variante ab Queenstown entschieden und haben einen Tagesausflug zum Milford Sound gemacht.

Man hatte uns im Vorfeld empfohlen, nicht selbst mit dem Wohnmobil hinzufahren, da die Fahrt generell sehr lange dauert und ziemlich anspruchsvoll ist. Durch den bekannten Milford Sound macht man dann eine Bootstour und kann von Bord aus den Blick auf den Fjord genießen und mit etwas Glück Delfine, Wale und Co. beobachten.

Von Queenstown aus ging es in nördlicher Richtung zum wunderschönen Aoraki / Mount Cook. Der Ausblick auf den Berg im Sonnenuntergang ist wirklich traumhaft schön.

Ein Wanderausflug darf hier natürlich nicht fehlen und es gibt verschiedene Wege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Die dunkle Schwanzflosse eines Pottwals ragt senkrecht aus dem graublauen Meerwasser.
Whale-watching in Kaikoura

Ein genereller kleiner Tipp aus gegebenem Anlass: Niemals auf die KI vertrauen, wenn es um Wanderrouten, Länge der Strecken, Zeitaufwand etc. geht.

Weiter Richtung Norden lohnt sich ein Stopp in Kaikoura. Der Ort ist für seinen Unterwasser-Canyon bekannt, sodass man eine fast 100-prozentige Chance hat, Wale zu sehen.

Ein natürliches Fenster aus Blättern rahmt den Blick auf das türkisblaue Wasser im Abel-Tasman-Nationalpark.
Stille genießen im Abel-Tasman-National

Danach ging es für uns noch wandern im Abel-Tasman-Nationalpark – auch eines der „Must-Dos“ für jeden Neuseeland-Besucher.

In den beiden „Fähr-Städten“ Picton (Südinsel) und Wellington (Nordinsel) ist man dann erstmal ein wenig „geschockt“ von der plötzlichen Zivilisation, in der man nach einigen Tagen der Ruhe und Natur zwangsläufig landet.

Auf der Nordinsel haben wir vermutlich eine eher untypische Route gemacht, da wir die bekannten Highlights Rotorua oder Hobbiton komplett ausgelassen haben. Stattdessen sind wir nach Whanganui gefahren, da eine von uns dort vor etlichen Jahren ein Highschool-Jahr absolviert hat und ein Besuch der damaligen Gastmutter natürlich nicht fehlen durfte. Whanganui selber ist ein kleines Örtchen, das man ohne persönlichen Bezug nicht unbedingt besuchen muss.

Die Silhouetten von drei Abenteurer, im Wasser, unter dem Glühwürmchen-Himmel von Waitomo.
Eine Höhlendecke, die vollständig von Tausenden blaugrüner Glühwürmchen bedeckt ist.
Ein Sternenhimmel unter der Erde

Was man aber definitiv machen sollte, ist ein Besuch der Waitomo Caves in der Nähe von Hangatiki. Die Waitomo Caves sind Glühwürmchenhöhlen, welche man unter anderem per „Floating“ auf einem Gummireifen bestaunen kann. In kleiner Gruppe wurden wir mit Nassanzügen, Gummistiefeln, Helm mit Stirnlampe und großem Gummireifen ausgestattet und dann ging es etwa 2 Stunden durch die Höhle.

Kleine Trigger-Warnung, die man uns „vergessen“ hat zu sagen: Wenn es heißt „gerne einmal hochgucken“ – auf gar keinen Fall hochgucken, wenn man Angst vor Achtbeinern hat!!

Nach dem kleinen Schockerlebnis haben wir dann auf der Coromandel-Halbinsel ein wenig das, leider bisher nicht so oft gesehene, gute Wetter genossen.

Nach etwa 3200 Kilometer haben wir unser Wohnmobil ohne Probleme und mit vielen Erinnerungen im Gepäck in Auckland wieder zurückgegeben. Bei Rückgabe muss man dann noch die sogenannte Road User Charge , kurz RUC-Fee, bezahlen und dann hat uns der kostenfreie Shuttle auch schon wieder zum Flughafen gebracht.

Zwei lächelnde Frauen sitzen an einem Gartentisch in einem Weinberg und genießen ein Wein-Tasting.
Genussmoment im Weingarten

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ganz Neuseeland auf den Wohnmobil-Tourismus ausgelegt ist und es einfach Sinn ergibt, die Vielseitigkeit des Landes mit einem Haus auf vier Rädern zu entdecken. Dabei können wir Maui uneingeschränkt empfehlen, würden nur bei der Reisezeit in Zukunft eher Richtung neuseeländischen Sommer tendieren. So oder so, der nächste Wohnmobil-Urlaub ist bereits in Planung! 🙂

Jana Passick und Katja Grobe, Mai 2026

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