Wohnmobil-Anfänger in Südspanien

Eine grüne, hügelige Landschaft bei Cuacos de Yuste unter wolkenverhangenem Himmel.
Ausblicke abseits der Küste bei Cuacos de Yuste

Wir haben unseren allerersten Camping-Urlaub über CU | Camper gebucht. Im Vorfeld wurden wir gut beraten und auch Rückfragen zwischendurch wurden schnell beantwortet. 

Wir haben unseren Campervan in Cartagena entgegengenommen, sind ein Stück die östliche Mittelmeerküste entlang nach Norden bis Valencia gefahren, dann quer durch Spanien an Toledo vorbei fast bis an die Grenze von Portugal, von da aus wieder Richtung Süden zur südlichen Mittelmeerküste (mit einem Schlenker Richtung Inland) entlang zurück bis Cartagena. Hierfür haben wir zwei Wochen Zeit gehabt.

Da wir Camping-Anfänger sind, haben wir uns entschieden, „sicherheitshalber“ einige Campingplätze im Vorfeld zu buchen. Besonders hervorheben möchten wir hier den ‘TAIGA Puerto Santa Maria’, der zwar recht groß ist, aber dafür wunderschön in einem  Pinienwald in den Dünen gelegen ist.

Ein weißes Wohnmobil steht auf einem Stellplatz im schattigen Pinienwald des Campingplatzes TAIGA Puerto de Santa María.
Alles fertig eingerichtet auf dem Campingplatz TAIGA Puerto Santa María

Das Meer mit Sandstrand war direkt gegenüber vom Campingplatz (nur einmal über eine wenig befahrene Straße) und bis zur Innenstadt waren es auch nur wenige Gehminuten. Abgesehen vom Campingplatz gibt es kaum Touristen in El Puerto de Santa Maria, sodass man dort noch ein authentisches „Spanische Hafenstadt“-Feeling hat. Wir haben dort abends sehr leckere Tapas und vor allem sehr guten Fisch (Tipp: ‘Cazón en Adobo‘) gegessen. 

In El Puerto de Santa Maria befindet sich auch die Osbourne-Destillerie, die man mit Terminbuchung vorab auch besichtigen kann. Das wussten wir leider nicht, wir haben sie zufällig bei einem unserer Spaziergänge durch die Stadt entdeckt. Leider gab es so spontan keine Termine mehr für eine Besichtigung.

Von El Puerto de Santa Maria aus ging es weiter nach Gibraltar bzw. zur spanischen Grenzstadt La Línea de la Concepción. Dort gibt es in der Nähe der Grenze keinen “richtigen“ Campingplatz, aber dafür mehrere „normale“ Parkplätze, auf denen man auch mit einem Wohnmobil stehen kann. Wir haben uns für den Parkplatz des Yachthafen entschieden, Alcadeisa Marina, da es dort auch eine Wechselstelle für Frisch- und Abwasser gab (Stand Mai 2026: 15 Euro / 24h). 

Blick von oben auf den markanten, steilen Kalksteinfelsen von Gibraltar. Auf der rechten Seite erstreckt sich das tiefblaue Meer.
Blick auf die Bucht von Gibraltar, das Mittelmeer und die spanische Küste

Zudem kann man von dort aus in wenigen Minuten zur Grenze laufen und Gibraltar besichtigen. Hierfür sollte man schon mindestens einen ganzen Tag einplanen und bestenfalls gut zu Fuß sein. Es gibt zwar auch private Shuttles, die man buchen kann, aber diese sind sehr teuer und es kommt oft zu Staus vor den einzelnen Besichtigungspunkten. Wir haben uns ein Tagesticket für den ÖPNV gekauft und sind damit bis zur letzten Haltestelle vor dem Einlass gefahren und ab da alles gelaufen. Abends haben wir dann noch unten in der Stadt bei ‘Roy’s’ Fish and Chips gegessen und sind dann zurück zum Camper gelaufen. Obwohl der Parkplatz direkt am Yachthafen war, war es sehr ruhig.

Unsere Camper-Vorschläge

Von Gibraltar aus sind wir wieder ein Stück ins Landesinnere gefahren – wir hatten Tickets für den Caminito del Rey und haben uns einen Campingplatz dort in der Nähe gebucht – den ‘Parque Ardales’. Von dort aus kann man zum Startpunkt des Caminito del Rey laufen. Im Parque Ardales gibt es einige Wohnmobil-Stellplätze, aber mehr Zeltplätze. Vorher reservieren ist auf jeden Fall empfehlenswert. Der Campingplatz liegt in einem Wald und hat mehrere Zugänge zu einem Badesee.

Ein weiter Blick über einen türkisblauen Stausee, umgeben von dichten Pinienwäldern unter einem leicht bewölkten Himmel.
Camping Parque Ardales am See Conde del Guadalhorce

Den Caminito del Rey hatten wir uns etwas actionreicher vorgestellt, es ist mehr ein Spaziergang, aber dafür sehr sehenswerte Natur und Umgebung. In der Nähe gibt es das ‘Restaurante El Mirador Ardales’, was zwar sehr auf Touristen ausgelegt ist, aber dafür einen tollen Ausblick über den See bietet und der Wildschwein-Eintopf (Jabalí A La Cazadora Estofado) ist absolut empfehlenswert!

Vom Caminito del Rey ging es für uns wieder Richtung Küste – und da haben wir dann unseren absoluten Lieblingscampingplatz der ganzen Tour gefunden – ‘Camping La Garrofa’ in der Nähe von Almería. Der Platz ist nicht der größte und auch nicht der modernste, liegt aber dafür unschlagbar direkt am Meer. Wir hatten einen Stellplatz mit Strom direkt auf dem Strand! Die hinteren Türen auf und dann konnte man direkt vom Bett aufs Meer nur wenige Meter weiter blicken!

Blick aus der geöffneten Schiebetür eines Wohnmobils direkt auf einen Kiesstrand und das offene Meer.
Traumhafte Kulisse am Campingplatz La Garoffa

Der Strand ist ein Kiesstrand, sodass man bei empfindlichen Füßen eventuell doch Badeschuhe tragen sollte. Der Platz an sich ist recht eng mit schmalen Wegen und durchaus engen Kurven, sodass man ihn mit zu großen Fahrzeugen nicht befahren kann.

Von Almería aus ging es dann noch mit einer Nacht, die wir frei gestanden haben, zurück Richtung Cartagena. Dort haben wir die letzte Nacht auf dem ‘TAIGA Costa Cálida El Portús’ gestanden und den Wagen zur Rückgabe vorbereitet. Auch dieser Platz ist recht groß, war aber zu der Zeit, in der wir dort waren, recht leer, sodass uns beim Check-In zwar ein Platz zugewiesen wurde, aber wir auch die Erlaubnis hatten, diesen zu wechseln. Dafür sollten wir uns hinstellen, wo es uns gefällt und nur kurz an der Rezeption Bescheid sagen. Dieser Campingplatz ist durchaus auch auf Familien mit Kindern ausgelegt. Es gibt ein überdachtes Schwimmbecken, ein paar Spielplätze und einen „Privatstrand“ (Kies) in einer kleinen Bucht, den man nur über den Campingplatz betreten kann.

Alles in allem hat uns der Urlaub – trotz fast zur Hälfte recht verregnet – sehr gut gefallen! Wir haben unheimlich viele Eindrücke sammeln können, viel zu viel leckeres Essen gegessen und einige nette Leute kennengelernt, die uns „Anfänger“ oft noch mit hilfreichen (Camping-)Tipps versorgt haben. Für uns steht fest, dass dies nicht der erste und letzte Camping-Urlaub war, sondern wir noch einige weitere machen werden! Für das nächste Jahr planen wir Nordspanien und freuen uns schon sehr darauf!

Diana Rademacher, Juni 2026

Spanien erleben
Morgens Meerblick, abends Bergpanorama

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