Mit dem Wohnmobil rund um die Northwest Territories
Eine Reise in die nordwestlichen Weiten Kanadas ist ein Traum für viele, die im Wohnmobilurlaub der Zivilisation und dem Alltag mit all seinen Zwängen entkommen möchten. Beim Wohnmobil mieten können auf einer großen Rundtour durch die Provinzen Alberta, British Columbia, den Yukon und die abgelegenen Northwest Territories unberührte Natur, einsame Straßen und spektakuläre Landschaften entdeckt werden.
Noch heute staunt man über jene traumhaften Landschaften, fast so, wie einst die ersten Entdecker und Pilgerer. Diese Reiseroute umrundet die Northwest Territories auf beeindruckende Weise – knapp 3.500 Kilometer durch Bergwelten, Prärie, boreale Wälder und arktisch anmutende Weiten.
Wer auf der Suche nach Nordlichtern ist, hat entlang dieser Route, vor allem in den Northwest Territories, das ganze Jahr über gute Chancen. In der sogenannten ‘Aurora Capital of the World’ kann man die leuchtenden Schleier an über 255 Nächten im Jahr bestaunen. Bereits ab August sorgen die Nächte für genug Dunkelheit, um das magische Schauspiel bei angenehmen Temperaturen zu erleben.
Die Reiseroute, die von Edmonton nach Whitehorse führt, erstreckt sich gleich über mehrere Zeitzonen hinweg: Über die Mountain Time in Alberta und in den Northwest Territories und der Pacific Time in British Columbia und dem Yukon. Mit dem Wechsel der Landschaft verändert sich somit auch das Empfinden für Raum und Zeit.
Ihre Highlights während der Route
- Edmonton
- Jasper-Nationalpark
- Wood-Buffalo-Nationalpark
- Muncho Lake
- Whitehorse





Von Edmonton zum Jasper-Nationalpark
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Tag: 1 bis 3
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Entfernung: 350 Kilometer
Der ideale Ausgangspunkt für die Reiseroute rund um die Northwest Territories ist Edmonton . Bevor es losgeht, können Besucher die Vielfalt der Hauptstadt Albertas entdecken und das Wichtigste für den großen Roadtrip einkaufen. Hierfür eignet sich beispielsweise die ‘West Edmonton Mall’, eines der größten Einkaufszentren der Welt. Es ist der perfekte Ort für einen ersten Bummel oder eine Erfrischung im Wasserpark. Für Naturliebhaber lohnt sich außerdem ein Ausflug zum Elk Island-Nationalpark, der nur eine kurze Fahrt von der Stadt entfernt ist. Auf den weiten Wanderwegen dieses Parks können Bisonherden und Elche in freier Wildbahn beobachtet werden.
Wer direkt ab Edmonton weiter gen Westen Richtung Jasper-Nationalpark steuern möchte, bekommt schon auf der Fahrt einen ersten Vorgeschmack auf die beeindruckenden Landschaften des Parks. Der Nationalpark liegt mitten im Herzen der kanadischen Rockies und seine unverfälschte Natur bietet schon auf der Hinfahrt eine Kulisse von dichten Wäldern, klaren Bergseen und Gletschern.
Der Maligne Lake, ein smaragdgrüner Gletschersee, ist eines der Highlights des Parks. Umgeben von hohen Berggipfeln, bietet der See spektakuläre Fotomotive und die Möglichkeit für eine Bootsfahrt auf dem See, die eine einzigartige Perspektive auf die Landschaft bietet. Auch die Athabasca Falls, die sich mit einer beeindruckenden Kraft durch den Athabasca River wälzen, gehören zu den Höhepunkten des Parks. Wer den Blick für die Natur noch weiter schärfen möchte, sollte den Jasper Dark Sky Preserve besuchen – einen der besten Orte in Nordamerika, um den Sternenhimmel zu beobachten. Hier ist das Himmelspotenzial so klar, dass die Milchstraße und sogar das Nordlicht perfekt zur Geltung kommen.
Um nach dem ereignisreichen Tag im Jasper-Nationalpark zur Ruhe zu kommen, bietet sich der Campground des ‘Jasper Gates Resort & RV’ an. Dieses familienfreundliche Resort bietet über 100 Stellplätze umgeben von den atemberaubenden Gipfeln der kanadischen Rockies.
Vom Jasper-Nationalpark zum Wood-Buffalo-Nationalpark
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Tag: 4 bis 9
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Entfernung: 1300 Kilometer
Nach erholsamen Nächten im Jasper-Nationalpark verlässt die Route die Berge und führt nordwärts durch Alberta, in Richtung der Northwest Territories. Die Strecke ist lang und bietet die perfekte Gelegenheit, das Tempo zu drosseln und die endlosen Weiten Kanadas in Ruhe zu genießen. Orte wie Grande Prairie und Peace River laden dazu ein, Proviant aufzufüllen, den Tank zu füllen und neue Eindrücke aus der weitläufigen Landschaft zu sammeln. Wer die Fahrt angenehmer gestalten möchte, kann die eine oder andere Rast einlegen. Um die nächtliche Ruhe zu finden, kann beispielsweise der ‘Twin Lakes Provincial Campground’ angesteuert werden. Er liegt rund eine Stunde nördlich des Peace Rivers, direkt zwischen zwei Seen und inmitten eines Kiefernwaldes, was ihn zu einer ganz besonderen Schlafstätte macht.
Die Route folgt verschiedenen Fernstraßen durch das nördliche Alberta, oft durch wenig besiedelte Gebiete. Gerade durch die spärlichen Anzeichen der Zivilisation begeistert der endlos scheinende Raum für Wälder und Flüsse. Je weiter man in den Norden vordringt, desto dramatischer wird das Landschaftsbild. Der Wood-Buffalo-Nationalpark, der größte Nationalpark Kanadas und ein UNESCO-Welterbe, rückt näher und die Straßen werden einsamer. Um die Schönheit des Parks in den Northwest Territories voll auszukosten, lohnt es sich, ein oder zwei volle Tage vor Ort einzuplanen. Die weitläufigen Salzebenen und -hügel, geformt von mächtigen Salzquellen, bieten einzigartige geologische Formationen, die das Herz eines jeden Naturliebhabers höher schlagen lassen.
Der Park in den Northwest Territories ist nicht nur für seine geologischen Wunder bekannt, sondern auch für seine bemerkenswerte Tierwelt. Hier lebt die größte frei umherziehende Waldbisonherde der Welt und auf den weiten Flächen begegnet man oft Elchen, Bären und anderen Wildtieren. Auch Pelikane und zahlreiche seltene Vogelarten haben in den abgelegenen Feuchtgebieten des Parks einen geschützten Rückzugsort gefunden. Im Herzen des Parks, südlich von Fort Smith, findet sich der ‘Pine Lake Campground’ . Das Besondere an diesem Campingplatz ist, dass das Gelände des Campingplatzes über einen schönen Sandstrand verfügt, der an einem Dolinensee anliegt.





Von Wood Buffalo zu Fort Simpson
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Tag: 10 bis 12
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Entfernung: 550 Kilometer
Nun verlassen Sie an Tag zehn die geschützten Weiten des Nationalparks. Ein lohnenswerter Zwischenstopp bietet sich in Hay River an – ein ruhiger Ort am Südufer des Great Slave Lake in den Northwest Territories, wo das Leben vom Wasser und der Geschichte des indigenen Volkes der Dene geprägt ist. Hier spürt man schon, wie anders der Rhythmus im Norden tickt: langsamer, bewusster, näher an der Natur. Optional kann hier eine Nacht im ‘Hay River Territorial Park’ verbracht werden. Der Campground bietet von Aktivitäten wie Angeln und Wandern bis hin zu Wassersport viele Möglichkeiten, um den Aufenthalt angenehm zu gestalten und Kraft für die Weiterfahrt zu tanken.
Am nächsten Tag tritt in Richtung Fort Simpson der mächtige Mackenzie River immer stärker in Erscheinung. Begleitet wird die Kulisse der Northwest Territories von einem Geflecht aus Nebenarmen, Mooren und Wald und schließlich taucht Fort Simpson auf. Der ihm nahegelegene Nahanni-Nationalpark ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und zählt mit seinen tiefen Schluchten, heißen Quellen und den imposanten Virginia Falls zu den eindrucksvollsten Naturwundern Nordamerikas. Auch wenn keine direkten Straßen in den Nationalpark hineinführen, kann er mit geplanten Sightseeing-Touren per Flugzeug besucht werden.
Fort Simpson nach Muncho Lake
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Tag: 13 bis 15
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Entfernung: 700 Kilometer
Anschließend werden am dreizehnten Tag Fort Simpson und damit auch die Northwest Territories verlassen und der Weg in Richtung Muncho Lake eingeschlagen. Hier überquert man eine der kanadischen Zeitzonen – ein Moment, der fast beiläufig passiert, aber subtil spürbar ist. Kanada erstreckt sich über sechs Zeitzonen, und hier wird von der Mountain Standard Time in die Pacific Standard Time gewechselt. Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt und mit ihr scheint sich auch der Tag zu verlängern. Nach einer längeren Fahrt ist der Muncho Lake Provincial Park erreicht und die Northwest Territories sind vorbeigezogen. Der gleichnamige See schimmert in tiefem Türkis und ist eingefasst von schroffen Bergen. In der Nähe liegen die berühmten Liard River Hot Springs, die sich als natürlicher Kurort in Form von dampfenden Becken mitten im Wald befinden. Ein Bad dort, umgeben von Wildnisgeräuschen und dichten Farnen, gehört zu den magischsten Momenten der Reise. Um den Tag ausklingen zu lassen, kann 45 Minuten östlich vom Muncho Lake auf den Stellplätzen der ‘Toad River Lodge’ campiert werden. Das Gelände bietet Annehmlichkeiten wie WLAN, ein Restaurant und diverse Wasseranschlüsse für den Camper.



Vom Muncho Lake zurück nach Whitehorse
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Tag: 14 bis 16
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Entfernung: 700 Kilometer
In der letzten Etappe verlassen Sie den türkisfarbenen Muncho Lake und folgen weiter dem legendären Alaska Highway in Richtung Norden. Nach einer Weile taucht dort der Watson Lake auf, ein kleiner Ort mit einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit: Dem Sign Post Forest. Seit den 1940er-Jahren bringen Reisende aus aller Welt hier Ortsschilder, Nummerntafeln und selbstgebastelte Tafeln an – über 100.000 sollen es inzwischen sein. Ein Spaziergang durch diesen bunten, leicht skurrilen Schilderwald ist wie eine kleine Weltreise und definitiv einen Fotostopp wert.
Der nächste Tag führt weiter durch den südlichen Yukon, immer entlang des Alaska Highways, bis schließlich Whitehorse erreicht wird. Die Hauptstadt des Yukon, durch die einst Goldsucher zogen und wo der Klondike-Rausch ganze Scharen von Abenteurern anzog, lässt Blicke auf die Besiedelung durch den Menschen zu. Historische Züge, ein alter Schaufelraddampfer und kleine Museen erzählen von der bewegten Vergangenheit der Region.
Whitehorse ist nun der Ort zum Durchatmen, Entdecken und Zurückblicken. Wer die Northwest Territories durchquert hat, weiß: Diese Route ist nicht nur eine Reise durch Kanada. Sie ist eine Fahrt durch Stille, Wildnis und Weite. Es ist eine Reise durch die Natur, wie man sie nur selten so unmittelbar erlebt und zugleich eine unvergleichliche Selbsterfahrung.
Noch ein paar Highlights in den
Northwest Territories
Die Northwest Territories haben so viel zu bieten wie kaum eine andere Region in Kanada. Im Folgenden sind noch einige Ziele, die sich auf Ihrer Reise durch dieses riesige Gebiet lohnen:
Traumstraße Dempster Highway
Allein der Name weckt das Fernweh. Der „Dempster“ führt durch abgelegene Wildnislandschaften und besticht durch spektakuläre Berge und malerische Kulissen. Etwas außerhalb von Dawson City im Yukon Territory beginnt sie, eine Allwetter-Schotter-Straße, die sich auf einer Länge von 736 Kilometern bis hinauf nach Inuvik erstreckt. Durch zwei Fährpassagen, die im Herbst und Frühjahr witterungsbedingt jeweils einige Wochen nicht befahren werden, ist der Dempster dann nicht auf der ganzen Strecke befahrbar.



Tuktoyatuk
Das kleine Städtchen, das von seinen Bewohnern liebevoll „Tuk“ genannt wird, liegt direkt am Ufer des arktischen Ozeans – und der hat es in sich. Fast neun Monate des Jahres ist er mit Eis bedeckt. Auch im Sommer überschreitet seine Temperatur nur knapp den Gefrierpunkt. Er ist Heimat für Belugawale, Robben und Dutzende von Zugvögeln.

Auch wenn Tuk heutzutage Häuser im „südlichen Stil“, einen Flughafen und Internetanschluss hat, so sind die alten Inuvialuit-Traditionen hier doch immer noch ein allgegenwärtiger Teil des Alltagslebens. Lokale Anbieter ermöglichen kulturelle Führungen durch die Gemeinde und die angrenzenden Gebiete der Northwest Territories.
Deh Cho
„Deh Cho“ – so nennen die Ureinwohner den Mackenzie River. Die Welt rund um die Deh Cho Reiseroute wird von mächtigen Flüssen beherrscht. In den Territorial Parks an den Lady Evelyn Falls, am Twill Falls Gorge und den Sambaa Deh Falls helfen die beruhigenden Klänge des herabstürzenden Wassers alltagsgestressten Urlaubern, in einen tiefen und erholsamen Schlaf zu fallen.
Tipps rund um den Camperurlaub
Um die unberührte Wildnis der Northwest Territories zu genießen, sollte unbedingt ausreichend Zeit mitgebracht werden. Wem drei Wochen oder mehr zur Verfügung stehen, der wird die Zeit und die Vielfalt der Northwest-Territories angemessen genießen können.
Die meisten Campgrounds in den NWT sind staatlich und sehr gut gepflegt. In der Regel sind sie zwischen Mitte Mai und Mitte September geöffnet, wobei die Preise je nach Ausstattung des Platzes variieren. Eine Übersicht über die staatlichen Campingplätze sowie eine Online-Reservierungsmöglichkeit findet sich hier.
Freiheit auf Rädern
Diese Reise durch die Northwest Territories ist eine Einladung, in das Gefühl der Freiheit einzutauchen, das nur ein Wohnmobil bieten kann. Die Route durch die Northwest-Territories ermöglicht es, tief in die Wildnis einzutauchen und gleichzeitig den Komfort eines eigenen Zuhauses auf Rädern zu genießen. Wer sich auf diese Reise begibt, erlebt nicht nur beeindruckende Naturwunder, sondern auch die Unabhängigkeit und Flexibilität, die den Wohnmobilurlaub so einzigartig machen. Überzeugen Sie sich selbst und entdecken Sie Kanada auf ganz besondere Art und Weise.


Die häufigsten Fragen zu den Northwest Territories
Wann ist die beste Reisezeit für die Northwest Territories?
Gibt es in den Northwest Territories viele Tankstellen?
Muss man Campingplätze in den Northwest Territories reservieren?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, in den Northwest Territories die Nordlichter zu sehen?
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