Rocking Down Under: Die 5 besten Australien-Festivals

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Blue Mountains

Australiens Festivals

Wohl kaum jemand macht die lange Reise nach Australien, nur um dort ein Musik-Festival zu besuchen – auftretende Künstler mal ausgenommen. Aber wenn man schon mal vor Ort ist und gerade ein großes Rock-Event läuft, warum denn nicht? Zumal sich so viele lokale Bands entdecken lassen, die selten in Europa spielen. Hier also die Top 5 der Australien-Festivals!

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Blues Fest

Der Osterhase kommt angehoppelt – mit einer Ladung Rock und Blues im Gepäck! Das Byron Bay Bluesfest findet über die Ostertage nahe Byron Bay in New South Wales statt und zieht alljährlich ein illustres Line-up an. So gaben sich im vergangenen Jahr unter anderem Graham Nash, Tom Jones, die Eagles of Death Metal, Joe Bonamassa, Noel Gallagher’s High Flying Birds, Mick Fleetwood und Ex-Beach-Boy Brian Wilson die Ehre.

Das Gelände umfasst auch 6.000 Campingplätze.

Wissenswertes
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Falls Festival

Neujahr einmal anders! Das Falls Festival wird jährlich zum Jahreswechsel gleichzeitig an mittlerweile vier Standorten abgehalten: Ursprünglich fand es in Lorne (Victoria) und Marion Bay (Tasmanien) statt. 2013 kam Byron Bay (New South Wales) hinzu, und zum Jahreswechsel 2016/17 wird auch erstmals Fremantle (Western Australia) beglückt. Stilistisch geht’s querbeet von Rock über Blues bis zu Hip-Hop und Elektro. Bei den vergangenen Veranstaltungen traten Bands und Künstler wie Iggy Pop, Blondie, Violent Femmes, Arctic Monkeys, Bloc Party, The Black Keys, Wolfmother, Kings of Leon und Weird Al Yankovic (!) auf. Camping ist an allen Locations möglich.

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Laneway Festival

2005 im Hinterzimmer einer Bar in Melbourne ersonnen, ist das Laneway Festival zu einer der führenden Kunst- und Musikveranstaltungen weltweit aufgestiegen.

Neben der Original-Location Melbourne findet das Laneway heute auch in Sydney, Adelaide, Brisbane und Fremantle statt, internationale Ableger finden sich in Auckland (Neuseeland) und Detroit (USA). Musikalisch überwiegend in der Indie-Ecke verankert, hat das Festival bislang Auftritte von Florence and the Machine, Mumford and Sons, Of Monters and Men und den Japandroids gesehen. Das Laneway läuft von Ende Januar bis Mitte Februar in seinen verschiedenen Austragungsorten.

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Melbourne International Jazz Festival

Anfang Juni versammelt sich alljährlich die Crème de la Crème der internationalen Jazz-Szene in Melbourne.

Zwei Wochen lang steht die Stadt ganz im Zeichen des Jazz – in all seinen virtuosen Spielarten, von Lounge über Big Band hin zu Free Jazz.

Interessantes

Neben den mehr als 300 Auftritten der Solo-Künstler und Combos in Hallen und Clubs quer die Stadt verstreut gibt’s Workshops, Filme, Vernissagen und vieles mehr. Zu den Künstlern, die bislang das Melbourne International Jazz Festival beehrt haben, gehören unter anderem Chick Corea, Gary Burton, Cassandra Wilson, Dee Dee Bridgewater, Maria Schneider und Peter Brötzmann.

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Splendour in the Grass

Und noch mal Byron Bay: Nach dem zumindest temporären Ableben des Big Day Out (siehe unten) ist das Splendour in the Grass zum größten Australien-Festival avanciert. Drei Tage lang treten im wunderschön gelegenen Byron Bay Bands und Künstler aus den Bereichen Rock, Indie, Weltmusik und Electronic auf. Mega-Acts wie Coldplay, Kanye West und The Cure waren hier schon Headliner, daneben spielten Bands wie Queens of the Stone Age, Devo, Flaming Lips, Smashing Pumpkins und Wolfmother. Camp-Sites sind vorhanden, aber immer schnell ausgebucht.
Übrigens: Wenn Sie sich jetzt fragen, wo denn, Bitteschön, das Big Day Out geblieben ist – die Veranstaltung, die seit 1992 jährlich in fünf Städten stattfand, liegt seit 2014 auf Eis. Rückkehr nicht ausgeschlossen, aber auch noch nicht konkret. Ebenfalls im Pausen-Modus befinden sich in Australien die Festivals Stereosonic (Adelaide) und das Soundwave (Brisbane, Sydney, Melbourne, Adelaide).