Rundreise ab Vancouver im Winter

Zugegeben, Weihnachten bis Neujahr ist vielleicht nicht die beste Zeit für einen Kanada-Besuch mit dem Camper.

© Carsten Rollfing
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Dennoch war es uns eine Reise wert. Ein Abenteuer mit dem Wohnmobil durch die Region rund um Vancouver. Alles begann mit der unproblematischen Übernahme des Wohnmobils (C25), das wir über CU | Camper bei Cruise Canada gebucht hatten.

Dabei wurden noch kleinere Schäden der Vornutzer aufgenommen – mein Tipp lautet hierbei an alle zukünftigen Reisenden, dabei sehr kritisch hinzusehen. Bei unserem Wohnmobil gab es beispielsweise einen kleinen Schaden unterhalb der Tür. Leider machte sich dies im Verlauf der Tour bemerkbar, als bei bis zu – 20 °C die Tür nicht einhundertprozentig dicht schloss. Das bescherte uns zum einen kalte Füße und zum anderen einen hohen Gasverbrauch.

Rund um Vancouver im Winter

Doch davon abgesehen erwartete uns eine traumhafte Reise. Zuerst führte uns diese nach Whistler in die Berge. Die traumhafte Aussicht und der Neuschnee entschädigten uns für die eisige Kälte, die im tiefsten Winter dort herrscht. Zwei Tage verbrachten wir auf und rund um einen Campground. Ich kann nur empfehlen – auch zu dieser Jahreszeit – den RV-Stellplatz vorzubuchen, da nach Weihnachten viele Campingplätze ausgebucht sind.

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Whistler und seine Umgebung sind landschaftlich sehr schön und neben Skifahren warten noch zahlreiche weitere Wintersport-Angebote auf Reisende, z.B. Ski-Doo-fahren (besondere Schneeschlitten).
Nach dem Stop in Whistler zog es uns weiter Richtung Vancouver Island. Traumhafte Küstenstraßen und eine tolle Überfahrt mit der Fähre warteten auf uns, auch wenn an diesem Tag leider nur eine dürftige Sicht herrschte. Danach fuhren wir nach Tofino – da die Straßen schneebedeckt waren und in die Berge führten, war dieses Stück ein wenig anstrengend. Die Bereifung des Wohnmobils schien uns nicht sonderlich gut für diese Straßenverhältnisse geeignet, aber letztlich haben wir unseren Zielort erreicht. An diesem wurden wir dann mit urwaldähnlichen Regionen und tollen, menschenleeren Stränden belohnt.

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Ins Jahr 2017 – das 150-jährige zum Bestehen des kanadischen Staates – wollten wir in Victoria feiern. Das Straßenfest mit tollem Feuerwerk (bereits um 21 Uhr, da es auf Familien mit Kindern ausgelegt ist) hat uns gut gefallen.

Den ersten Tag des neuen Jahres habe ich dann gebührend mit einigen Gleichgesinnten – vielleicht sollte man sagen, „Verrückten“ – beim „Polar Bear Swim“ gefeiert. Schwimmen im Pazifik – auch wenn Schnee liegt. Das sollte man erlebt haben.

Danach ging es dann auch schon wieder in die Heimat. Diese Region werden wir mit Sicherheit gern wieder besuchen, auch wieder mit dem Camper – aber nicht mehr im extremen kanadischen Winter. Die teils schlechte Wärmedämmung, eine laute und nicht sehr effiziente Heizung und die Probleme mit der Bereifung im Schnee sprechen gegen ein weiteres Winter-Abenteuer. Ansonsten gerne wieder!

Carsten Rollfing, Januar 2017