In drei Wochen quer durch Neuseeland: Dieser Bericht zeigt die perfekte Route von Christchurch nach Auckland inklusive Insider-Tipps zu Freedom Camping und Stellplätzen.
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Von Frankfurt bis runter an den wunderschönen Gardasee. Begleiten Sie Sandra auf ihrem herbstlichen Kurztrip.
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Mitte September starten wir in unser erstes Abenteuer mit dem Wohnmobil. Unser Zuhause auf Rädern holen wir am Mittag bei McRent in Kayhude bei Hamburg ab. Nach der Einweisung sind wir erstmal einkaufen gegangen. Ziel unserer Reise soll Norwegen sein und da die Lebensmittel dort bekanntlich sehr teuer sind, wollten wir so viel wie möglich aus Deutschland mitnehmen.
Als erste Übernachtung haben wir Aarhus in Dänemark eingeplant, von dort ging es am nächsten Morgen direkt nach Hirtshals, wo wir die Fähre nach Kristiansand in Norwegen genommen haben. Zum Zeitpunkt unserer Reise fuhren nur zwei Fähren täglich. Eine frühzeitige Reservierung (Online) ist daher ratsam.
In Norwegen wurden wir mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen 20 Grad begrüßt, damit hätten wir um diese Jahreszeit tatsächlich nicht mehr gerechnet. Von Kristiansand sind wir direkt zum Südkap nach Lindesnes gefahren. Dort gibt es einen Leuchtturm und die Aussicht aufs Meer ist atemberaubend! Gut zu wissen: Neben dem Besucherparkplatz gibt es eine weitere Fläche, auf der Wohnmobile auch über Nacht stehen dürfen. Dafür muss man lediglich einen Umschlag mit seinem Kfz-Kennzeichen beschriften sowie mit 10 Euro beziehungsweise 100 Kronen in den dafür vorgesehenen Briefkasten stecken. Nachdem wir den Sonnenuntergang von einem Felsen aus gesehen haben stand für uns fest: Dies ist der perfekte Einsteig in unser Norwegenabenteuer! An der Küste entlang ging es durch das kleine Örtchen Flekkefjord weiter nach Brusand.
Besonders im Sommer lohnt sich hier ein längerer Aufenthalt, denn der Strand ist wunderschön und das Wasser lädt zum Baden ein!
Tipp
Auch wenn wir die Ruhe und die Natur in den vergangen Tagen sehr genossen haben, wollten wir heute die Stadt Stavanger unsicher machen. Wir haben glücklicherweise relativ zentral einen Parkplatz gefunden und konnten ins Zentrum laufen. Wer gerne durch kleine Gassen schlendert und in individuellen Geschäften und Boutiquen stöbert, wird Stavanger lieben. Überall gibt es kleine Cafés und Restaurants, in denen lokale Produkte angeboten werden. Hier kann man sich gut für ein paar Stunden die Zeit vertreiben.
Für uns ging es gegen Mittag jedoch schon wieder weiter, da wir für heute noch ein weiteres Ziel hatten: Den Preikestolen! Fast jeder hat schon mal ein Foto von dem imposanten Felsen gesehen, der über den Fjord ragt und somit durfte er auf unserer Reise natürlich nicht fehlen. Eigentlich war geplant, so früh wie möglich am nächsten Morgen loszuwandern, davon haben uns Freunde allerdings abgeraten. Wir sind dann also am frühen Nachmittag noch los und haben es nicht bereut. Es kamen uns zwar viele Menschen entgegen, jedoch liefen wir fast alleine den Weg hoch und somit war es oben auch um einiges leerer. Die Wanderung an sich ist mittelmäßig anspruchsvoll, allerdings sind es ingesamt knapp acht Kilometer, weshalb eine gute körperliche Fitness von Vorteil ist. Oben angekommen wurden wir dann mit einer spektakulären Aussicht belohnt!
Wir haben uns zwar nicht getraut, uns direkt an die Felskante zu setzen (immerhin geht es hier 600 Meter in die Tiefe), aber wir haben auch mit genügend Sicherheitsabstand unsere Fotos machen können.
Wissenswertes
Erschöpft aber glücklich sind wir nach knapp 3 Stunden (inkl. Pause) wieder bei unserem Wohnmobil gewesen. Da wir keinen Stellplatz für die Nacht gebucht haben, machten wir uns nun auf die Suche. Kurz bevor man auf die Hauptstraße kommt, haben wir ein kleines Stellplatzschild gesehen und sind diesem gefolgt. Gefunden haben wir den fast schönsten Stellplatz der gesamten Reise! Es war ein Schotterplatz, der zu einem Bootsclub gehörte und direkt am Wasser lag. Es gab Wasser und Strom und auch hier konnte man einfach einen Umschlag mit Geld in den Briefkasten stecken. Da die Sonne immer noch am scheinen war, machten wir es uns in unseren Campingstühlen am Lagefeuer gemütlich und ließen den Abend ausklingen.
Unsere Reise führte uns weiter Richtung Norden. Im kleinen Ort Flåm soll eine der schönsten Bahnstrecken der Welt sein, das wollten wir uns auf jeden Fall anschauen. Der Ort selber liegt malerisch in einem Tal direkt am Fjord, jedoch empfanden wir ihn als sehr touristisch, mit vielen Souvenirshops und noch mehr Reisebussen. Die Fahrt mit der historischen Bahn war nett und die Ausblicke schön, jedoch hat es der Preis mit circa 50 Euro pro Ticket in sich. Da man in Norwegen auch auf den normalen Straßen traumhafte Ausblicke hat, würde ich diese Zugfahrt nur bedingt empfehlen.
Auf
unseren nächsten Stopp freuten wir uns ganz besonders, denn es ging
zum Jostedalsbreen Nationalpark, wo wir eine Gletscherwanderung
machen wollten. Im kleinen Ort Jostedal haben wir uns für zwei
Nächte einen Stellplatz auf dem Jostedal Campingplatz genommen. Der
Platz liegt direkt an einem Fluss, die sanitären Anlagen sind
neuwertig und sehr sauber und die Besitzerin
ist
sehr herzlich und hilfsbereit.
Nach
einer kalten aber ruhigen Nacht ging es am frühen Morgen los zum
Visitor Center, wo unsere Tour mit Icetrolls
startet. Die Tour kann einfach online
gebucht werden und es gibt die Möglichkeit,
mit dem Boot oder mit Kayaks zum Gletscher zu kommen. Wir entschieden
uns für die Variante mit dem Kayak und es hat sich wirklich gelohnt!
Nach kurzer Einweisung ging es los auf den hellblauen Gletschersee.
Unsere Gruppe bestand inklusive Guide nur aus 5 Personen, so hatten
wir viel Zeit zum Fragen stellen, aber auch um die Ruhe auf dem See
zu genießen. Mit dem Kayak konnten wir ganz nah an die Eisberge
ranfahren, die vor einigen Tagen vom Gletscher abgebrochen sind, und
diese sogar anfassen. Ein einmaliges Erlebnis!
Als
wir beim Gletscher angekommen sind, war die deutlich größere
Gruppe, die mit dem Boot gekommen ist, bereits fertig und so hatten
wir den kompletten Gletscher für uns. Ausgestattet mit Spikes und
einem Haltegurt ging es aneinandergekettet und im Entenmarsch den
Gletscher rauf. Immer voran unser Guide, der uns sicher den Weg wies.
Nachdem
wir einiges über Gletscher gelernt haben und uns sogar in eine
Gletscherspalte abseilen durften, ging es mit dem Kayak wieder
zurück. Kaputt,
aber total fasziniert vom Tag,
sind wir zurück zum Campingplatz gefahren. Die Tour mit Icetrolls
gehört in jedem Fall zu den Highlights unserer Reise und wir würden
sie jederzeit wieder machen!
Ursprünglich
hatten wir entschieden, nicht bis zum Geirangerfjord zu fahren. Unter
anderem, weil wir mehrfach gehört haben, wie touristisch und
überlaufen es dort ist. Da wir jedoch mehr Zeit hatten als
ursprünglich gedacht, sind wir dennoch dorthin gefahren – und wir
waren begeistert! Bereits der Weg nach Geiranger
ist unbeschreiblich schön und abwechslungsreich. Geiranger selbst
war zu dieser Jahreszeit (Ende September), sehr ruhig und fast
ausgestorben. Während unseres Aufenthaltes lag jedoch auch kein
Kreuzfahrtschiff an, andernfalls wäre es mit Sicherheit voller
gewesen.
Der
Campground, für den wir uns entschieden haben, liegt direkt am Fjord
und da außer uns nur noch 5 andere Wohnmobile dort waren, standen
wir in der 1. Reihe am Wasser. Die Aussicht auf den bekannten
Geirangerfjord war traumhaft!
Den
Rest des Tages sind wir durch den Ort gebummelt und haben die kleinen
Cafés und Souvenirshops besucht.
Am nächsten Tag haben wir uns für eine Bootstour über den Fjord entschieden. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir aus Geiranger los und konnten den beeindruckenden Fjord aus nächster Nähe bestaunen. Während der Fahrt erhält jeder Gast einen Audioguide, über den man viele Interessante Infos zum Fjord, dessen Geschichte und der Bewohner erfährt. Wir haben noch eine weitere Nacht in Geiranger verbracht, bevor es am nächsten Tag über die Fjorde in Richtung Bergen ging. Wir verbrachten noch einige Tage am Wasser und haben die Zeit genossen, bevor wir nach Bergen gefahren sind. Bergen selber hat uns gut gefallen, und man kann gut ein bisschen schlendern gehen. Wir müssen jedoch sagen, dass uns Stavanger noch besser gefallen hat.
Gegen Mittag haben wir am nächsten Tag die Fähre zurück nach Hirtshals in Dänemark genommen. Da die Fähre über Nacht fährt, lohnt es sich in jedem Fall eine Kabine zu buchen, damit man erholt ankommt. Unsere letzte Nacht haben wir in Eckernförde, etwas nördlich von Kiel, verbracht. Von hier sind es nur knapp 100 Kilometer bis nach Kayhude, wo wir am nächsten Morgen das Wohnmobil wieder abgeben mussten. Wir haben den Tag hauptsächlich mit packen und sauber machen verbracht und haben die letzten Stunden in unserem Wohnmobil genossen. Die Rückgabe bei McRent verlief unkompliziert und ging recht schnell. Das Fahrzeug musste besenrein, vollgetankt und mit leerem Toilettentank zurückgegeben werden.
Unsere erste Reise mit dem Wohnmobil ging leider schneller vorbei als uns lieb war. Wir haben die Zeit sehr genossen und waren von der Unabhängigkeit, die das Reisen mit dem Wohnmobil mit sich bringt, begeistert. Norwegen selber ist ein sehr Camperfreundliches Land, es gibt viele kostenlose Stellplätze und auch überall die Möglichkeit (kostenlos) sein Schmutzwasser abzulassen und frisches Wasser nachzufüllen. Die Natur ist unbeschreiblich schön und wir würden definitiv auch nochmal mit dem Wohnmobil nach Norwegen reisen!