In drei Wochen quer durch Neuseeland: Dieser Bericht zeigt die perfekte Route von Christchurch nach Auckland inklusive Insider-Tipps zu Freedom Camping und Stellplätzen.
Nach unserem Besuch in Chicago am 1. April (nur 2 °C) holten wir am 2. April unser Cruise America Wohnmobil (7,6 m) ab. Ein brandneues Wohnmobil mit nur 300 km…
Von Frankfurt bis runter an den wunderschönen Gardasee. Begleiten Sie Sandra auf ihrem herbstlichen Kurztrip.
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Moin, wir sind ein Teil des Teams von CU | Camper. Vier Personen – Jessica, Yvonne, Sabrina und Björn. Drei mal Marketingteam, ein mal Produktabteilung. Eigentlich stellen wir uns ungern in den Vordergrund, aber ausnahmsweise setzen wir uns – vor allem aber die Region Süddänemark – ein wenig in Szene.
Grund dafür: Der Wohnmobilvermieter Apollo RV, der schon seit Jahren beziehungsweise Jahrzehnten in Australien, Neuseeland und den USA etabliert ist, hat seine erste Europa-Station eröffnet. Praktisch direkt vor unserer Haustür, nämlich nur wenige Kilometer nördlich von Hamburg. Das wollten wir natürlich nutzen und für ein paar Tage die neuen Fahrzeuge der Flotte testen und durch die Gegend heizen. Geplant, getan. Dank der Unterstützung von Apollo durften wir sogar einige Tage vor offizieller Öffnung der Station „unsere“ Fahrzeuge entgegen nehmen: Einen Apollo Duo Plus (siebenhundert Kilometer ab Werk gefahren) und ein Fahrzeug der Kategorie Family Plus (ganze zwölf Kilometer auf dem Tacho). Nach einer ausführlichen Einweisung in die Technik, Tricks und Kniffe der Fahrzeuge ging es an die Formalitäten. Tipp von uns: Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihren Kreditkarten-Pin für die Hinterlegung der Kaution bereit halten. Unter Umständen ist es möglich, dass uns „Profis“ der Fehler unterlaufen ist, diesen erst über Umwege und mit einer kleinen Zeitverzögerung organisiert bekommen zu haben.
Tag 1-2: Hamburg bis Sønderborg (200 Kilometer)
Nachdem wir dann innerhalb von rund zwei Stunden alles abgewickelt hatten, war unser erster Zwischenstopp nur fünfhundert Meter von der Vermieterstation entfernt: Supermarkt! Spiel-Tipp: Raten Sie mal vor dem Einkauf für vier, fünf Tage und vier Personen, was die Utensilien und Lebensmittel für den Alltag so kosten. Wir haben uns dezent verschätzt. Der Einkauf war am Ende doppelt so teuer, wie vermutet. Dafür hatten wir viel gesundes an Bord. Naja ein wenig zumindest. Viel Naschkram trifft es eher.
Vom Supermarkt-Parkplatz aus ging es dann direkt auf die Autobahn und gen Norden. Die Region Süddänemark hatten wir als Ziel auserkoren – und dabei auf möglichst gutes Wetter gehofft. Wissen Sie, in Norddeutschland kann Ende April und Anfang Mai immer viel passieren. Zu Beginn der Tour hatten wir direkt mit grauen und schwarzen Wolken nicht ganz so gute Vorzeichen am Himmel ausmachen können. Spätestens mit den ersten Regentropfen irgendwo zwischen Rendsburg und Flensburg wurde uns ein wenig mulmig zumute. Rund zweieinhalb Stunden Fahrt hatten wir dann hinter uns, als wir schließlich Sønderborg beziehungsweise das Drejby Strandcamping erreichten.
Der zwischenzeitlich massive Regenschauer hatte sich glücklicherweise in Nieselregen gewandelt und den in zahlreichen Graufacetten strahlenden Himmel kannten wir Hamburger/innen ja auch schon. Somit freuten wir uns in erster Linie über die fantastische Lage unserer Stellplätze. Ungefähr sieben Meter trennten uns vom Ostseestrand. Auch die sanitären Anlagen auf dem Campground haben uns überzeugt. Wer Klischees von alten, unsanierten WCs und Duschen im Kopf hat, kann diese gern vergessen. Den Abend haben wir entspannt in einem der Wohnmobile verbracht. Spaghetti meets Kartenspiel meets Süßigkeiten. Im Hintergrund immer das Meeresrauschen, ansonsten totale Stille.
Tag 2: Von Sønderborg nach Haderslev (150 Kilometer)
Am nächsten Morgen profitierten wir beim Frühstück abermals von unserem ausgeuferten Großeinkauf. Danach hatten wir uns einige Sehenswürdigkeiten in und um Sønderborg herausgesucht, die wir besuchen wollten. Zunächst ging es bei grauem, aber trockenem Himmel direkt in die Innenstadt. In Wurfweite zum Hafen thront dort das altehrwürdige Schloss (bereits seit 1158 an Ort und Stelle). Dieses beherbergt ein Museum, das sich mit der Geschichte des Gebäudekomplexes und der Stadt befasst. Absolut empfehlenswert – einige Aha-Momente sind garantiert. Unser zweites Highlight des Tages befand sich etwas nördlich der Stadt. Der Fonden Universe Science Park ist ein Freizeitpark, der sich naturwissenschaftlichen Phänomenen widmet. Spaßfaktor inkludiert. Uns hat der Park regelrecht umgehauen – im positiven Sinne. Auf einem riesigen Park-Areal sind verschiedenste kleine Gebäude angesammelt, in denen Groß und Klein so einiges ausprobieren können. Von der Erstellung kleiner Filme über die Erkundung von Eishöhlen bis hin zu Virtual Realitiy-Erlebnissen finden sich im Park zahlreiche Aktivitätsmöglichkeiten. Wir hatten rund drei Stunden Zeit für den Park einkalkuliert – hätten allerdings gerne noch mehr Zeit gehabt.
Der Grund, warum es uns dann schon am Nachmittag weiter zog, war kulinarischer Natur. Wir wollten nämlich besonders leckere Pfannkuchen probieren. Die sollte es im Genner Hoel Pandekagehus geben. Kurz und knapp: Ja, der Zwischenstopp lohnt sich! Nach dem Snack hatten wir noch ein kleines Stück Fahrt vor uns. Es ging weiter nordwärts, rund eine halbe Stunde. Am frühen Abend erreichten wir dann das Sandersvig Camping nördlich von Haderslev bei inzwischen hervorragendem Wetter. Auch dieser Campingplatz gefiel uns auf Anhieb. Das Gelände hatte eine gute Größe (unserem Empfinden nach) und riesige Einzelkabinen mit Toiletten, Waschbecken und Dusche, die ihresgleichen suchen. Nur wenige Gehminuten vom Platz haben wir einen kleinen Strand vorgefunden, an dem wir uns das Meeresrauschen der Ostsee genüsslich „reingezogen“ haben, wie man heute sagt.
Sandersvig
Die größte Verzückung haben uns dann schließlich auf dem Rückweg viele Tiere bereitet, die rund um den Campingplatz an verschiedenen Orten gehalten wurden. Neben freilaufenden Katzen waren es Ziegen, Pferde, Gänse, Hirsche und kleine Kaninchen, die in verschiedenen Gehegen auf uns warteten. Sie alle freuten sich im wahrsten Sinne tierisch über unsere Bemühungen, ihnen leckere Gräser zu organisieren. Haben wir natürlich getan. Während der Rest der Herde sich bereits einige hundert Meter entfernt auf die Nacht einstellte, gesellte sich eine einzelne Hirschkuh zu uns, als schließlich die Sonne in den denkbar tiefsten Orangetönen die gesamte Umgebung erleuchtete. Wie gemalt!
Am dritten Tag unserer Rundreise haben wir am frühen Morgen die beiden „Seen“ getauscht. Von der Ostsee ging es nämlich direkt an die Nordsee. Dazwischen: Über rund achtzig Kilometer satte, noch in Morgentau gehüllte grüne Landschaften, zahllose gelb leuchtende Rapsfelder und urige kleine Ortschaften. Über einen langen vom Wasser umgebenen Damm ging es dann auf die Nordseeinsel Rømø. Dort war unser erstes Ziel das Reitcenter des Hotels Kømmandørgården. Sabrina und Jessica wollten sich dort einen lang ersehnten Traum verwirklichen – einmal mit Pferden am Strand reiten. Eine knappe Stunde bereiteten die beiden mit einigen anderen sich und ihre Islandpferde vor. Dann ging es los – auf eine knapp eineinhalbstündige Tour auf den Lakolk-Strand. Die Sonne hielt sich an jenem Morgen versteckt, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Die kleine Gruppe mit Reitbegeisterten aus Niedersachsen, den Niederlanden und unseren Hamburger Mädels kam mit strahlenden Gesichtern von der Tour zurück.
Just
in jenem Moment zeigte sich dann auch die Sonne erstmals – und rund
eine Stunde später strahlte dann der Himmel über Rømø komplett
blau und die Temperaturen knackten die 20 °C-Marke. Das nutzten wir
Feinschmecker, um eine weitere These zu bestätigen. Diese besagte,
dass das „beste Eis Dänemarks“ (O-Ton) nahe des
Lakolk-Strandes zu ergattern wäre. Als wir die rund zwanzig Meter
lange Schlange vor dem „Café Fru Dax“ sahen (wir reden
hier wohlgemerkt von der Mittagszeit an einem Wochentag Ende April!),
hob den Spannungsbogen dann ins schier unermessliche. Rund zwanzig
Minuten später waren wir dann dran – und total überfordert ob der
großen Auswahl an Eis und zugehörigen Leckereien in allen
erdenklichen Farben und Formen. Nochmal zwanzig Minuten später saßen
wir alle vollgestopft und glücklich vor dem Café und erfreuten uns
an der Sonne.
Der Nachmittag begann mit einer Shoppingtour in den direkt ans Café angrenzenden Geschäften. Wir alle wurden fündig – von kleinen Souvenirs bis hin zu Kleidung ergatterten wir einiges. Nachdem alle Tüten in den Wohnmobilen verstaut waren, gingen wir dann vom Campingplatz aus auf dem riesigen Lakolk-Strand spazieren. Der gefühlt vier Kilometer breite Strand war ein absolutes Erlebnis für uns. Zahlreiche Autos heizten über den Sand – ein surreales Bild. Die Kombination Sandstrand, blauer Himmel und Sonne begeisterte uns so sehr, dass wir rund zwei Stunden am Wasser verbrachten, bevor wir am frühen Abend wieder unsere Wohnmobile aufsuchten. In denen kochten wir und genossen dann in der Abendsonne vor unseren Fahrzeugen ein leckeres Essen. Die Stimmung wurde erst getrübt, als wir am späteren Abend feststellten, dass sich unsere noch vor zwei Tagen schier unendlichen Süßigkeitenvorräte auf wundersame Weise dem Ende entgegen neigten.
Tag 4: Rund um Rømø
Nach der dritten Nacht im Wohnmobil hielt sich unser Wetterglück und so konnten wir wiederum auch draußen frühstücken. Danach führte uns eine rund zehnminütige Fahrt zum Naturcenter Tønnisgaard, bei dem wir uns zum Bernsteinschleifen angemeldet hatten. Unter fachkundiger Hilfe durften wir uns dafür zu Beginn verschiedene rohe Bernsteine aussuchen – teilweise bereits mit einem vorgebohrten Loch. Diese bearbeiteten wir mit Schleifpapier. Erstaunlich schnell wurden unsere Steine immer glatter und glänzender – auch einige Einschlüsse zeigten sich nach und nach. Rund eineinhalb später Stunden hatten wir jeweils einen oder zwei Steine so weit bearbeitet, dass wir sie polieren konnten. Währenddessen erfuhren wir einiges über die Region und das Sammeln der Steine von einer Mitarbeiterin des Naturcenters, die sich zu uns gesellt hatte. Auch dank ihrer hilfreichen Tipps nahmen wir schließlich alle unsere selbstgeschliffenen Einzelstücke mit nach Hause – eine schöne Erinnerung an die Tour!
Da
uns der Lakolk-Strand am Vortag so begeistert hatte, wollten wir
anschließend mit unseren Wohnmobilen selbigen erneut aufsuchen. Mit
den Fahrzeugen fuhren wir auf den breiten Sandstrand, was uns nochmal
neue Eindrücke bescherte. Unweit des Wassers parkten wir und
bereiteten uns – mitten am Strand – auf das Mittagessen vor. Das geht
in dieser Form tatsächlich nur mit Wohnmobilen. So ließen wir uns
das Essen mit bestem Blick aufs Wasser schmecken. Den Rest des
Nachmittags fuhren wir ohne bestimmtes Ziel über Rømø, um
möglichst viele landschaftlichen Eindrücke zu gewinnen. Unser
einstimmiges Fazit: Die Insel ist eine wunderschöne Perle in der
Nordsee und hält mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas passendes
bereit – egal, ob über zwei Tage oder eine Woche.
Den
letzten Abend ließen wir bei einem Glas Wein und einem Kartenspiel
entspannt ausklingen. Nur durch die Dünen vom breiten Lakolk-Strand
und der Nordsee getrennt. Über uns ein fantastischer Sternenhimmel.
Von Rømø nach Hamburg (250 Kilometer)
Am Abreisetag war das Wetter morgens wiederum gut. Es gab erneut ein ausgiebiges Frühstück im Freien, danach widmeten wir uns dem Ablassen der Abwassertanks. Das ging mit den beiden Fahrzeugen erfreulich einfach – wir mussten sie lediglich über einer Bodenöffnung parken und jeweils zwei Hebel betätigen. Schon schoss das Wasser in das Loch. Auch die Entsorgung der Toiletten war einfach – sie erfolgte, indem man dem Fahrzeug eine kleine rollkofferähnliche Box entnahm und sie entleerte.
Nachdem
wir dann Rømø verließen, ging es wieder in Richtung Hamburg.
Einige Zwischenstopps legten wir noch ein, um die Fahrzeuge vor
Rapsfeldern in Szene zu setzen – die gelben Blüten und der blaue
Himmel ergaben in Kombination tolle Motive. Einen weiteren spannenden
Ort fanden wir beim kleinen Ort Visby. Dort sollte sich eine alte
Schlossruine befinden – und auch die erkundeten wir natürlich. Die
altehrwürdigen, teilweise fast abgerissenen Mauern der Trøjborg
versprühen an Ort und Stelle einen besonderen Charme. Das Gelände
eignet sich übrigens mit seiner Brücke und dem Torbogen auch
hervorragend als Fotokulisse.
Nur
wenige Kilometer weiter südlich legten wir unseren letzten
Zwischenstopp ein, im kleinen Örtchen Højer. Der Ort grenzt an das
Marschland – das lässt sich mit einem Blick hinab vom Wasserturm im
Ortszentrum Højers gut erkennen. Nicht nur jener Wasserturm ist
eines der architektonischen Highlights der kleinen Stadt. Eine
Holländer-Windmühle aus dem 19. Jahrhundert und einige weitere
historische Bauten machen den Ort für Besucher interessant.
Erwähnenswert ist zudem die Schleuse des Ortes, die am Højer-Kanal
liegt. Von ihr aus ergibt sich ein toller Rundumblick über die
flache Landschaft und die Ausläufer des Wattenmeeres. Wir parkten
unsere Wohnmobile an jener Schleuse, um eine kleine Mittagspause
einzulegen, bevor es dann zurück nach Hamburg ging.
Unser Fazit
Wir
waren zwar nur fünf Tage unterwegs – gefühlt waren es aber doppelt
so viele. Die Region Sønderjylland hat uns sehr gefallen – und
unsere vorherigen Erwartungen sogar übertroffen. Die Küstennähe,
die Historie, die abwechslungsreichen Strände und zugegeben auch das
Eis haben es uns angetan. Besonders positiv hervorzuheben sind auch
die allesamt toll gelegenen und mit modernen sanitären Anlagen
ausgestatteten Campingplätze. Wir haben zwar nur derer drei auf
dieser Tour besucht. Unseren eigenen Erfahrungen und denen unserer
Kunden nach zu urteilen scheint dies sowohl in Süddänemark, ebenso
wie im Rest des Landes jedoch insgesamt der Fall zu sein.
Die
neuen Wohnmobile von Apollo haben uns ebenso vollends überzeugen
können (bis auf minimale Abzugspunkte, da die Matratzen noch recht
hart waren – was angesichts brandneuer Fahrzeuge jedoch verständlich
ist). Sowohl der Duo Plus, als auch der Family Plus bieten viele
Annehmlichkeiten, eine praktische Einrichtung und genügend Platz für
jeweils zwei Personen. Im Family Plus finden sogar drei Personen
Platz – auch wenn es dann schon kuschelig wird. Wir haben uns darauf
beschränkt, die Toiletten nur in Notfällen zu nutzen – in der Regel
haben wir jene von Campingplätzen, Restaurants und anderen
Einrichtungen genutzt. Auch das Duschen haben wir auf die jeweiligen
Campingplätze ausgelagert. Dennoch ließen sich beide Möglichkeiten
auch ohne Probleme in den Fahrzeugen abdecken.
Entsprechend
können wir eine Wohnmobilreise in den Süden Dänemarks
uneingeschränkt und besten Gewissens weiter empfehlen. Es gibt
vieles zu entdecken, freundliche Menschen und einige Attraktionen –
auch abseits der Nord- und Ostseestrände. Ab Hamburg ist die Region
schnell erreichbar. Natürlich bietet sich ein mehrtägiger
Aufenthalt in der Region auch für alle an, die noch nördlicher
reisen möchten.
Überzeugen
Sie sich selbst von jener – auf den ersten Blick vielleicht
unauffälligen – Region und lassen Sie sich ebenso wie wir von ihrer
Schönheit verzaubern!
Yvonne, Jessica, Sabrina und Björn aus dem CU | Team, Mai 2019