Mit dem Wohnmobil die Nordseeküste entdecken

Die deutsche Nordseeküste ist unter Wohnmobilurlaubern besonders beliebt. Das hat seine Gründe: Die langen Sandstrände und die flachen Watt- und Deichlandschaften vermitteln - fast wie in einer bekannten Bierwerbung - ein Gefühl von Freiheit, Gelassenheit und Weite.

Dabei gibt es an der Nordseeküste viel zu entdecken. Wir stellen im Folgenden einen Routenvorschlag vor, der gleichermaßen den Wunsch nach Erholung bedient, wie auch den Drang, besondere Orte zu entdecken. Um mit dem Wohnmobil Nordseeküsten und das norddeutsche Flachland zu entdecken, bietet es sich an, ab Hamburg zu starten. Alternativ ist auch die Wohnmobilübernahme ab Bremen eine Option. Die folgende Route ist – je nach den persönlichen Wünschen – für eine Reisedauer von rund neun bis zwölf Tagen ausgelegt.

Highlights der Route

  • Hamburg
  • Helgoland
  • Bremerhaven
  • Norderney
  • Bremen
© Meduana / Unsplash
Die Hamburger Speicherstadt
© Christoph Mahlstedt / Unsplash
Elbphilharmonie in Hamburg

Von Hamburg bis Cuxhaven

  • Tag: 1 bis 3
  • Entfernung: 150 Kilometer

Wer mit der Nordsee-Wohnmobilrundreise in der Metropole Hamburg beginnt, darf sich gerne zwei oder drei Tage vor oder nach der Reise in der Stadt selbst auf Entdeckungstour begeben. Zwischen Hafen, Elbphilharmonie, Reeperbahn, Alster und den Shoppingmöglichkeiten in der Altstadt ist definitiv für jeden Geschmack etwas geboten.

Sobald die Hansestadt ausgiebig erkundet wurde, kann die Fahrt mit dem Wohnmobil in Richtung Nordsee starten. Dabei geht es zunächst entlang der Elbe durch das Alte Land. Besonders im Sommer und Herbst zeigt sich jene Region von ihrer besonders schönen Seite. Entlang der malerischen Straßen und kleinen Feldwege stehen tausende Apfelbäume – die sowohl in ihrer Blütezeit, als auch später mit den Äpfeln eine wahre Pracht sind. Nach rund eineinhalb Stunden Fahrt wird schließlich der Ort Wingst erreicht. Dort ist – besonders für Familien – der ansässige Zoo ein empfehlenswerter Anlaufpunkt. Mitten im norddeutschen Flachland können Löwen, Braunbären oder Kängurus beobachtet werden. Nach den tierischen Erlebnissen sind es nur noch rund dreißig Kilometer, bis die Nordseeküste erstmals erreicht wird. Das erste Aufeinandertreffen mit dem Meer findet in Cuxhaven statt.

Am historischen Anlegehafen „Alte Liebe“ lohnt sich dabei ein Spaziergang direkt am Wasser.

Tipp

Um den Tag entspannt ausklingen zu lassen, bietet es sich an, für die erste Nacht der Wohnmobil-Nordseerundreise auf dem Campingplatz Wattenlöper einzuchecken. Dieser liegt nur rund einhundert Meter vom Sandstrand entfernt im kleinen Ort Duhnen.

Am nächsten Tag kann beispielsweise bei passendem Wetter eine Wanderung durch das Wattenmeer unternommen werden. Durch die Gezeiten bedingt zieht sich das Wasser täglich für einige Stunden zurück und eröffnet den Weg in eine einzigartige Landschaft. Besonders beliebt sind in der Region Wattwanderungen bis zur Insel Neuwerk. Wer das erste Mal eine Wattwanderung unternimmt, kann (und sollte sogar) an geführten Wanderungen teilnehmen. Alternativ können die Stadt Cuxhaven, ihre Vororte und die langen Strände genauer unter die Lupe genommen werden. Nach einem Tag in faszinierender Natur steht die nächste Übernachtung an. Am nächsten Morgen wird das Wohnmobil gegen eine Fähre getauscht – sofern gewünscht. Empfehlenswert ist eine Fährfahrt auf deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland allemal. Diese erfolgt ab Cuxhaven und dauert pro Tour zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Entsprechend sollte ein gesamter Tag für den Ausflug auf die Insel eingeplant werden, bevor der Abend dann wiederum gemütlich in Cuxhaven ausklingt.

© Christian Horz / Shutterstock
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Die Hochseeinsel Helgoland

Von Cuxhaven bis Norden

  • Tag: 4 bis 7
  • Entfernung: 200 Kilometer

Der nächste Tag der Wohnmobil-Nordseerundreise führt zunächst in die nächste große Stadt: Bremerhaven. Die Stadt hat insbesondere kulturell einiges zu bieten. Unter anderem das Deutsche Auswandererhaus oder auch das Klimahaus Bremerhaven sind empfehlenswerte Institutionen. Nach einem Zwischenstopp und einer Erkundungstour in der Stadt geht es dann weiter entlang der Küste – rund um den Jadebusen. Ziel des Tages ist Wilhelmshaven. Dort können Interessierte beispielsweise dem Deutschen Marinemuseum einen Besuch abstatten. Direkt daran angrenzend lohnt sich ein Spaziergang am Deich bis zum Querfeuer „Alte Mole“. Auch ein Spaziergang über die altehrwürdige Kaiser-Wilhelm-Brücke – die übrigens ein tolles und beliebtes Fotomotiv ist – bietet sich an. Für die Übernachtung kann das Wohnmobil auf dem Campingplatz Hooksiel abgestellt werden. Dieser befindet sich etwas nördlich von Wilhelmshaven direkt in Sichtweite der Nordsee und bietet alles, was das Camperherz begehrt. Durch jahrzehntelange Erfahrung – der Campingplatz ist einer der ältesten in Deutschland – bleibt kaum ein Wunsch unerfüllt.

Am nächsten Tag lohnt sich eine Tour auf eine der ostfriesischen Inseln. Sieben größere von ihnen gibt es, zwei sind mit dem Wohnmobil befahrbar (Borkum und Norderney) – generell sind aber alle mehr oder minder regelmäßig gut mit Fähren erreichbar. Wer ohne Wohnmobil die malerischen Inseln erkunden möchte, kommt in der Regel überall gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurecht. Spaziergänge am Strand, der Besuch in einer der urigen Gaststätten oder das Schlendern durch die Ortskerne sorgen für Entspannung. Soll das Wohnmobil hingegen mit auf die Insel, bietet sich insbesondere ein Besuch auf Norderney an. Im Osten der Insel liegt der Campingplatz Eiland mit einigen Stellplätzen. Etwas weiter in Richtung des Ortskerns von Norderney ist zudem der Campingplatz Um Ost malerisch gelegen. Entsprechend kann nach einem Tag voller Entdeckung und Entspannung auf einem der Plätze das Nachtquartier eingerichtet werden. Die Erkundung der Insel kann beispielsweise mit einer Wanderung zum Leuchtturm Norderney abgerundet werden.

Der nächste Tag (oder der übernächste, je nachdem wie viel Zeit auf den Inseln verbracht werden soll) führt dann wieder aufs Festland. Entlang der Küste geht es weiter gen Westen bis zum Ort Norden. Dieser – beziehungsweise das angrenzende Norddeich – liegt an der Nordseeküste der Insel Juist gegenüber. Praktischerweise ist dort ein weiterer hervorragender Campingplatz beheimatet, sodass das Wohnmobil direkt wieder abgestellt und die kleinen Orte und Strände bequem zu Fuß erreicht werden können.

Der Campingplatz Nordsee-Camp Norddeich ist unter Wohnmobilisten ebenso bekannt wie beliebt.

Campingplatz

Durch seine hervorragende Lage ist er ein optimaler Ausgangspunkt für den einen oder anderen Spaziergang oder bei Sommerwetter für einen Strandbesuch. Nach einer weiteren Übernachtung in Norddeich beginnt dann auch schon die Rückreise, die nochmals durch spannende Städte führt.

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Sonnenaufgang bei Cuxhaven
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Robbe am Nordseestrand
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Das Wattenmeer bei Ebbe
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Sanddüne am Nordseestrand
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Mit dem Wohnmobil am Nordseestrand
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Die Altstadt Bremen

Von Norden bis Hamburg

  • Tag: 8 bis 9
  • Entfernung: 300 Kilometer

Die erste jener Städte, die passiert wird, ist nach rund einhundert Kilometern Fahrt Oldenburg. Für eine Erkundung sollte ein halber Tag eingeplant werden, um genügend Zeit zu haben. Besonders sehenswert sind das Oldenburger Schloss und der angrenzende Botanische Garten. Nach einer Entdeckungstour steht in der Stadt ein großes gastronomisches Angebot zur Verfügung – über ein Dutzend Restaurants und Cafés laden zum Schlemmen ein.

Das zweite Teilstück des Tages, rund fünfzig Kilometer lang, führt mit dem Wohnmobil in die Hansestadt Bremen. In der Metropole an der Weser können sich all jene austoben, die die Wohnmobil-Nordseerundreise mit einer Shoppingtour beenden möchten – mehr als genug Geschäfte sind rund um das Stadtzentrum angesiedelt. Im direkten Umland sind zudem größere Outlets ansässig, sodass Shopaholics gut und gerne einen Tag Zeit einplanen sollten. Ansonsten gibt es rund um das Bremer Rathaus zahlreiche historische Gebäude zu sehen. Auch der St. Petri-Dom ist absolut sehenswert. Für die letzte Übernachtung kann beispielsweise der am nördlichen Stadtrand gelegene Campingplatz Hanse Camping genutzt werden, der bestens auf Wohnmobilurlauber eingestellt ist.

Das letzte Stück der Rundreise führt danach wieder zurück in Richtung Hamburg. Wer noch weitere Highlights des Nordens entdecken möchte, kann auf dem Weg dorthin entweder die Lüneburger Heide oder das Heide Park Resort in Soltau besuchen. Letzteres ist insbesondere für Familien mit Kindern ein großartiger Abschluss für die Wohnmobilreise, bevor das Fahrzeug wieder abgegeben wird.

Überzeugen Sie sich selbst von den weiten Landschaften, den atemberaubenden und schroffen Küsten, malerischen Stränden, den einsamen kleinen Orte und trubeligen Städten, die mit dem Wohnmobil an der Nordsee erlebt werden können. Das passende Fahrzeug finden Sie auf der Webseite von CU | Camper. In der Suche können der Wunschübernahme- und Abgabeort gewählt, Fahrzeuge verglichen und bequem online gebucht werden. Wir wünschen einen tollen und erholsamen Urlaub an der Nordsee!

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