In drei Wochen quer durch Neuseeland: Dieser Bericht zeigt die perfekte Route von Christchurch nach Auckland inklusive Insider-Tipps zu Freedom Camping und Stellplätzen.
Nach unserem Besuch in Chicago am 1. April (nur 2 °C) holten wir am 2. April unser Cruise America Wohnmobil (7,6 m) ab. Ein brandneues Wohnmobil mit nur 300 km…
Wir holen am 06.10.2025, nachdem wir uns schon ein bisschen an den nordamerikanischen Verkehr gewöhnt haben – wir sind bereits drei Tage da und haben die Niagarafälle und Freunde bei…
CU | Camper verwendet Cookies zur Personalisierung von Inhalten, um Ihnen das bestmögliche Website-Erlebnis zu bieten und zur Analyse anonymer nicht personenbezogener Daten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
Nach unserer ersten Reise durch Westkanada im letzten Jahr stand für uns schnell fest: Das war nicht das letzte Mal. Die Eindrücke, die Ruhe, die Weite – all das hatte uns so begeistert, dass wir uns entschlossen, die Route noch einmal leicht abgeändert und erweitert zu fahren.
Im Mai und Juni 2025 war es dann soweit: Wieder im Camper, wieder mit unserer Tochter (inzwischen fast zwei Jahre alt), wieder durch die atemberaubende Natur British Columbias. Und auch wenn vieles vertraut war – es war dennoch ein neues Erlebnis.
Die Route
Unsere Tour startete und endete erneut in Vancouver (BC), wo wir unseren gut ausgestatteten Camper von Fraserway übernahmen.
1. Stopp Vancouver Island Victoria (Fähre Tsawwassen – Swartz Bay)
Durch eine kleine Wiederholung der Strecke hatten wir den Vorteil, diesmal viel entspannter anzugehen. Wege waren vertraut, Fährzeiten bekannt, Campgrounds erprobt. Das gab uns mehr Freiraum für spontane Pausen und neue Eindrücke entlang des Weges.
Ein Highlight dieser Reise – wie auch schon beim ersten Mal – waren die Fahrten mit den BC Ferries. Diese großen, sehr gut ausgestatteten Schiffe verbinden nicht nur Küstenorte und Inseln, sie schenken einem auch eine willkommene Pause vom Fahren und einen Perspektivwechsel.
Ob auf dem Außendeck oder durch die Panoramafenster – der Blick auf das weite Wasser, kleine Inseln, bewaldete Hänge und die Bewegungen der Fähre machten jede Überfahrt zu einem besonderen Moment. Für unser Kind war die Fährfahrt ein kleines Abenteuer, für uns eine Gelegenheit zum Durchatmen. Und man hat auch hier schon eine gute Chance, Wale zu sichten.
Kurze Stopps auf Vancouver Island
Bereits letztes Jahr besuchten wir Victoria, es durfte aber auch dieses Mal nicht fehlen, da wir unbedingt Orcas sehen wollten, daher buchten wir hier eine Whale Watching Tour und waren erfolgreich, wir durften die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Es war atemberaubend!
In Nanaimo kannten wir bereits den Living Forest Oceanside Campground & RV Park, dieser ist toll gelegen mit einem wahnsinnig tollen Ausblick aufs Meer, er diente für uns nur als kurzer Zwischenstopp. Weiter ging es mit der Fähre von Comox zur Sunshine Coast, nach Powell River, hier begann unsere Reise erst richtig.
Highlight Sunshine Coast
Unser Abenteuer begann im kleinen Ort Lund, offiziell Kilometer 0 des Highway 101, der sich von hier bis nach Südamerika (!) erstreckt. Lund selbst ist winzig, charmant und direkt am Wasser gelegen. Ein Kaffee und eine legendäre Zimtschnecke bei Nancy’s Bakery durften hier natürlich nicht fehlen. Ein entspannter Start entlang der Sunshine Coast. Die Luft war klar – genau, was man braucht, um runterzukommen.
Unser nächster Stopp war Egmont, ein verschlafener Ort an der Nordspitze des Sechelt Peninsula. Hier machten wir eine kleine Wanderung, denn unser Ziel waren die Skookumchuck Narrows – eine Naturgewalt! Bei Flut erzeugt der Gezeitenwechsel riesige stehende Wellen und Strömungen.
Letzter Stopp: Sechelt, die „Hauptstadt“ der Sunshine Coast. Hier verschmelzen Natur, indigene Kultur und modernes Leben. Wir schlenderten durch Läden, gingen an der Strandpromenade spazieren, besuchten kleine Cafes und eine Eisdiele. Hier übernachteten wir im Porpoise Bay Provincial Campground, toll am Wasser gelegen, mit kleinem Strandabschnitt, Spielplatz und Liegewiese direkt am Sechelt Inlet. Von Langdale ging es mit der Fähre zurück aufs Festland nach Horseshoe Bay, ein wiederholter Stopp in Whistler durfte nicht fehlen.
Whistler – mit Bärensichtung
Einer der wohl eindrucksvollsten Momente dieser Reise passierte in Whistler: Während einer Wanderung durch das Umland begegneten wir tatsächlich einem Schwarzbären am Straßenrand. In Kombination mit der Aussicht von der Whistler Gondola und den vielen Wanderwegen in der Umgebung, wurde Whistler erneut zu einem Höhepunkt der Reise.
Neue Freunde unterwegs
In Lund haben wir eine andere Familie kennengelernt, die ebenfalls mit dem Camper unterwegs war – mit zwei Kindern in ähnlichem Alter wie unseres. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Die Kinder haben direkt zusammen gespielt, und auch wir Erwachsenen hatten sofort einen guten Draht zueinander.
Was wir nicht geahnt hatten: Wir haben uns später ganz zufällig wieder getroffen – zuerst in Sechelt und dann sogar noch einmal in Whistler, jedes Mal auf demselben Campingplatz. Die Kinder waren begeistert, ihre neuen Freunde wiederzusehen. Sie haben gemeinsam die Spielplätze erkundet, stundenlang gespielt und viel gelacht. Es war schön, unterwegs so tolle Menschen kennenzulernen und diese kleinen Begegnungen haben die Reise noch besonderer gemacht – für uns und unser Kind.
Campingplätze mit Wohlfühlfaktor
Zwei Campgrounds möchten wir besonders hervorheben: Der Whistler RV Park and Campgrounds – ruhig gelegen, gut organisiert, mit schönem Blick in die Berge und guter Anbindung an die Region, Spielplatz und einen tollen thailändischen Restaurant.
Der Eagle Wind RV Park in Aldergrove: sehr saubere Anlage, gute Infrastruktur und ideal als letzte Station für uns, vor der Rückgabe des Campers.
Alle anderen Plätze entlang der Route waren ebenfalls schön und angenehm – es gab keine negativen Erfahrungen, weder hinsichtlich Sauberkeit noch Ausstattung.
Unser Fazit zur Reise an die Sunshine Coast: eine entspannte Auszeit mit vielen ruhigen, kaum touristisch erschlossenen und traumhaft schönen Orten, die zum Verweilen einladen.