Wir (zwei Erwachsene + siebzehnjährige Tochter) starteten am kalten 10 Dezember 2019 in Frankfurt. Unsere etwas seltsame Anreise über Sofia und Qatar nach Auckland war dem günstigen Reisepreis geschuldet. Wir kamen nach einer Hotelübernachtung in Sofia und der langen Flugreise am Freitag früh Morgens in Auckland an und wurden dort nach einem Anruf bei Jucy sofort abgeholt. Die Übergabe ging sehr flott vor sich und wir übernahmen den betagten Condo (über 200.000 Kilometer) ganz in der Nähe des Flughafens.
Da wir entfernte Verwandte in der Nähe von Auckland haben, sind wir bis Montag bei ihnen geblieben um den Jetlag zu kompensieren. Sie zeigen uns in dieser Zeit Auckland und Umgebung. Unsere Reise führte uns zuerst Richtung Südosten nach Coromandel. Hier mussten wir feststellen, dass in der Hochsaison in Neuseeland trotzdem die Strände leer sind. Der Verkehr auf unserem Weg Richtung Rotorua nahm auch nicht zu, sondern es wurde leerer auf den Straßen. Von Roturua fuhren wir weiter in den Taupo District. Von dort fuhren wir Richtung Südwest an die Westküste der Nordinsel und weiter nach Wellington.
Dort hatten wir zwei Tage eingeplant und uns die Stadt und Umgebung angesehen. Das hat sich bei schönstem Wetter auch sehr gelohnt. Unsere im Voraus gebucht Fähre brachte uns pünktlich und mit Sichtung einiger Delfine sicher nach Picton. Unsere weitere Reise führte uns in den Malborough Sound in den Abel Tasman Park, einem der Highlights der Reise. Dort verbrachten wir die Weihnachstage bei bestem Wetter. Wir fuhren weiter an der Westküste über den Buller und Grey District bis Te Anau.
Von dort ging unsere Reise weiter zum stark touristisch geprägten Milford Sound. Mir gefiel die Reise dorthin besser, als der Sound selbst. Unser Jucy Condo brachte uns weiter an unseren südlichsten Punkt der Reise, welcher auch der südlichste Punkt der Südinsel ist. Von dort fuhren wir weiter an der Ostküste über Dunedin Richtung Christchurch.
Von dort ging es ins Inland zum höchsten Berg Neuseeland, dem Mount Cock.
Wissenswertes
Den Gipfel sahen wir erst, nachdem die Wolken sich verflüchtigt hatten. Wir fuhren zurück an die Ostküste und trafen dort an vielen Stellen auf Robben mit ihren Heulern. Die Reise ging zurück über Picton und Wellington auf die Nordinsel. Diese durchquerten wir zügig, weil es die Zeit noch zuließ, an den nördlichsten Punkt Neuseeland zu kommen – den Cap Reinga.
Von dort ging es über den 90 Mile Beach zurück nach Auckland. Der Rückflug war der längste meines Lebens. Eine Etappe dauerte 18 Stunden, von Auckland nach Qatar.
Fazit der Reise: In 5 Wochen kann man viel sehen und erleben, man sollte aber wenn möglich sich doppelt so viel Zeit nehmen. Es lohnt sich, wir kommen wieder.
Über die Erfahrung mit Jucy kann ich Folgendes berichten: Von Anfang an hatten wir Probleme mit dem Abfluss der Spüle. Dieser Fehler konnte auch von den hilfsbereiten Mitarbeitern von Jucy in Queenstown nicht behoben werden. Sie boten uns an das Fahrzeug zu tauschen, aber da der Abfluss nach dem Reparaturversuch etwas besser funktionierte, haben wir uns den Wechsel erspart (keine Lust, alles umzuräumen). Unser Condo hatte schon über 200.000 Kilometer auf dem Tacho und war circa sieben Jahre alt, aber technisch ok. Die Optik hat in den sieben Jahren stark gelitten, aber die Rückgabe war sehr problemlos. Die Transfers waren schnell und sicher und wir würden wieder über CU | Camper ein Jucy-Fahrzeug mieten.
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