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Endlich begann unsere Reise! Wir fuhren Ende Mai 2026 zu McRent nach Kayhude in der Nähe von Hamburg und übernahmen pünktlich unseren Begleiter für die nächste Woche – ein Fahrzeug aus der Kategorie ‘Urban Luxury’. Wir hatten Glück und durften uns über ein neues Fahrzeug freuen, gerade einmal 15 Kilometer wurde dieses bis dahin bewegt.
Zuhause beluden wir das Wohnmobil mit allem, was wir für die Reise brauchten und schon konnte es losgehen in Richtung Dänemark. Wir entschieden uns dazu, keine Campingplätze im Voraus zu buchen, wir wollten uns treiben lassen und entschieden Tag für Tag mit der App ‘park4night’, wo wir abends anhalten wollten.
Am ersten vollen Tag machten wir uns auf den Weg in Richtung Rømø. Wir entschieden uns, abseits der Autobahn zu fahren und wurden somit zum westlichsten Grenzübergang gelotst. Zwischen Wiesen, Meer und den Schafen passierten wir also die Grenze. Für große Wohnmobile ist die Strecke nicht unbedingt zu empfehlen, da dem Gegenverkehr, der hier allerdings selten auftritt, kaum ausgewichen werden kann. Für uns war es ein kleines Abenteuer, wir grüßten die Schäfer am Straßenrand und hielten wenig später kurz vor Rømø auf einem Parkplatz direkt am Meer mit Blick auf Sylt.
Wir packten unsere Campingstühle aus und ließen uns unser Mittagessen schmecken. Auf Rømø angekommen, machten wir einen Abstecher zum Südstrand, stellten unseren Camper am Strand ab und spazierten eine Zeit in der Sonne und ließen uns die Nordseeluft um die Nase wehen.
Quartier bezogen wir abends auf dem ‘Oasen Rømø’, einem gemütlichen Campingplatz, dessen Stellplätze um kleine Lagunen angelegt sind. Wir grillten, genossen die Abendsonne und machten es uns dann in unserem Dachzelt bequem. Wir hatten den Luxus, ein Dachzelt mit Doppelbett und auch im hinteren Fahrzeugteil ein Doppelbett zu haben, weswegen wir natürlich beide Schlafmöglichkeiten austesten wollten.
Am nächsten Morgen frühstückten wir draußen vor dem Camper und beschlossen, in Richtung Hvide Sande zu fahren. Auch an diesem Tag wollten wir möglichst abseits der Autobahn fahren und ließen uns vom Navi an der Westküste Dänemarks entlang lotsen. Unterwegs hielten wir am Leuchtturm in Blåvand, lasen uns die Infotafeln durch und besuchten das kleine Visitor Center mit Informationen rund um den Windpark vor der Küste. In Hvide Sande angekommen, peilten wir einen Campingplatz direkt hinter den Dünen an und ließen den Abend mit einem kleinen Strandspaziergang ausklingen.
An den Dünen vorbei direkt an den Strand von Hvide Sande
Unser nächstes Ziel sollte der Thy-Nationalpark werden. Also machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden und fuhren mal wieder abseits der Autobahnen, sodass ein heutiges Highlight die Überfahrt mit der Fähre von Thyborøn nach Agger war.
Auf der anderen Seite angekommen, fuhren wir zuerst ins Visitor Center des Nationalparks, deckten uns mit Karten ein und bezogen dann unseren Campingplatz ‘Nystrup Camping Klitmøller’. Ein wunderschön angelegter Campground, auf dem unterschiedliche Stellplätze ausgewählt werden können.
Besucher haben die Möglichkeit, auf einer Wiese zu stehen oder Stellplätze auszuwählen, die von drei Seiten mit dichter Hecke und Bäumen bewachsen sind, sodass etwas mehr Privatsphäre geboten ist. Wir entschieden uns für einen großen Stellplatz zwischen den Bäumen und genossen die Ruhe. Nachmittags spazierten wir am Strand entlang, schauten uns die Bunkerruinen an und wanderten durch die Dünen über einen kleinen Teil des Wanderweges ‘Rettungsstraße’ zurück.
Der nächste Morgen startete mit Regen und ließ es im Camper noch gemütlicher werden. Wir frühstückten Pancakes mit Äpfeln und Blaubeeren und starteten ganz bequem in den Tag. Da für den gesamten Tag Regen angesagt war, entschieden wir uns, weiter Richtung Norden zu fahren und am nächsten Tag, bei hoffentlich besserem Wetter, in Skagen spazieren gehen zu können.
Wir starteten, bogen leider einmal falsch ab, fanden uns dann aber vor einem Schild wieder, welches zu einem Bunkermuseum führte. Also entschieden wir kurzerhand, das Bunkermuseum Hanstholm zu besuchen, was sich als absolut lohnenswert herausstellte. Manchmal hat das Verfahren auch etwas Gutes.
Am Nachmittag kehrten wir dann auf dem ‘Skiveren Camping’ ein. Ein großer Campingplatz mit Stellplätzen, die von drei Seiten mit Hecke abgegrenzt sind. Durch den Regen blieben wir abends lieber im Camper und spielten ein Spiel, dennoch hatten wir über die Hecke unseres Stellplatzes Meerblick!
Der nächste Tag startete trocken, also checkten wir aus, fuhren zum Strand und mein Freund traute sich, ins kalte Meer zu springen. Weiter ging es nach Skagen. Nach einem kurzen Spaziergang und dem Blick auf Nord- und Ostsee drehten wir allerdings schnell wieder um, denn ein ordentlicher Regenschauer war im Anmarsch. Also fuhren wir auf gerader Strecke, diesmal über die Autobahn gen Süden. Ich suchte einen Campingplatz auf der Insel Hjarnø aus.
Um auf die kleine Insel zu gelangen, nahmen wir eine kleine Fähre von Snaptun, mit uns passten drei weitere PKWs auf die Fähre. Wir waren überrascht, wie gut der Kapitän die Autos platziert hatte, wir hatten zuvor gedacht, nur wir würden auf die Fähre passen. Nach fünf Minuten Überfahrt kamen wir auf Hjarnø an und fuhren zu unserem Campground.
Der Campingplatz war zu unserer Reise voll mit dänischen Dauercampern, eine schöne Abwechslung zu allen anderen Campingplätzen, auf denen wir fast nur von deutschen Reisenden umgeben waren. Auf einer Wiese mit Blick auf das Wasser standen wir nun also und genossen unseren letzten Abend in Dänemark mit Vogelgezwitscher und dem Muhen der benachbarten Kühe – was für eine Idylle!
Am nächsten Tag machten wir uns dann schweren Herzens wieder auf nach Hamburg. Wir lernten Dänemark auf dieser Reise von einer anderen Seite kennen und genossen die Ruhe, die Natur und die schönen Campingplätze. Wir werden wiederkommen!