Südafrikas Osten

Am 22.02.2018 startete unsere Maschine von Frankfurt Richtung Johannesburg. Nach 12-stündigem Flug erreichten wir dann um 11 Uhr morgens unser Urlaubsziel.

© Petra Dziubanek

Die „Big Five“ gefunden

Der Abholservice von unserer Leihwagenfirma ließ erstmal auf sich warten. Aber dann ging’s los. Voller Vorfreude übernahmen wir unseren Jeep mit einem Zelt auf dem Autodach. Mein erster Gedanke: „Oh Gott, da kannst du niemals drin schlafen“. 

Unsere erste Etappe war Hoedspruit in der Provinz Limpopo. Dort hatten wir für die ersten drei Nächte eine Unterkunft in einem Estate angemietet. Nach 400 Kilometern, mit riesigen Schlaglöchern – genannt Potholes – und Linksverkehr sind wir dann endlich um 20 Uhr angekommen. Und direkt ins Bettchen gefallen. Der nächste Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein. Nach einem Sprung in unseren Pool (durften wir ohne Zubuchung einfach mitbenutzen) zur Abkühlung haben wir uns erst mal leckeres Frühstück gemacht. Eine herrliche Ruhe umgab uns und der Kaffee duftete angenehm. Doch was war da für ein Geräusch? Eine kleine Herde von Gnus trabte fröhlich an unserem Frühstückstisch vorbei Richtung Wassertränke. Was für ein Erlebnis.

Die nächste Etappe war ein Campingplatz im Kruger-Nationalpark. Nicht teuer und alles sauber. Nach gegrilltem Steak, etlichen Gläsern Rotwein aus Südafrika und mit einem fantastischen Sternenhimmel kletterten wir auf unser Autodach, um in dem Zelt zu schlafen.

Wider Erwarten haben wir wunderbar geschlafen und sind dann gleich frühmorgens zu unserer Safari aufgebrochen. Und diese war ein voller Erfolg. Hyänen, Elefanten, Zebras, Giraffen, Löwen und sogar einen Leoparden konnten wir beobachten. Es war der Knaller und wir waren hin und weg von der Natur, der Ruhe und den Tieren im Kruger-Nationalpark.

Weiter führte uns unsere Südafrikatour durch die Berge, vorbei am Swasiland Richtung Barberton. Herrliche grüne Berggipfel, hellgrüne Wiesen mit Kuhherden und satte Felder, aber auch riesengroße Wälder passierten wir, um dann zu unserem Campingplatz zu gelangen. Dieser hatte jedoch geschlossen, ja auch das Internet weiß nicht alles. Nach kurzer Recherche haben wir dann doch ein Guesthouse gefunden, wo wir für eine Nacht unterkommen konnten. In Südafrika sind die Menschen sehr gastfreundlich. Wir hatten nie ein Problem, irgendwo unter zu kommen. Auch die Preise waren immer moderat.

© Petra Dziubanek
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Tiere und Landschaften im Osten Südafrikas

So – nun wollten wir aber noch Nashörner sehen und Büffel, damit wir die „Big Five“ auch komplett gesehen haben. Dafür war der Hluhluwe-iMfolozi Park berühmt. Außerdem ist er das älteste Wildschutzgebiet Afrikas und noch sehr ursprünglich.

Die Straßen waren genau das richtige für unseren Jeep. die sogenannten Potholes waren schon heftig und die Wasserpfützen doch recht tief. Aber es war einfach traumhaft, durch den Park zu fahren. Und wir haben sie gesehen. Büffel, die sich im Schlamm suhlten und Nashörner, die auf der Straße standen und sich ausruhten. Affen, die lustig umhersprangen und Impalas, die neugierig ins Auto schauten. Aber die Krönung war eine Nashornmutter mit ihrem Nachwuchs. Ganz gemächlich grasten diese auf der Wiese, tranken am Wasserloch und wir konnten ihnen zuschauen. Also auch dieser Park ist empfehlenswert. Ein großartiges Erlebnis.

„Achtung Nilpferde kreuzen“

In St. Lucia haben wir uns noch die Nilpferde angeschaut und auch dort nochmals in unserem Campingzelt geschlafen. Sehr witzig fanden wir dort die Hinweisschilder „Achtung Nilpferde kreuzen“. Hier haben wir noch einen tollen einsamen Strand gefunden. Der indische Ozean war tiefblau und warm. Und wir haben einen schönen Strandspaziergang unternommen und uns bei dem anschließenden Sonnenbad einen Sonnenbrand geholt. Die Sonne sollte man nicht unterschätzen. Auch wenn ein laues Lüftchen weht und man recht entspannt am Strand chillt, Sonnenschutz unbedingt anwenden (wir wissen es jetzt ).

© Petra Dziubanek

Unsere letzte Etappe war Durban. Die drittgrößte Stadt in Südafrika. Allerdings gab es hier nicht soviel zu sehen, da es eine reine Industrie- bzw. Hafenstadt ist. Jedoch gibt es hier eine 6 Kilometer lange Strandpromenade (Golden Mile genannt) und die indische Markthalle ist eigentlich auch recht sehenswert. Hier gibt es viele orientalische Gewürze zu kaufen. Der Markt für die Einheimischen ist sehr gewöhnungsbedürftig. Hier sieht man noch ausgeblutete Störche und abgezogene Häute von Schlangen etc. Ich fand dies nicht so prickelnd.

Mit einem kleinen Zwischenstopp ging es dann weiter nach Johannesburg, da das Ende des Urlaubes nahte. Leider… Es war viel zu kurz. Wir haben aber vor, wieder zu kommen. Kapstadt und die Gegend um Kapstadt müssen auch noch erobert werden. Es gibt noch so viele Episoden, Eindrücke und Erfahrungen, die wir von unserem Urlaub berichten könnten, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Ich hoffe, mein kleiner Bericht hat Sie dennoch angesprochen.

Familie Dziubanek, Februar 2018

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