Der Etosha-Nationalpark – die große weiße Pfanne in Namibia

Der Name Etosha bedeutet so viel wie „große weiße Pfanne“ oder auch „große weiße Leere“.

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Ein Gepard dreht seine Runde im Nationalpark

Einmal angekommen, muss sich Besucher ob des Namens doch sehr wundern: Es wimmelt geradezu vor Tieren. Nicht weniger als 110 Säugetier- und 340 Vogelarten leben hier! Darunter vier der berühmten „Big Five“: Löwe, Leopard, Elefant und Rhinozeros sind im Etosha-Nationalpark in Namibia heimisch – nur für den Büffel ist es zu trocken.

Dafür sollen die Elefanten die größten in ganz Afrika sein!

Info

Eines der weltweit größten Naturreservate

Der Etosha-Nationalpark im Norden Namibias ist mit einer Ausdehnung von knapp 22.300 Quadratkilometern eines der größten Wildreservate der Welt. Hauptmerkmal des Parks ist die riesige Salzpfanne, die selbst aus dem Weltraum sichtbar ist. Zur Eröffnung im Jahr 1907 war das Gebiet sogar beinahe 100.000 Quadratkilometer groß, in den Siebzigerjahren reduzierte das Apartheid-Regime in Südafrika die Fläche auf die jetzige Größe. Heute ist der Etoscha-Nationalpark eine feste Touristeninstitution: 300.000 Menschen reisen jedes Jahr ins Reservat – fast jeder zweite ausländische Besucher Namibias.

Das Etosha-Areal wird auch „Land des trockenen Wassers“, „Platz der Fata Morgana“ oder „See der Tränen“ genannt. Alle diese Namen beziehen sich auf den silbrig-weißen Sand, der die Pfanne bedeckt und über dem die Hitze flirrt. Die Etosha-Pfanne selbst war ursprünglich ein See, der vor Millionen von Jahren verdunstete. Einen Abfluss gibt es nicht, aber drei Zuflüsse: Die Trockenflüsse Oshigambo, Ekuma und Omuramba Ovambo führend nur bei starkem Regen Wasser, das dann in die Pfanne läuft.

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Eindrücke des Etosha-Nationalparks

Beste Reisezeit für den Etosha-Nationalpark

Im inzwischen eingezäunten Etosha-Nationalpark können Tiere nur überleben, weil es rund 50 natürliche und 30 künstliche Wasserquellen gibt.

Der meiste Regen fällt von Januar bis April. An den kleinen Seen, die sich bilden, brüten unzählige Vögel. Auch bis zu einer Million Flamingos finden sich dann ein, um den Nachwuchs schlüpfen zu sehen. Die beste Zeit für Safaris im Etosha-Nationalpark liegt zwischen Mai und September. In dieser etwas kühleren, aber staubtrockenen Zeit findet sich viel Wild an den Wasserstellen. Zudem ist das Gras recht niedrig, die Tiere lassen sich besser beobachten.

Etosha-Nationalpark: Camping und Unterkünfte

Der Etosha-Nationalpark darf im eigenen Pkw oder Camper durchfahren werden, mehrere Routen führen durch das Areal. Cabrios und Motorräder sind nicht gestattet. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 60 Stundenkilometer.
Drei staatliche und ganzjährig betriebene Camps bieten Unterkünfte in Form von Bungalows, aber auch Platz für Zelte und Wohnmobile ist vorhanden.

Gäste finden hier zudem Läden, Restaurants, Tankstellen sowie für die Tierbeobachtung nachts beleuchtete Wasserstellen.

Gut zu wissen

Die drei Camps sind:

  • Camp Okaukuejo im Süden des Parks, nahe dem Haupteingang Anderson-Tor. Hier befindet sich die Hauptverwaltung.
  • Camp Namutoni im östlichen Teil des Etosha-Nationalparks, nicht weit entfernt vom Eingang Lindequist-Tor.
  • Camp Halali liegt zwischen den Camps Okaukuejo und Namutoni.

Für gehobene Ansprüche gibt es zwei kleinere Camps mit luxuriösen Unterkünften: das Onkoshi Restcamp im Nordosten und das Dolomite Camp im Westen des Etosha-Nationalparks.

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