Alice Springs

Der Maui Ultima und ein Pärchen auf Campingstühlen beim Uluru.

Die meisten Städte Australiens sind an den schier endlos langen Küsten entstanden. Orte wie Sydney, Melbourne, Perth oder Brisbane profitieren schließlich enorm durch den direkten Wasserzugang. Alice Springs hingegen stellt mit seiner zentralen Lage auf dem riesigen Kontinent eine absolute Ausnahme dar. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist der Ort auch für Camperreisende in Australien ein interessanter Anlaufpunkt. In diesem Artikel stellen wir das Städtchen vor und verraten, wie beim Camper mieten Alice Springs und Umgebung erkundet werden können.

Rein größentechnisch – so viel sei verraten – zählt Alice Springs nicht zu den großen Metropolen dieser Welt. Wer eine beeindruckende Skyline oder international bekannte Wahrzeichen erwartet, wird bei der Suche leer ausgehen. Und auch die Einwohnerzahl ist mit unter fünfundzwanzigtausend eher weniger spektakulär. Die nächsten Großstädte sind jeweils fast eineinhalbtausend Kilometer entfernt. Das macht jedoch nichts: Denn die Stadt dient Besuchern eher als Mittel zum Zweck. Und dieser Zweck wird deutlich, wenn man sich die Umgebung des Ortes anschaut. Gleich mehrere Sehenswürdigkeiten, darunter der Uluru, sind in vergleichsweise kurzer Zeit erreichbar. Mehr Infos zu den einzelnen Natur-Sehenswürdigkeiten Australiens folgen im übernächsten Abschnitt.

Doch zunächst einmal werfen wir noch einen Blick auf die Stadt selbst. Denn trotz ihrer noch recht jungen Historie – die Gründung des Ortes erfolgte 1872 – haben sich einige interessante Institutionen vor Ort angesiedelt. Insbesondere der Blick auf das riesige Outback und auch die Geschichte und Kultur der Aborigines ist dabei lohnenswert. Diesen finden Interessierte besonders im ‘Araluen Cultural Precinct’. Es ist ein Zusammenschluss mehrerer Museen, Galerien und Theater. Neben dem ‘Araluen Arts Centre’ gehört dazu auch beispielsweise das ‘Museum of Central Australia’. Entsprechend lohnt es sich, mindestens einen halben Tag für Einblicke in das kulturelle Herz Australiens zu investieren.

Das kulturelle Herz Australiens

Mittags und in den Abendstunden locken mehrere Restaurants. Neben bekannten Speisen aus aller Welt werden dabei auch typische Gerichte aus der Outback-Küche präsentiert. So besteht die Möglichkeit, das eine oder andere vermeintliche kulinarische Abenteuer auszutesten. 

Alice Springs bei Nacht

Wer die Kleinstadt von oben betrachten möchte, sollte sich auf den Weg hinauf zum ‘ANZAC Hill’ begeben. Von jenem kleinen Plateau aus ergibt sich ein guter Rundumblick. Besonders zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang lohnt sich der kleine Spaziergang.  

Auch die australische Tierwelt spielt in Alice Springs eine große Rolle. Dafür stehen unter anderem zwei Anlaufstellen exemplarisch, die auch während einer Campertour rund um den Ort besucht werden können. Zum einen handelt es sich um das ‘Alice Springs Reptile Center’. Dort sind mehr als einhundert Reptilien anzutreffen. Neben den bekannteren Spezies wie Krokodilen, Schlangen oder Geckos können dabei beispielsweise auch Dornteufel beobachtet werden. 

Ein neugieriges Känguru auf einem Parkplatz.

In Australien dürfen selbstverständlich Kängurus nicht fehlen. So auch in Alice Springs, wo ein Kangaroo Sanctuary am südöstlichen Stadtrand beheimatet ist. In dieser Zufluchtsstation sind einige Tiere beheimatet, mitunter werden auch verletzte oder verlassene Känguru-Babies vor Ort aufgezogen. An bestimmten Tagen sind Führungen buchbar, die jeweils rund um den Sonnenuntergang stattfinden, wenn die Tiere aktiv werden. 
Am Rande der Stadt erstreckt sich schnell die Natur in all ihren Facetten. Ein Ort, an dem Besucher einen weiteren tierischen Einblick in das Outback werfen können, ist der ‘Alice Springs Desert Park’. Spätestens hier können heimische Wildtiere angetroffen werden, bevor es außerhalb von Alice Springs auf große Entdeckungstour geht. Wo auch immer die Tour mit dem Wohnmobil hinführt: Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, auf dem weiteren Weg abermals viele der Tiere anzutreffen.

Uluru und Co – Sehenswertes in der Umgebung

So ungewöhnlich und sehenswert die Zivilisation inmitten des australischen Outbacks auch ist. Die wahren Highlight von Alice Springs finden sich eher in der Umgebung. Die größte Strahlkraft und Anziehungskraft dürfte dabei der bereits erwähnte ‘Uluru’ – auch als ‘Ayers Rock’ bekannt – haben. 

Uluru
Ein Fahrzeug von Jucy vor dem Ayers Rock.

Der Berg, der sich bis zu dreihundertfünfzig Meter hinauf aus dem Boden erhebt, hat dabei nicht nur eine touristische Bedeutung. Für die Anangu, die vor Ort lebenden Aborigines, ist der Berg heilig. Unter anderem deshalb ist es Besuchern nicht mehr gestattet, ihn zu besteigen. Dennoch weiß der Koloss mit seinem rotbraunen Gestein zu beeindrucken. Knapp fünfhundert Kilometer sind für die Fahrt von Alice Springs zum Uluru zurückzulegen. Entsprechend sollte vor Ort zumindest eine Übernachtung eingeplant werden, bevor die Reise zurück führt.   

Auch für Wanderungen eignen sich einige Orte in Australiens geographischer Mitte. Rund um die Kata Tutja – sechsunddreißig Felskuppen, die teils über fünfhundert Meter aus dem Boden herausragen – lohnt sich eine Erkundungstour. Und auch der ‘Kings Canyon’ ist ein eindrucksvolles Areal. Die Schlucht ist Teil des Watarrka-Nationalparks und liegt ungefähr auf halbem Weg zum Uluru, knapp dreieinhalb Stunden Fahrzeit von Alice Springs entfernt. Mit ihren teils über einhundert Meter hohen Felswänden ist sie eine der größten Attraktionen im Zentrum Australiens. Drei Wanderrouten rund um das Areal können genutzt werden. 

Bereits von Alice Springs aus ergeben sich ebenfalls lohnenswerte Wanderrouten. Der ‘Larapinta Trail’ führt durch die hügeligen Landschaften der MacDonnell Ranges westlich der Stadt. Zwar verläuft er über mehr als zweihundert Kilometer Länge. Einen kleinen Eindruck der Region gibt es jedoch auch bei kleineren Tageswanderungen in der Umgebung. 

Da Alice Springs per Flugzeug erreichbar ist und über mehrere Mietstationen für Wohnmobile verfügt, eignet sich der Ort hervorragend für die Camper-Übernahme. Generell sind die Straßen im Zentrum Australiens auch für Wohnmobile ausreichend gut ausgebaut. 

Campingplätze rund um Alice Springs

Dennoch sollte beachtet werden, dass es lange Streckenabschnitte fernab der Zivilisation gibt. Entsprechend gut sollten die Roadtrips vorbereitet sein, besonders hinsichtlich Verpflegung und Tankmöglichkeiten.

Auch in Sachen Campgrounds ist ein ausreichend großes Angebot verfügbar. Dabei ist es jedoch gerade in der Hauptsaison zwischen November und März ratsam, die jeweiligen Plätze der Wahl vorzubuchen.

Info

Wer beim Camper mieten Alice Springs bereits mit dem Fahrzeug erkunden möchte, findet vor Ort mehrere Optionen. Eine von ihnen befindet sich in unmittelbarer Nähe zum ‘Araluen Cultural Precinct’. Nur wenige Schritte dorthin sind es vom ‘Alice Springs Tourist Park’. Teils auf Schotter, teils auf Rasen finden sich mehrere Dutzend Stellplätze. Die Anlage zeichnet sich durch ein besonders breites Service-Angebot, unter anderem mit Pool und eigenem Supermarkt, aus. 

Pärchen steht vor einem Apollo Camper am Ayers Rock.

Eine weitere Anlaufstelle für Wohnmobilreisende in Alice Springs ist am südöstlichen Stadtrand ‘The Gap View Campground’. Vergleichsweise fällt seine Ausstattung etwas einfacher aus, jedoch lassen sich auch hier für eine oder mehrere Nächte powered sites buchen. Die teilweise schattigen Stellplätze bieten einen herausragenden Ausblick auf die umliegende Felslandschaft. 

Alle, die den Uluru von Alice Springs aus mit dem Wohnmobil besuchen, finden auch unweit des massiven Bergs Möglichkeiten, das Wohnmobil über Nacht in der Nähe abzustellen. Eine davon ist der ‘Ayers Rock Campground’, der rund zwanzig Kilometer von der Sehenswürdigkeit entfernt wartet. Unter anderem ein Pool, Spielplatz und Grillmöglichkeiten ergänzen das Gelände.  

Wenn Sie beim Camper mieten Alice Springs und Umgebung erkunden möchten, können Sie auf der Webseite von CU | Camper das passende Fahrzeug finden und buchen. Dabei können verschiedene Vermieter und Fahrzeugmodelle verglichen werden. Ist das Wunschwohnmobil gefunden, steht einer Rundreise durch das Herz Australiens nichts mehr im Wege. Wir wünschen eine tolle Reise.

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