Mit dem Wohnmobil zur Great Ocean Road-Rundreise

Für die Dauer einer Reise in paradiesischen Gefilden leben. Dabei Tag für Tag neue Orte entdecken und Aussichten, die es in sich haben.

Jahr für Jahr erfüllen sich (Wohnmobil)-Reisende aus aller Welt den Traum, eine Great Ocean Road-Rundreise im Süden Australiens zu unternehmen. Beinahe magisch zieht die weltbekannte Straße Besucher an – obwohl sie mit nur rund zweihundertfünfzig Kilometern in Sachen Länge wahrlich kein Gigant ist. Dennoch: An Attraktivität der vorbeiziehenden Küstenlandschaften ist die Strecke wohl kaum zu übertreffen.

1932 wurde die Streckenführung – offiziell als B-100 deklariert – eröffnet. Sie führt von Torquay bis Allansford und hat sich zu einer der meistgefragten Scenic Routes des Planeten entwickelt. Durch ihre Beliebtheit verzeichnete sie konstant hohe Besucherzahlen. Mittlerweile sollen es rund sechs Millionen Menschen pro Jahr sein, die auf der Great Ocean Road in Victoria unterwegs sind. Dennoch bietet sie durch ihre Länge und zahlreiche Aussichtspunkte mehr als ausreichend Platz dafür, dass sich Urlauber gut verteilen können. Das Gefühl von Massentourismus muss somit sicherlich niemand fürchten. Lediglich in den Hauptreisezeiten ist es ratsam, sich möglichst schon vor der Reise die Wunschcampingplätze zu sichern, wenn die Great Ocean Road mit einem Wohnmobil bereist wird.

Im Folgenden präsentieren wir einen Streckenverlauft für den Wohnmobilurlaub auf der Great Ocean Road-Rundreise. Stationsbedingt führt diese noch weit über das Kernstück der Strecke hinaus. In diesem Fall geht es von Melbourne bis Adelaide – oder eben umgekehrt. So ergibt sich eine Strecke von rund eintausend Kilometern – quer durch eines der Paradiese Australiens. Kommen Sie mit auf eine Reise entlang zahlreicher Traumstrände und facettenreicher Ortschaften.

Ihre Highlights während der Route

  • Melbourne
  • Twelve Apostles
  • Blackfellows Caves
  • Adelaide
Benny Marty / Shutterstock
Twelve Apostles
Jordi Prat Puig / Shutterstock
Badehäuschen von Brighton Beach
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Melbourne in der Abenddämmerung
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Melbournes Skyline

Von Melbourne bis zu den Twelve Apostles

  • Tag: 1 bis 3
  • Entfernung: 250 Kilometer

Wer sich zur Wohnmobilübernahme nach Melbourne begibt, sollte die Stadt selbst erkunden. Schließlich gibt es vor Ort einiges zu sehen. Eine große Auswahl an kulturellen Einrichtungen, Restaurants, Bars und Cafés findet sich beispielsweise am Federation Square. Der nahgelegene Bahnhof Flinders Street Station ist ebenfalls eine Sehenswürdigkeit der Stadt. Wer einen guten Gesamtüberblick aus der Luft sucht, sollte sich auf das Melbourne Star Observation Wheel, ein Riesenrad, begeben. Das Skydeck im 88. Stockwerk des Eureka Towers bietet ebenfalls eine atemberaubende Aussicht. Verschiedene Museen, Galerien oder ein Zoo runden das Programm für die ganze Familie ab.

Wenn die Wohnmobilübernahme erfolgt, um die Great Ocean Road-Rundreise zu starten, kann der Vermieter der Wahl besucht werden. Nach einer entsprechenden Einweisung beginnt schließlich das Abenteuer Roadtrip. Es geht gen Westen – über rund einhundertfünfzig Kilometer. Ein kurzer Zwischenstopp, beispielsweise für ein Mittagessen samt Erkundungstour, lohnt sich im Hafenstädtchen Geelong. Danach wird Torquay passiert – der eigentliche Beginn der Great Ocean Road.

Das Tagesziel ist schließlich der kleine Ort Lorne. Dort kann das Wohnmobil für zwei Nächte abgestellt werden, um die Umgebung in aller Ruhe zu erkunden. Die eine oder andere Wanderung entlang der Küste zwischen Lorne und Geelong ist definitiv ratsam. Besonders nach einigen Tagen der Anreise und des Aufenthalts in einer Metropole stellt das gediegene Leben an der Küste einen angenehmen Kontrast dar. Eine perfekte Unterkunft für Camperurlauber ist beispielsweise der Lorne Foreshore Caravan Park. Durch seine traumhafte Lage an einem Fluss unweit des Meeres ist er perfekter Ausgangspunkt für Erkundungstouren. Der Lorne Beach ist schnell erreichbar.

Nach dem Aufenthalt in Lorne geht es weiter in Richtung Westen. So führt das nächste Teilstück der Great Ocean Road-Rundreise über rund einundertfünfzig Kilometer bis zu einem Wahrzeichen Südaustraliens. Die Twelve Apostles, aus dem Wasser herausragende Felsen, sind ein Must-See an der Great Ocean Road.

© Greg Brave / Shutterstock
Twelve Apostles

Von Twelve Apostles bis Blackfellows Caves

  • Tag: 4 bis 6
  • Entfernung: 300 Kilometer

Bereits vor den Twelve Apostles lohnen sich Zwischenstopps, um verschiedene Strände, Wälder und Klippen im eigenen Tempo zu genießen. Wenn schließlich die anmutig aus dem Meer ragenden Twelve Apostles erreicht werden, ist eine längere Wanderung ein Muss. Das Wohnmobil kann wenige Kilometer von der Sehenswürdigkeit selbst abgestellt werden. Zwar ist das Princetown Recreation Reserve & Camping eine relativ einfache Unterkunft. Die attraktive Lage macht es jedoch zu einer gern genutzten Anlaufstelle.

Nach einer Nacht unweit der Twelve Apostles geht es weiter. Rund einhundert Kilometer dauert die Fahrt des Tages. Dann wird das malerisch gelegene Fischerdorf Port Fairy erreicht. Dort lohnen sich wiederum Spaziergänge entlang der Küstengebiete. Auf der vorgelagerten Insel Griffitts Island findet sich der Leuchtturm von Port Fairy. Rund um das Leuchtfeuer präsentieren sich entsprechend vielseitige Fotomotive. Neben zahlreichen Wassersportaktivitäten lohnt sich ab Port Fairy eine Bootstour zur nahegelegenen Lady Julia Percy Island. Dort kann eine Seehund-Kolonie beobachtet werden. Generell ist die Region sehr tierreich. So lassen sich mit ein wenig Glück neben Kängurus auch Wallabies, Emus, Delfine oder gar Wale blicken. Für einen guten Wohnmobilstellplatz bei Port Fairy sorgt der Gardens Caravan Park. Vom Wasser umgeben liegt der in einer zentralen Lage, von der aus die Umgebung erkundet werden kann.

Wenn die Region rund um Port Fairy nach einem oder zwei Tagen ausgiebig unter die Lupe genommen wurde, folgt das nächste Teilstück der Great Ocean Road-Reiseroute. Über zweihundert Kilometer führt dies mit dem Wohnmobil bis zum Ort Blackfellows Caves. Dort kann der Tag am Strand oder mit einer weiteren Erkundungstour ausklingen. Dadurch, dass die Region besonders dünn besiedelt und touristisch wenig erschlossen ist, sorgt ein Aufenthalt vor Ort für Entspannung bzw. Entschleunigung. Die passende Unterkunft an der Bucks Bay ist das Admella Reserve. Auf einer weiten Rasenfläche finden sich zwar einfache, dafür großflächige Stellplätze.

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Der Leuchtturm auf Griffiths Island
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Port Fairy
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Victor Harbour-Fußbrücke bei Sonnenuntergang
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Skyline von Adelaide

Von Blackfellows Caves bis Adelaide

  • Tag: 7 bis 10
  • Entfernung: 500 Kilometer

Der nächste Streckenabschnitt über die traumhaften Küstenstraßen führt für rund eineinhalb Stunden bis nach Robe. Der Ort ist wiederum für den einladenden Long Beach bekannt. Der ist gleichermaßen für Surfer, Fahrer von Four Wheel-Fahrzeugen, wie auch für Genießer von Sonnenuntergängen eine gute Anlaufstelle. Empfehlenswert ist auch eine Wanderung zum Robe Obelisk – einem Leuchtturm mit wahrlich besonderer Form. Da sich in und um Robe noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten und ein großes kulinarisches Angebot finden, kann optional sehr gut eine zweite Übernachtung eingeplant werden. Ein dafür passender Campground ist beispielsweise der Sea Vu Caravan Park. Der besticht durch seine zentrale Lage im Ort und Stellplätze in direkter Wassernähe.

Langsam nähert sich das Ziel der Great Ocean Road-Rundreise mit dem Wohnmobil. Doch bevor Adelaide erreicht wird, ist Victor Harbor ein weiterer Zwischenstopp. Bis dorthin geht es über rund dreihundertfünfzig Kilometer am Wasser entlang. Für eine Pause eignet sich beispielweise ein Halt in Kingston SE. Bei einem Spaziergang durch den Ortskern lässt sich einiges entdecken – unter anderem der Cape Jaffa Leuchtturm samt Museum.

Nachdem das zweite Teilstück des Tages dann zurückgelegt wurde, ist das Ziel Victor Harbor. Dieser Hafenort ist wiederum etwas größer und bereits ein sicheres Anzeichen dafür, dass die nächste Großstadt näher rückt. Auch in Victor Harbor gibt es vieles zu entdecken. Dazu zählt die vor dem Festland gelegene Granite Island. Die Insel kann über eine sechshundert Meter lange Holzbrücke erreicht werden, die ihrerseits sehenswert ist. Auf Granite Island lassen sich mit ein wenig Glück Zwergpinguine blicken. Zwischen Juni und September besteht auch die Möglichkeit, vorbeiziehende Wale zu beobachten. Ansonsten lohnt es sich, die Hafenpromenade des Ortes mit ihren verschiedenen Restaurants, Cafés und Shops zu besuchen. Das Wohnmobil kann auf dem Victor Harbor Holiday and Cabin Park untergebracht werden, der über diverse Annehmlichkeiten verfügt.

© Bruce Graham / Shutterstock
Blick auf Robe Obelisk bei Sonnenaufgang

Ende der Great Ocean Road-Rundreise

Das letzte Stück der Wohnmobilrundreise führt schließlich nach Adelaide. Dafür ist nochmals eine rund einstündige Fahrt nötig. Die größte Stadt in South Australia ist nicht nur Abgabeort für das Wohnmobil, sondern ein mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten bestücktes Fleckchen Erde. Somit bietet es sich an, noch eine oder zwei Nächte im Wohnmobil in der Stadt zu verbringen. Neben dem Zoo der Stadt locken beispielsweise ein sehenswerter botanischer Garten oder das South Australian Museum. In kulinarischer Hinsicht lohnt sich ein Besuch des Adelaide Central Markets. Mehrere Campgrounds säumen den Stadtrand. Teilweise gibt es auch recht zentral gelegene Campingplätze in der Millionenmetropole.

Wenn schließlich das Wohnmobil wieder abgegeben wird, können die zahlreichen Eindrücke der Great Ocean Road-Rundreise verarbeitet werden. Überzeugen Sie sich selbst von einer der schönsten Regionen Australiens und der spektakulären Route. Das passende Wohnmobil für den Urlaub können Sie auf der Webseite von CU | Camper suchen und direkt buchen. Zudem können verschiedene Vermieter verglichen werden. Somit kann den eigenen Ansprüchen entsprechend die beste Lösung für die Rundreise gefunden werden.

© Apolo RV
© Britz
Great Ocean Road mit dem Camper erkunden