Mit dem Wohnmobil Bretagne und Umland entdecken

Die Bretagne ist ohne Frage eine der beliebtesten Regionen Frankreichs.

Jene durch ihre Küsten und Klippen geprägte Landschaft zieht insbesondere Urlauber an, die sich in der malerischen Natur und den kleinen Orten im Nordwesten Frankreichs bewegen möchten. Das Wort Entschleunigung passt ohne Frage exzellent zu jener Region. Auch unter Wohnmobilurlaubern ist sie besonders beliebt. Grund genug, eine mögliche Route und einige Sehenswürdigkeiten vorzustellen, die nicht fehlen dürfen, wenn mit dem Wohnmobil Bretagne und Umgebung erkundet werden.

Die Rundreise startet idealerweise von Nantes aus. In der Stadt selbst können bereits vor (oder natürlich auch nach) der Reise ein oder zwei Tage verbracht werden. Zu sehen gibt es genug. Sehenswert ist besonders das prächtige Schloss in Nantes – das Château des ducs de Bretagne. Auch ein Spaziergang entlang der Loire oder durch die Altstadt führt vorbei an allerlei Sehenswertem. Mehrere Museen locken zahlreiche Besucher an, darunter auch eine Ausstellung über Jules Verne. Eine tierische Überraschung wartet auf einer kleinen Insel – der Île de Nantes. Wundern Sie sich nicht, wenn ein gigantischer Elefant Ihren Weg quert. Dieser wird zwar mechanisch betrieben – wie viele andere Skulpturen der Machines of the Isle of Nantes ebenso. Seiner Wirkung tut dies jedoch keinen Abbruch – schließlich ist das Ungetüm zwölf Meter hoch – und bietet rund fünfzig Besuchern Platz auf seinem Rücken. Ein Besuch des fast schon freizeitparkgroßen Areals ist definitiv ein besonderes Erlebnis.

Sobald diese und andere Attraktionen in Nantes ausgiebig in Augenschein genommen wurden, kann es mit dem Roadtrip losgehen. Auf geht’s – mit dem Wohnmobil Bretagne und ihre malerischen Küsten zu erkunden.

Highlights dieser Route

  • Nantes
  • Pointe du Raz
  • Cap Fréhel
  • Le Mont-Saint-Michel
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Die Kathedrale Saint-Pierre in Nantes
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Das Château des ducs de Bretagne
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Die Altstadt von Vannes
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Leuchttürme der Bretagne
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Von Nantes nach Brest

  • Tag: 1 bis 4
  • Entfernung: 450 Kilometer

Von Nantes aus startet die Reise zunächst in Richtung Westen. Kleinere Dörfer und grüne Landschaften werden passiert, bevor in der Stadt Vannes ein Zwischenstopp eingelegt wird. Im lebendigen Stadtzentrum können einige historische Bauten besichtigt und eine deftige Mahlzeit der gepriesenen französischen Küche probiert werden. Nach der Stärkung geht es dann weiter durch kleine Küstenorte. Ein erster malerischer Strandabschnitt findet sich am Plage de Bellangenet, an dem sich ein weiterer Zwischenstopp anbietet, um einen Spaziergang – oder an einem heißen Tag einen Badeausflug – zu unternehmen. Die erste Übernachtung kann dann in direkter Nähe erfolgen – auf dem Camping Les Embruns. Nur wenige hundert Meter Luftlinie trennen den Campingplatz vom Strand.

Am nächsten Morgen führt die Tour noch weiter in den Westen der Bretagne. Für das leibliche Wohl wird während einer Pause in der Kleinstadt Quimper gesorgt. Nach einer weiteren Stunde Fahrzeit mit dem Wohnmobil wird dann einer der westlichsten Punkte der Bretagne erreicht – und eine von drei besonders beliebten Landspitzen.

Der Pointe du Raz ist vom Denkmal Notre-Dame-des-Naufragés aus mit einem kleinen Spaziergang erreichbar.

Sehenswürdigkeit

Am Ufer ragt die majestätische Klippe einige Dutzend Meter in die Höhe und eröffnet den Blick auf den Atlantik und einen auf einer kleinen Insel gelegenen Leuchtturm. Ein ausgiebiger Spaziergang rund um den Pointe du Raz bietet sich insbesondere bei schönem Wetter unbedingt an. Nach einem langen Tag am Meer kann der Abend gemütlich an einem der nahe gelegenen Campingplätze beendet werden. Der Platz Camping Municipal De Kermalero liegt rund zehn Kilometer entfernt, Camping Pors Peron knapp fünfundzwanzig Kilometer. Beide Campingareale sind unweit weiterer traumhafter Küstenabschnitte gelegen. Wer besonders gern die abgeschiedene Natur der Bretagne erkunden möchte, kann statt einer ohne Probleme auch zwei Nächte an diesem Fleckchen Erde einplanen, um die Küste ausgiebig zu genießen.

Der nächste (oder entsprechend übernächste) Tag führt dann wieder in eine größere Stadt. Brest heißt das Ziel, das besonders durch seine Burganlage und das Océanpolis einen Besuch wert ist. Doch bevor Brest erreicht wird, ist ein kleiner Abstecher zum Pointe de Penhir absolut empfehlenswert. Das felsige Kap bietet atemberaubende Wanderwege entlang der Landspitze. Auch das Aux Bretons Monument steht an jenem Punkt auf den schroffen Felsen und ist ein gern genutztes Fotomotiv. Nach einer Wanderung rund um das Monument und die felsige Landschaft geht es dann weiter nach Brest.

Dort ist das bereits erwähnte Océanpolis – das große Aquarium der Stadt – Heimat zahlreicher Meeresbewohner, unter anderem von sieben verschiedenen Hai-Arten. Für die Erkundung der Stadt kann gut ein halber bis ganzer Tag eingeplant werden, was sich optimal mit der rund zweistündigen Tour dorthin vereinbaren lässt. Rund um Brest sind wiederum einige empfehlenswerte Campgrounds beheimatet. Zu ihnen zählt Camping de Portez mit rund einhundert Stellplätzen. Der Campingplatz liegt im kleinen Örtchen Portez, rund fünfzehn Kilometer westlich von Brest, fast direkt am Wasser. Auch dort bieten sich Wanderungen an der Küste an – beispielsweise bis zur wenige Kilometer entfernten Festung Bertheaume, die auf einer kleinen Insel thront.

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Sonnenuntergang am Pointe du Raz

Von Brest nach Lannion

  • Tag: 5 bis 9
  • Entfernung: 250 Kilometer

Von Portez (oder einem anderen in der Nähe gelegenen Campingplatz) geht es danach wieder in Richtung eines Traumstrandes. Dabei werden mit dem Wohnmobil Bretagne-Küstenabschnitte der Extraklasse passiert. Nach ein bis zwei Stunden Fahrzeit – je nach Anzahl der Zwischenstopps – wird der Strand Plage Sainte-Marguerite erreicht. Dieser ist nicht nur bei Surfern äußerst beliebt. Nach einigen Stunden am Strand kann der Tag in einem der ansässigen Restaurants gemütlich ausklingen. Für den perfekten Stellplatz vor Ort sorgt der viel gelobte Campingplatz Camping de Abers, der direkt am Strand liegt.

Der nächste Tag führt über einen Zwischenstopp an den eindrucksvollen Felsen am Strand Menez Ham (gerne zwei Stunden für einen Spaziergang einplanen) weiter nach Roscoff. Der Ort samt Hafen und urigen Cafés ist perfekt für eine kleine Erkundungstour und einen Kaffee am Nachmittag geeignet. Die letzten Kilometer des Tages führen dann am Ortsrand von Morlaix vorbei bis zum Campingplatz Camping de la Baie de Térénez. Dieser liegt direkt an einer Bucht und verfügt über rund neunzig Stellplätze für Wohnmobile. Die Bucht von Morlaix ist generell bekannt für ihre malerischen kleinen Inseln. Auf einer ist das Château du Taureau beheimatet – eines von vielen besuchenswerten historischen Schlössern der Bretagne. Aufgrund der Weite und Schönheit der Strände bietet es sich an, diese am nächsten Tag ebenso zu erkunden, wie das Städtchen Morlaix selbst. Architektonisch besonders interessant ist dabei das Morlaix Viaduct, eine imposante zweistöckige Eisenbahnbrücke, die sich inmitten der Stadt befindet und die auch zu Fuß erklommen werden kann.

Nach einem Tag in der Stadt und einer weiteren Übernachtung bei Morlaix führt die Fahrt dann weiter in den Nordosten der Bretagne. Das nächste Ziel lautet Lannion. Auf der Plougrescant-Halbinsel ist der gelegene Ort ein optimaler Ausgangspunkt, um die bekannte rosa Granitküste der Bretagne zu erkunden. Diese ist insbesondere nördlich von Lannion beheimatet. Rund um die Küste bei Saint-Guirec finden sich die wildesten Gesteinsformationen und bebaute Hänge, die ein fast mediterranes Landschaftsbild vermitteln. Insbesondere zwischen Saint-Guirec und Perros-Guirec lohnen sich ausgiebige Spaziergänge über den sogenannten Zöllnerpfad, der rund fünf Kilometer an der Küste verläuft. Für viele ist der Wanderweg gar der schönste in der gesamten Bretagne. Das soll etwas bedeuten – gibt es doch rund zweitausend Kilometer an Wanderwegen in der Region. Nur wenige Meter vom traumhaften Strand Plage de Trestreau entfernt findet sich auch der passende Campingplatz. Fast zweihundert Wohnmobile finden auf dem Camping du Domaine de Trestraou platz.Entsprechend gut können hier eine – oder problemlos auch zwei Übernachtungen eingeplant werden.

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Typische Felserhebungen an der Küste der Bretagne
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Traumhafte Strände locken in die Bretagne
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Die rosa Granitküste
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Das malerische Cap Fréhel
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Traumhafte Sonnenuntergänge
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Faszinierende Strände der Bretagne

Von Lannion nach Nantes

  • Tag: 10 bis 13
  • Entfernung: 450 Kilometer

Nach dem Erleben der Plougrescant-Region (in der man sich wahrlich wie „Gott in Frankreich“ fühlen kann) geht es am nächsten Tag in rund zwei Stunden Fahrzeit von Perros-Guirec zum Cap Fréhel. Dieses ist wiederum eine von Klippen gesäumte Landspitze wie aus dem Bilderbuch. Gerade in der Nachmittags- oder Abendsonne entfalten die Felsen ihre ganze Schönheit. Auch der Leuchtturm, der im Sommer zugängliche Phare du Cap Fréhel, ist einen Besuch wert und lässt aus über dreißig Metern Höhe weite Blicke auf den Atlantik und auf die Bretagne zu. Nur wenige Kilometer entfernt schließt sich bereits die nächste historische Sehenswürdigkeit an.

Das Fort la Latte ist eine beeindruckende Festung aus dem 13. Jahrhundert, die gern als Filmkulisse genutzt wird.

Für Filmfans

Sie ist bis heute gut erhalten und darf entsprechend bei keiner Wohnmobil-Bretagne-Tour fehlen. Nach langen Erkundungstouren am Cap Fréhel bieten sich in unmittelbarer Nähe die Campingplätze Camping Municipal Cap Frehel oder der größere Camping du Pont de L’etang für die Übernachtung an.

Am folgenden Tag kann dann die Smaragdküste in Augenschein genommen werden. Dieser imposante Strandabschnitt findet sich zwischen Cap Fréhel und dem rund fünfzig Kilometer entfernten Cancale. Den Namen verdankt die Küste dem smaragdfarbenen Wasser vor Ort. Es bietet sich je nach Lust, Laune und Wetter an, spontan den einen oder anderen Zwischenstopp dort einzulegen, wo es gerade gefällt. Die kleinen Küstenorte sind in dieser Region allesamt einladend. Wenn am frühen Nachmittag Cancale erreicht wird, ist es dort wiederum an der Zeit für eine zünftige Pause. Mehr als ein Dutzend Restaurants warten am Port de la Houle direkt an der Strandpromenade. Nach einer kleinen Pause im Ort führt die Tour noch einmal rund fünfzig Kilometer gen Osten. Offiziell endet die Bretagne an dieser Stelle zwar bereits – doch es wartet noch eine weltbekannte Sehenswürdigkeit. Bevor diese am nächsten Tag erkundet wird, geht es jedoch zunächst auf einen Campingplatz. Je nach Wahl bieten sich entweder der Platz Camping aux Pommiers oder Camping L’aumone an.

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Der weltbekannte Mont-Saint-Michel

Am nächsten Morgen wird dann eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs besucht – der Mont-Saint-Michel. Die rund einen Kilometer vom Festland entfernte Felseninsel ist mit ihrer im wahrsten Sinne herausragenden Abtei schon von weitem ein Hingucker. Das UNESCO Weltkulturerbe ist Heimat von rund dreißig Menschen – inzwischen pilgern jährlich über zwei Millionen Besucher auf den „Mont“. Das bedeutet – je nach Jahres- und Tageszeit – einen großen Ansturm auf die nur rund achthundert Meter lange Insel und ihre wenigen Gebäude. Ein Besuch lohnt sich dennoch ohne Frage – einige Stunden sollten eingeplant werden.

Zum Nachmittag hin geht es dann erstmals auf der Wohnmobil-Bretagne-Rundreise in Richtung Süden. Je nachdem, wie viel Zeit der Tag noch mit sich bringt, lohnt sich ein Besuch der Stadt Rennes. Für die Hauptstadt der Bretagne sollte generell sowieso noch der gesamte nächste Tag eingeplant werden – schließlich gibt es viel zu sehen und zu erleben. Neben zahlreichen Shoppingmöglichkeiten warten historische Bauten und Parks. Allen voran der Parc du Thabor, ein im englischen und französischen Stil angelegter Park im Stadtzentrum, ist gerade in den Sommermonaten ein farbenfrohes Spektakel für sich.

Im Musée des Beaux-Arts finden Kunstinteressierte eine große Auswahl an Gemälden – insbesondere von französischen Künstlern.

Sightseeing

Ein weiteres Must-See in der Stadt ist die gotische und neoklassizistische Kathedrale. Generell gibt der gesamte Stadtkern mit seinen teilweise bunten Fachwerkhäusern ein tolles Bild ab, sodass ein oder eineinhalb Tage in Rennes gut verlebt werden können. Für eine oder zwei Nächte bietet sich der in einem Forstgebiet am Stadtrand gelegene Campingplatz Camping municipal des Gayeulles an. Dieser bietet rund einhundertdreißig Stellplätze und zahlreiche Annehmlichkeiten.

Am nächsten Tag steht dann das letzte Teilstück der Wohnmobil-Bretagne-Rundreise auf dem Programm. Es geht zurück nach Nantes, dem Ausgangspunkt der Rundfahrt. Mit hoffentlich vielen schönen Erinnerungen und einer großen Portion Erholung im Gepäck kann es dann wieder in Richtung Heimat gehen. Überzeugen Sie sich selbst von den Vorzügen der rauen, aber gleichzeitig wunderschönen Landschaft der Bretagne. Das perfekte Wohnmobil für Ihren Bretagne-Urlaub finden Sie in der Suchmaske auf der CU | Camper-Startseite – dort können Sie verschiedene Modelle vergleichen und direkt buchen. Wir wünschen Ihnen einen tollen Urlaub!

© Mélanie Martin / Unsplash
Tierische Begegnungen am Strand
© Mael BALLAND / Unsplash
Die Bretagne ist bei Wassersportlern beliebt
Auf in die Bretagne
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