Der Nationalpark Picos de Europa

Denkt man an Spanien, stellen sich bei den meisten zunächst Gedanken an lange Sandstrände, große Fincas und pulsierende Städte ein.

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Doch eine – für viele eher unbekannte – Region ganz im Norden des Landes glänzt durch völlig andere Punkte. Sie umfasst nämlich mehrere gigantische Gebirgszüge und sattgrüne Landschaften. Die Rede ist vom Nationalpark Picos de Europa. Jenes Areal, das einst sogar der erste Nationalpark Spaniens war.

Geographie des Nationalpark Picos de Europa

Der Nationalpark Picos de Europa ist westlich der Großstadt Bilbao gelegen, rund zwanzig Kilometer von der Atlantikküste entfernt. Durch die Lage unweit des Meeres wird die Region zwar überdurchschnittlich oft von Regen heimgesucht – der faszinierenden Landschaft tut dies kein Abbruch. Über die Provinzen León, Kantabrien und Asturien verteilt sich das Gebiet des Nationalparks.

Diese Ausdehnung sorgt für beeindruckende Zahlen: Mehr als zweihundert Berggipfel finden sich in einer Höhe von über zweitausend Metern. Der höchste Gipfel – der auch als „Picu Urriellu“ bezeichnete Naranja de Bulnes – sticht mit seinen über zweitausendfünfhundert Metern dabei besonders hervor. Beachtlich dabei ist die Tatsache, dass ein kleines Dorf am Berg in über sechshundert Metern Höhe thront, das bis heute über keinerlei Straßenanbindung verfügt und Jahrzehnte lang nur über mühsame Aufstiege erreichbar war. Entsprechend bekannt ist das Örtchen Bulnes – das inzwischen jedoch über eine Anbindung an die Außenwelt durch eine Seilbahn verfügt und dadurch regelmäßig Touristen anzieht.

Aber auch die anderen Regionen des Nationalparks werden von zahlreichen Besuchern aufgesucht. Insgesamt sind die Berge im Nationalpark Picos de Europa in drei Bergmassive zu unterteilen. Macizo Oriental, Massiv Los Urrieles und Macizo Occidental sind die jeweiligen Areale, die für Wanderer oder Bergsteiger tolle Möglichkeiten und atemberaubende Ausblicke bieten. Diese können vielerorts genossen werden – zahlreiche Aussichtspunkte bieten fantastische Aussichten und tolle Fotomotive.

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Naranja de Bulnes

Sehenswürdigkeiten im Nationalpark Picos de Europa

Ebenso einzigartige Aussichten ergeben sich bei einer Fahrt mit der Seilbahn von Fuente Dé – diese führt ihre Fahrgäste in bis zu eintausendachtundert Meter Höhe. Durch die Ausblicke (sofern gerade kein Nebel über dem Nationalpark hängt) gehört sie ohne Zweifel neben all den natürlichen Attraktionen zu den Sehenswürdigkeiten im Nationalpark Picos de Europa.

Wiederum natürlichen Ursprungs sind zwei malerisch gelegene Bergseen, die ebenfalls bei keiner Entdeckungstour in der Region fehlen dürfen. Die sogenannten Seen von Covadonga strahlen eine fast schon mystische Schönheit aus. Dadurch sorgen die zwei Seen – Lago de Enol und Lago de la Ercina – für einen gelungenen Kontrast zum Bergpanorama, das sich praktisch durch den gesamten Nationalpark zieht.

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Wer die Berge und Täler des Nationalparks durchquert, wird sich auch von der facettenreichen Tierwelt vor Ort überzeugen können. Die einst durch Jagd fast ausgerotteten Pyrenäen-Gämse sind heutzutage zahlreich im Gebiet des Nationalparks anzutreffen. Außerdem können mit ein wenig Glück Rothirsche, Rotfüchse, Steinadler oder Gänsegeier in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden.

Wer den Nationalpark mit dem Wohnmobil erkunden möchte, kann mehrere Zufahrtswege nutzen. Als erste Anlaufstelle eignet sich besonders eines der drei ganzjährig geöffneten Besucherzentren des Nationalparks. Diese befinden sich in Bufferrera, Cangas de Onis und in Posada de Valdeón. Von den jeweiligen Zentren aus lässt sich der Besuch des Nationalparks optimal planen.

Campingplätze im Nationalpark Picos de Europa

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Für einen Besuch des Nationalparks sollten mehrere Tage Zeit eingeplant werden. Entsprechend ratsam ist es, sich für einige Nächte einen Stellplatz auf einem Campingplatz zu sichern. Glücklicherweise sind in unmittelbarer Umgebung mehrere für Wohnmobile geeignete Campingplätze ansässig.

Ein sehr zentraler Ausgangspunkt für Touren durch den Nationalpark Picos de Europa befindet sich beispielsweise am Ortsrand von Posada de Valdeón. Den dort gelegenen Campingplatz umgibt bereits ein grandioses Bergpanorama. Zwar fällt der Platz relativ einfach aus, jedoch hat er alles zu bieten, was für einen Wohnmobilurlaub elementar ist. Ein weiterer empfehlenswerter Campingplatz findet sich weiter nördlich, nur rund acht Kilometer Luftlinie vom erwähnten Bergdorf Bulnes entfernt: Der Platz Camping Naranjo de Bulnes. Auch dieser Campingplatz ist ruhig und gut gelegen.

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Eine weitere Option, um mit dem Wohnmobil in der Region zu übernachten, findet sich etwas östlich des Nationalparks. Der Platz Camping la Isla Picos Europa ist in den Sommermonaten ebenfalls ein beliebter Anlaufpunkt für Wohnmobilisten. Soweit möglich, sollten vor einer Reise in den Nationalpark Picos de Europa die Stellplätze bereits im Voraus gebucht werden – gerade in den Ferienzeiträumen. Zwar sind insgesamt rund um den Nationalpark ein Dutzend Campingplätze angesiedelt, was grundsätzlich für eine Menge Stellplatzoptionen sorgt. Doch besonders in den Zeiträumen, in denen viele Familien reisen, kann es trotzdem Engpässe geben, wodurch eine vorherige Buchung sinnvoll ist.

Wird der Wohnmobilurlaub im Norden Spaniens gut geplant, steht einer unvergesslichen Reise nichts mehr im Wege. Überzeugen Sie sich selbst von der Bergkulisse im ältesten Nationalpark des Landes. Eine Wohnmobilübernahme empfiehlt sich in den jeweils unter vierhundert Kilometer entfernten Orten Ferrol (rund dreihundertsiebzig Kilometer entfernt), Lugo (dreihundertfünfzig) oder San Sebastián (dreihundertzwanzig). Fahrzeuge können direkt auf der Webseite von CU | Camper abgefragt, verglichen und gebucht werden.

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