Die Schönheit des Vatnajökull-Nationalparks

Fotograf Albert Russ
Fotograf Albert Russ

Zugegeben – der Name ist vielleicht nicht ganz so einprägsam. Was sich in Sachen Natur jedoch im Vatnajökull-Nationalpark verbirgt, sucht seinesgleichen. Dabei kann man in vielerlei Hinsicht von Superlativen sprechen. Besonders imposant ist allein die Größe des Areals. Rund vierzehntausend Quadratkilometer (fast so viel wie das Bundesland Schleswig-Holstein aufbieten kann) sprechen von enormen Ausmaßen. Wenig verwunderlich erscheint es dabei, dass der Vatnajökull-Nationalpark deshalb rund vierzehn Prozent der gesamten Fläche Islands ausmacht.

Seit 2008, als er aus mehreren verschiedenen Nationalparks zusammengewachsen ist, darf sich der Nationalpark als der größte in ganz Europa betiteln.

Größter Nationalpark

Dabei begeistert er seine Besucher weniger durch eine vielfältige Tierwelt – wie es beispielsweise in vielen afrikanischen Nationalparks der Fall ist. Viel mehr ist es die Landschaft, die so einzigartig und facettenreich ist, wie kaum anderswo. Das sowieso schon dünn besiedelte Island ist im Südosten der Insel regelrecht menschenleer. Da sich der Nationalpark in jenem Gebiet befindet, gibt es dort viele Möglichkeiten, Islands Geologie ganz in Ruhe zu erkunden.

Fotografin Laila Gebhard
Der Auslauf der Wasserfalls Dettifoss im Nordosten Islands

Dabei verändert sich diese -teilweise rapide. Schließlich wurde und wird Island sowohl durch Feuer bzw. Lava, wie auch durch Eis geprägt. Alleine diese Gegensätze lassen sich bereits im Vatnajökull-Nationalpark bestaunen. Denn unter anderem finden sich sechs Vulkane im Areal des Nationalparks. Diese haben maßgeblich die Insel erschaffen und geprägt. Und auch heute noch zeigen sie sich mitunter aktiv. Dass dies Auswirkungen auf den gesamten Norden Europas haben kann, zeigte im Jahr 2010 der Ausbruch eines Vulkans, der teilweise den Flugverkehr in mehreren Ländern lahmlegte. Der Vulkan Askja ist einer der zentralen Punkte des Vatnajökull-Nationalparks und gleichzeitig eine der Sehenswürdigkeiten. Rund um die Vulkane finden sich oftmals karge und weite Landschaften, die beinahe eher an fremde Planeten erinnern, als an die Erde. Hin und wieder begegnen Urlauber auch kleinen Seen oder Geysiren.

Feuer trifft Eis

Fotograf Davide Cantelli
Gletscherwanderung im Vatnajökull-Nationalpark

Das Kontrastprogramm dazu bilden die Gletscher und das Eis auf Island. Zwar verschwindet auch auf der Insel das Eis zusehends – noch aber lässt sich die kalte Seite der Natur sehr gut beobachten und erleben. Teilweise erstrecken sich die Gletscher im Vatnajökull-Nationalpark auf bis zu einem Kilometer Höhe. Der imposanteste von ihnen ist mit rund achttausend Quadratkilometern der Vatnajökull-Gletscher, der gleichermaßen den Namen des Nationalparks prägt. Einzigartige Aus- und Einblicke ergeben sich entsprechend bei Gletscherbesteigungen. Idealerweise erklimmt man die Massen aus Eis auf einer geführten Tour, für die es zahlreiche Möglichkeiten gibt. Von Jeep-Touren bis hin zum Klettern am Eis ist vieles möglich. Die meisten der Touren dauern rund fünf Stunden – viele von ihnen sind auch für ungeübte Besucher problemlos zu absolvieren.

Doch auch abseits der Gletscher spielt Eis – bzw. Wasser – eine große Rolle. Die Wasserfälle sind es, die ebenfalls zu den mächtigen Naturspektakeln auf Island zählen. Einer von ihnen ist der Dettifoss. Zwar liegt er etwas nördlich des Nationalparks. Allerdings lohnt sich ein Ausflug dennoch, denn die herabrauschenden Wassermassen sind absolut imposant. Auch im Südosten der Insel – und damit des Vatnajökull-Nationalparks – spielt Wasser eine große Rolle. Durch mehrere kleine Seen und Flüsse fließt es dort und sorgt für beinahe überraschend grüne Landschaften. In dieser Region bietet sich dann auch die größte Chance, Tiere zu entdecken. Vorrangig sind dies Rentiere und verschiedene Entenarten.

Fotografin Cassie Boca
Der Svartifoss Wasserfall im Südosten Islands

Wer während eines Camperurlaubs den Vatnajökull-Nationalpark besuchen möchte, findet in Skaftafell das Besucherzentrum. Einst war der Skaftafell-Nationalpark selbst ein Aushängeschild für seine überragende Natur, bevor er mit in dem großen neuen Nationalpark aufging. Wenig verwunderlich scheint es daher, dass rund um jenes Visitor Center ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten und malerische Landschaftszüge die Gäste willkommen heißen.

Mit dem Camper zum Vatnajökull-Nationalpark

Fotoquelle McRent

Wer tagsüber die Natur Islands genießt, benötigt auch des nachts einen Schlafplatz inmöglichstschöner Lage. Glücklicherweise mangelt es Island weder an Platz, noch an ruhig gelegenen Orten, an denen sich Campingplätze angesiedelt haben.
Auch im und am Vatnajökull-Nationalpark finden sich entsprechend einige hervorragend für Wohnmobile geeignete Campgrounds. Neben dem in der Regel einfachen Charme der Campgrounds auf Island habensie mitunter noch ein besonderes Schauspiel zu bieten. Besser gesagt: Die Natur zeigt oftmals ihre farbenfrohen Vorstellungen.

Zwischen Mitte September und Ende März lassen sich nachts über Island oftmals Polarlichter erblicken.

Fotograf Tomas Malik
Der Snaefell ist der höchste Berg der Isle of Man

Diese im oder am Camper zu bestaunen, ist für viele Urlauber ein unvergessliches Erlebnis.

Einer der am prominentesten platzierten Campingplätze ist ohne Frage der Skaftafell Campground, der ganzjährig geöffnet ist. Jener Platz befindet sich direkt am Visitor Center. Reservierungen werden lediglich für größere Gruppen angeboten, jedoch findet sich so gut wie immer problemlos noch spontan ein Stellplatz auf dem Gelände. Stromanschlüsse, Duschen, Waschmaschinen und Trockner sind allesamt auf dem Skaftafell Campground vorhanden.

Ganz im Südosten Islands findet sich unweit des Vatnajökull-Nationalparks ein Campingplatz auf einer kleinen Halbinsel. Das Camping Höfn befindet sich dort am Rand eines verhältnismäßig belebten Ortes. So finden sich dort unter anderem auch mehrere Restaurants und Supermärkte, um das Proviant für unterwegs nachzufüllen. Nördlich des Nationalparks, nämlich in der Nähe des Dettifoss, empfängt der Ásbyrgi Campingplatz seine Besucher. Dieser wiederum befindet sich inmitten der sattgrünen Natur, umgeben von imposanten Felswänden.

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Island
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