Mit dem Camper von Auckland aus in die Wildnis

Kaum ein Land ist berühmter für spektakuläre Landschaften als Neuseeland. Ein Wohnmobil als der Inbegriff von Spontanität und Freiheit ist daher ideal, wenn es gilt, die zwei neuseeländischen Hauptinseln zu erkunden.

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Skyline von Auckland

Kaum sind Sie mit dem Wohnmobil von Auckland aus aufgebrochen, wird eines schon nach den ersten Kilometern auf Neuseelands Straßen klar: Die Behauptung, es gäbe hinter jeder Kurve etwas zu sehen, kann hier beinahe wörtlich genommen werden. Denn tatsächlich reihen sich unterwegs idyllische Buchten und Strände, geheimnisvolle Höhlen und himmelsstürmende Gebirge, heiße Quellen, rauschende Wasserfälle und reißende Flüsse sowie exotische Wälder geradezu aneinander.

Ein Wohnmobil von Auckland aus über die Nordinsel zu steuern ist Ihr Freifahrtschein für die vielfältige Szenerie Neuseelands. Ob Sie lieber für ein paar Tage am Lake Taupo verweilen, oder Tagestrips zu den Waitomohöhlen und der Halbinsel Coromandel machen, ist Ihre ganz eigene Entscheidung. So entgeht dem Auge entlang des Weges keiner der zahlreichen Wegweiser zur nächsten Attraktion.

Startschuss für Ihre Reise in die Wildnis

Den Camper in Auckland abzuholen bietet sich aus verschiedenen Gründen an: Die Metropole ist Neuseelands größte Stadt und somit per Flug am einfachsten zu erreichen. Die Abholstationen für Wohnmobile sind in Auckland sehr zahlreich und für die ersten Einkäufe stehen zudem unzählige Supermärkte zur Auswahl. Auch ist Auckland ganz zentral auf der Nordinsel gelegen und umgeben von herrlicher Natur, die zu Tagesausflügen gleich außerhalb der Stadtgrenzen lockt. So können Sie sich ganz entspannt an ihren Campingbus und den Linksverkehr gewöhnen, ohne aus der Reichweite Aucklands zu geraten.

Aber auch die Stadt selbst hat Einiges zu bieten, wie zum Beispiel die herrliche Aussicht vom Krater des Mount Eden oder den Sky Tower, den höchsten Fernsehturm der südlichen Hemisphäre.

Dies ist wohl auch der Grund, warum sich hier mit knapp 1,4 Millionen Einwohnern mehr als ein Drittel der Kiwis angesiedelt hat. Dass Neuseeland Reisenden mit einem Wohnmobil sehr entgegen kommt, zeigt sich bereits in Auckland, wo sich einige der besten Campingplätze des Landes, meist direkt am Strand, angesiedelt haben. Im Takapuna Beach Holiday Park beispielsweise parken Sie Ihr Gefährt direkt am Wasser. Zu der Ausstattung gehören unter anderem eine Küche, Duschen, ein Kiosk und die Möglichkeit zu angeln.

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Auckland bietet vielfältige Möglichkeiten

Um Auckland herum

Die restlichen 3 Millionen Neuseeländer, die nicht in Auckland leben, verteilen sich sehr weiträumig über die Nord- und die Südinsel des Landes, sodass man vielerorts tatsächlich noch von beinahe unberührter Wildnis sprechen kann. Dennoch ist die Infrastruktur mit exzellenten Straßen und gut betreuten Nationalparks perfekt ausgebaut und die Zivilisation nie allzu weit entfernt. Kaum verschwindet Auckland im Rückspiegel ihres Wohnmobils, so sind Sie schon mitten im Naturparadies.

Ein auch bei Einheimischen beliebter Tagesausflug führt nach Piha an der Westküste, wo sich auf dem lang gezogenen Strand der Bucht ein riesiger Fels erhebt.

Etwas weiter entfernt, aber immer noch sehr gut im Rahmen eines Tagestrips zu erreichen ist die Halbinsel Coromandel östlich von Auckland. Die Straße führt einmal um die Halbinsel herum, während eine idyllische Bucht die nächste jagt und den Blick auf die der Küste vorgelagerten Inseln preisgibt. Da machen sich das Wohnmobil und die mit ihm erworbene Freiheit schon bezahlt.

Sollte es zu spät werden, um nach Auckland zurückzukehren, so stehen auf Coromandel auch mehrere Campingplätze zur Verfügung. Zum Beispiel können Sie im Riverglen Holiday Park einen Stellplatz mieten. Der Campingplatz verfügt über Duschen, Barbecue Grill und Wäscherei, während der Dickson Holiday Park zum doppelten Preis noch einen Laden sowie einen Pool, einen Fahrradverleih und weitere Freizeitaktivitäten anbietet.

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Piha Beach bei Auckland

Das Northland

Nördlich von Auckland beginnt das Northland, der äußerste Zipfel der Nordinsel. Highlight eines mehrtägigen Trips ist die Bay of Islands, eine Bucht mit mehr als 150 Inselchen. Neben Badespaß erwarten Sie hier Delfinbegegnungen in freier Wildbahn. 

Das Northland ist auch die Heimat der Hobbits, wenn man den „Herr der Ringe“ Filmen Glauben schenken will: Die Fahrt mit dem Camper führt vorbei an sanften grünen Hügeln und dichten Wäldern, die direkt aus Mittelerde zu stammen scheinen.

Weiter gen Norden streckt sich eine Landzunge ins Meer und mit ihr der 90 Mile Beach, der seinem Namen alle Ehre macht. Der beinahe endlos lang scheinende Strand geht in riesige Sanddünen über, bevor das Festland am Kap Reigna endet. Hier erwartet Sie neben dem Blick auf eine raue Felsenküste auch gleich der Tapotupotu Campingplatz. Die Ausstattung ist mit kalter Dusche und ohne Stromversorgung eher spartanisch, doch der geringe Preis entschädigt. Die Lage direkt an einer Lagune ist dafür unbezahlbar.

Auch wenn das Northland dünn besiedelt ist, findet sich dennoch in ausreichenden Abständen immer ein Campingplatz und den unglaublichen Sternenhimmel gibt es gratis dazu.

Der Süden

Wenn Sie Ihren Camper von Auckland aus gen Süden steuern, warten nicht weniger spektakuläre Landschaften: Millionen Glühwürmchen in den enormen Waitomohöhlen, schwarze Sandstrände nahe New Plymouth, heiße Quellen und Stromschnellen bei Lake Taupo, eine Robbenkolonie am südlichen Kap Palliser sowie Wellington, die pulsierende Hauptstadt Neuseelands.

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An vielen dieser Orte warten gleich noch adrenalingeladene Aktivitäten, wie das Abseilen aus schwindelerregender Höhe in den Waitomohöhlen oder Wildwasserrafting in den Stromschnellen der Huka Falls. Eine wunderbare Rundreise führt über New Plymouth an der Westküste hinunter nach Wellington und dann, bevor es zurück nach Auckland geht, in die Gegend um Napier an der Ostküste.

Die Auswahl an Campingplätzen auf der Nordinsel ist vielfältig, sodass Sie einen Stellplatz für jeden Geldbeutel und Geschmack mieten können. Wer auf Luxus verzichten kann und mit öffentlichen Toiletten und Duschen auskommt, freut sich über die Gastfreundlichkeit der Kiwis. So wird die Polizei meist ein Auge zudrücken, wenn Sie das Wohnmobil am Strand oder in einer Seitenstraße parken, um dort zu übernachten.

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