In der Regel ist die Übernahme eines gemieteten Wohnmobils nicht weiter kompliziert und unterscheidet sich auch nicht grundlegend von der Übernahme eines Miet-PKW.
Bereits vor der Abreise sollte das Vertragswerk festgezurrt sein, besonders was Versicherungen betrifft. Die technischen Eigenschaften des Campers werden einem in der Regel von einem Mitarbeiter des Verleihers bei Abholung näher erklärt.
Bei Fernreisen sollten Sie nicht direkt nach der Ankunft das Wohnmobil übernehmen. Verbringen Sie nach dem langen Flug mindestens eine Nacht im Hotel und erscheinen dann frisch und ausgeruht an der Anmietstation. Dies ist sogar eine Vorgabe seitens der Vermieter. Wenn Sie ein Wohnmobil mieten: Beachten Sie unsere Tipps für die Übernahme, da spätere Reklamationen meist nicht mehr akzeptiert werden.
Fotograf: Travellers Autobarn
Fotograf: Martine Berendsen/Fraserway
Wohnmobil mieten: Grundlegende Tipps für die Abholung
Kontrollieren Sie auf dem Gelände des Vermieters zunächst den Camper auf Beulen, Kratzer oder Risse in den Scheiben.
Prüfen Sie außerdem, ob die Reifen noch ein ausreichendes Profil aufweisen und genügend Luft haben.
Info
Für das Ablassen von Schmutzwasser (Dumping) benötigen Sie einen Schlauch. Prüfen Sie, ob dieser lang genug ist – etwa zwei Meter sind ausreichend. Des Weiteren müssen Sie Frischwasser nachfüllen. Auch dafür ist ein Schlauch vonnöten. Prüfen Sie auch diesen Schlauch.
Prüfen Sie, ob Heizung und Klimaanlage funktionieren – je nach Wetterverhältnissen. Achten Sie darauf, dass die Lautstärke im Rahmen ist.
@ Travellers Autobarn Australien
@ Travellers Autobarn Australien
Soweit Sie noch keine Campingmöbel (Tisch, Stühle) bei der Buchung gemietet haben und diese auch nicht inklusive sind, holen Sie dieses jetzt nach. Prüfen Sie die Möbel auf ihre Funktionstüchtigkeit. Fragen Sie beim Vermieter nach mautpflichtigen Strecken (Toll Roads) auf Ihrer geplanten Route und klären Sie, wie die Gebühren zu zahlen sind.
In Australien zum Beispiel sind die Stadtautobahnen meist mautpflichtig.
Info
In der Regel werden dort die Fahrzeuge fotografiert und elektronisch erfasst. Zu diesem Zweck haben die Fahrzeuge kleine Transponder (sogenannte E-Tags) an Bord und bekommen später eine Rechnung für befahrene Strecken. Diese E-Tags sind im Camper nur selten vorhanden, Sie müssten vor dem Befahren der Strecke Ihre Fahrt telefonisch oder online anmelden. Wer unangemeldet eine Toll Road befährt, muss mit saftigen Nachgebühren rechnen. In einigen Ländern sind Vignetten für bestimmte Strecken notwendig. Daher empfiehlt es sich, im Voraus Informationen dazu einzuholen.
Kleiner Tipp zum Schluss: Fragen Sie beim Vermieter nach ein paar kurzen Brettern, die auf naturbelassenen Campingplätzen beim Anfahren sehr nützlich sein können.
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