In drei Wochen quer durch Neuseeland: Dieser Bericht zeigt die perfekte Route von Christchurch nach Auckland inklusive Insider-Tipps zu Freedom Camping und Stellplätzen.
Wir holen am 06.10.2025, nachdem wir uns schon ein bisschen an den nordamerikanischen Verkehr gewöhnt haben – wir sind bereits drei Tage da und haben die Niagarafälle und Freunde bei…
Schon lange hatten wir davon geträumt, mit dem Wohnmobil durch Kanadas wilde Natur zu reisen. Im Herbst war es endlich soweit: Zwei Wochen voller Abenteuer, Freiheit und atemberaubender Landschaften lagen…
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Im Juli 2025 bin ich gemeinsam mit einem Freund auf einen kurzen, aber unvergesslichen Campingtrip durch Österreich und die Schweiz gestartet. Da wir beide nicht endlos Zeit hatten, wollten wir uns bewusst auf wenige Stopps konzentrieren – dafür aber die Orte etwas intensiver erleben.
Unser Camper für das Abenteuer war ein ‘Van Conversion Urban Plus’, den wir um 13 Uhr bei McRent in Gelnhausen abgeholt haben. Das Team war super freundlich, kompetent und nahm sich viel Zeit für eine ausführliche Übergabe von circa 45–60 Minuten – ein entspannter Start. Für mich war es besonders aufregend, denn ein eigener – am liebsten selbst ausgebauter – Van steht schon lange ganz oben auf meiner Wunschliste.
Nachdem die Übergabe erledigt und die Kaution hinterlegt war, ging es für uns erstmal wieder nach Hause – die Vermietstation war nur etwa 40 Minuten entfernt. Dort haben wir unseren bereits gepackten Kram in aller Ruhe in den Camper geladen. Danach stand der erste Großeinkauf auf dem Plan.
Da der Kühlschrank mit Gas betrieben wird – und das während der Fahrt abgeschaltet sein muss – kauften wir für den ersten Tag überwiegend ungekühlte Lebensmittel. Nur ein paar frische Sachen fürs Frühstück kamen dazu, da wir am ersten Stellplatz ohnehin nur eine Nacht bleiben würden. Unser Camper war nicht für längeres autarkes Stehen ausgelegt, aber für eine Nacht kein Problem. Gegen 17 Uhr ging es los: Ziel war der circa 4 Stunden entfernte Bodensee. Campingplätze hatten wir bewusst nicht reserviert.
Für die Suche nach Stell- und Campingplätzen haben wir übrigens durchgehend die App ‘Park4Night’ genutzt. Sie zeigt übersichtlich Plätze in der Umgebung, inklusive Bewertungen, Fotos und nützlichen Infos von anderen Camper:innen – für uns ein echter Gamechanger auf der Reise.
Die erste Nacht verlief leider etwas weniger idyllisch als erhofft. Zwar bot unser spontan gefundener Stellplatz einen traumhaften Blick auf den Bodensee nahe Friedrichshafen, lag jedoch direkt an einer Schnellstraße – in einer einfachen Parkbucht. Durch die leichte Schräglage des Vans mussten wir quer im Bett schlafen, was für meinen 1,95 m großen Reisebegleiter nicht gerade bequem war. Trotzdem entschädigte der Morgen für vieles: Ein entspanntes Frühstück mit direktem Blick auf den Bodensee – das hatte definitiv etwas!
Bevor wir weiter Richtung Vorarlberg (Österreich) fuhren, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum nur fünf Minuten entfernten Campingplatz. Dort sind wir zur Abkühlung in den Bodensee gesprungen und konnten gegen einen kleinen, freiwilligen Beitrag unser Frischwasser auffüllen und die Duschen nutzen – sicher ist sicher, da wir noch nicht wussten, ob wir am Abend wieder autark stehen oder auf einem Campingplatz übernachten würden.
Der Campingplatz Großwalsertal
Spontan machten wir einen Abstecher ins charmante Lindau. Während der Fahrt dorthin (circa eine Stunde) hatte ich parallel verschiedene Campingplätze im Vorarlberg angerufen – mit Erfolg: Ich konnte uns einen traumhaft gelegenen Platz auf einem kleinen, familiären Campingplatz sichern. Aber dazu später mehr. Direkt am Hafen fanden wir einen großen Parkplatz. Ein Spaziergang durch die Altstadt, kleiner Snack für zwischendurch, ein Eis – dann ging es weiter zum ‘Campingplatz Großwalsertal’.Die einstündige Anfahrt zu unserem Campingplatz führte uns teils über kurvenreiche Serpentinenstraßen. Der Campingplatz Großwalsertal entpuppte sich als ein kleiner, familiengeführter Platz mit einem 360°-Blick auf die Berge. Trotz leichtem Regen und bewölktem Himmel war die Aussicht einfach atemberaubend – rundum Berge, soweit das Auge reicht.
Die Betreiber:innen des Platzes waren unglaublich herzlich und gastfreundlich. An der Rezeption konnte man sogar hauseigene Produkte wie Käse, Butter und Wurst kaufen – ein echtes Highlight für Fans regionaler Spezialitäten. Abends hieß es dann: Strom anschließen, Markise ausfahren, Pasta kochen, Aperol Spritz, Kartenspiel. So lässt man den Abend gerne ausklingen.
Die zweite Nacht war erholsamer als die erste. Nach einem gemütlichen Morgen starteten wir zu einer kleinen Wanderung. Die Besitzerin empfahl uns den Wandererlebnispfad in Marul. Da das Wetter – wie bereits erwähnt – nicht ganz auf unserer Seite war, warteten wir bis zum Mittag – als der Regen nachlassen sollte – und machten uns gegen 12:30 Uhr auf den Weg. Der Wanderweg startete direkt am Campingplatz und entpuppte sich als etwas anspruchsvoller als erwartet – aber für Wanderanfänger wie uns trotzdem gut machbar.
Nach etwa einer halben Stunde erreichten wir Marul und damit auch den Einstieg in den Erlebnispfad. Dort konnte man zwischen drei Strecken wählen: 3,5 km, 5,6 km oder 6 km. Wir entschieden uns für die 5,6 km-Route mit Hängebrücke. Leichter Dauerregen begleitete uns, aber die Stimmung blieb gut. Der Weg führte uns an malerischen Flussläufen vorbei, ebenfalls an einem kleinen See, auf dem man sogar mit einem Floß fahren konnte. Direkt daneben lag ein hübscher Grillplatz – ein toller Ort für Familienausflüge bei besserem Wetter.
Als der Regen dann doch stärker wurde und nicht mehr aufhören wollte, entschieden wir uns spontan für die kürzere Variante der Route und machten uns nach etwa drei Stunden Gesamtwanderung auf den Rückweg. Kurz vor dem Campingplatz legten wir noch einen Zwischenstopp im kleinen Dorfladen in Marul ein und nahmen ein paar regionale Leckereien mit. Rückblickend war der Wandererlebnispfad eine tolle Entdeckung – abwechslungsreich, naturverbunden und besonders für Familien mit Kindern ideal. Es gibt dort unzählige Dinge zu entdecken und zu erleben.
Am Nachmittag fuhren wir noch rund 30 Minuten nach Feldkirch, um den Einkauf für die verbleibenen vier Tage zu erledigen. Abends wurde wieder entspannt gekocht, gegessen und der Tag konnte ganz in Ruhe ausklingen.
Unser dritter Tag begann mit einem ordentlichen Regenschauer – und mit der Aufgabe, alles im strömenden Regen zusammenzupacken. Nachdem wir ausgecheckt hatten – für zwei Nächte mit Strom zahlten wir insgesamt 80 € – machten wir uns auf die rund dreieinhalbstündige Fahrt zu unserem nächsten Ziel: Interlaken in den Schweizer Alpen.
Schon am Morgen hatte ich mich wieder durch die Campingplätze telefoniert. Die Suche gestaltete sich diesmal etwas schwieriger, da wir unbedingt einen Platz direkt am Thunersee wollten. Schließlich stießen wir auf den ‘Campingplatz Manor Farm’, der in der Hochsaison nach dem First come, first serve-Prinzip arbeitet. Am Telefon versicherte man uns aber, dass zu unserem Ankunftszeitpunkt noch ausreichend Stellplätze frei seien.
Vor Ort gingen wir direkt zur Rezeption und durften uns selbst einen Platz aussuchen. Nach einer kurzen Besichtigung entschieden wir uns für einen schönen, aber preislich moderaten Stellplatz. Da in der Schweiz andere Stromanschlüsse verwendet werden als in Deutschland und Österreich, bekamen wir gegen eine Leihgebühr von 40 € direkt den passenden Adapter.
Einer der vielen schönen Wasserfälle südlich von Deutschland
Der Campingplatz Manor Farm war deutlich größer als unsere bisherigen Plätze und bot sogar einen eigenen Strandzugang zum Thunersee – ein echter Pluspunkt. Am Abend feuerten wir den Grill an und ließen uns selbstgemachte Burger schmecken. Danach ging es früh ins Bett, um am nächsten Tag fit zu sein: Geplant war ein kompletter Erkundungstag in Interlaken, der Stadt zwischen Thunersee und Brienzersee.
Unseren letzten vollen Tag ohne Fahrt verbrachten wir – wie bereits geplant – in Interlaken. Ein großer Vorteil unseres Campingplatzes: Wir konnten kostenlos mit der Fähre direkt nach Interlaken fahren. Möglich machte das eine Gästekarte, die wir beim Einchecken auf dem Campingplatz erhalten hatten. Mit dieser Karte konnte man nicht nur kostenfrei die Fähre und den Bus nach Interlaken nutzen, sondern erhielt auch Rabatte auf zahlreiche Freizeitangebote in der Umgebung. Leider reichte unsere Zeit nicht, um davon mehr in Anspruch zu nehmen.
Nach einer gemütlichen 25-minütigen Bootsfahrt legten wir in Interlaken an. Vom Bootssteg war es nur ein kurzer Spaziergang von etwa fünf bis zehn Minuten bis ins Zentrum. Dort schlenderten wir durch die Straßen, bis wir Lust auf etwas typisch Schweizerisches zum Mittag bekamen. Unsere Wahl fiel auf das ‘Restaurant Aarmühle’, wo wir ein herrlich cremiges Schweizer Fondue genossen haben.
Mit gut gefülltem Magen erkundeten wir anschließend noch ein wenig die Stadt und deckten uns mit einer Auswahl bester Schweizer Schokolade ein – ein Muss, bevor es wieder nach Hause geht. Am späten Nachmittag nahmen wir erneut die Fähre zurück zum Campingplatz. Dort gab es nur noch eine kleine Jause, denn nach dem üppigen Mittagessen waren wir immer noch satt. Den Abend ließen wir – wie so oft – bei einer Runde Kartenspielen ausklingen, bevor wir müde, aber zufrieden ins Bett fielen.
Am Abreisetag mussten wir bis spätestens 11 Uhr ausgecheckt haben. Für zwei Nächte inklusive Strom zahlten wir etwa 110 €. Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat, da wir den Camper am nächsten Morgen bereits um 10 Uhr zurückgeben mussten. Unser Plan: Die letzte Nacht in der Nähe von Gelnhausen verbringen.
Ganz konnten wir uns jedoch noch nicht von der Schweiz verabschieden. Da es auf unserer Route lag, legten wir für ein Mittagessen einen letzten Stopp in Zürich ein – einer wunderschönen, sauberen und lebendigen Stadt. Nach rund zwei Stunden Fahrt fanden wir auch dort überraschend schnell einen Parkplatz, der groß genug für unseren Van war. Die Gebühr zahlten wir bequem an der Parkuhr; bis in die Altstadt waren es etwa 15–20 Minuten zu Fuß.
Nach einem leckeren Mittagessen bummelten wir noch kurz durch die Geschäfte und machten uns anschließend auf den Rückweg zum Camper. Vor uns lagen noch rund vier Stunden Fahrt. Für unsere letzte Übernachtung entschieden wir uns, autark an einem kleinen See in der Nähe der Vermietstation zu stehen – perfekt, da wir ohnehin erst spät am Abend ankamen.
Bevor wir am Morgen den Camper zurückgaben, hieß es zunächst: zusammenräumen, putzen und aufräumen. Auf einem nahegelegenen Campingplatz entleerten wir noch das Grauwasser sowie die Toilette. Als alles erledigt war, machten wir uns auf den Weg nach Gelnhausen zur Rückgabe bei McRent. Dort wurde der Camper in Empfang genommen und gründlich kontrolliert – ob er besenrein war und ob es Schäden gab. Alles war in bester Ordnung – und so wurde mir die Kaution direkt zurücküberwiesen. Mit einem guten Gefühl und vielen schönen Erinnerungen im Gepäck machten wir uns schließlich auf den Heimweg – nach einem kurzen, aber unvergesslichen Campingabenteuer.
Top Highlights
-> Stadtbummel durch Lindau am Bodensee
-> Wandererlebnispfad in Marul im Großwalsertal in Vorarlberg
-> Bootsfahrt vom Campingplatz Manor Farm nach Interlaken am Thunersee in der Schweiz