Die Drakensberge – Auf der Spitze von Südafrika

Zunächst ein paar popkulturelle Hinweise: In Roland Emmerichs Katastrophenfilm „2012“ stellten die Drakensberge den höchsten Punkt der Erde dar, nachdem die ganze Welt in Schutt und Asche gelegt und Afrika angehoben wurde.

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See und Amphitheater

Und: Angeblich waren die Drakensberge eine maßgebliche Inspiration für den Schriftsteller J. R. R. Tolkien, als er den Schauplatz Mittelerde für sein Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“ erdachte. Nimm dies, Neuseeland!

Wenden wir uns dem echten Leben zu. Und da stellen die „Drachenberge“ in Südafrika und Lesotho das höchste Gebirge im südlichen Afrika dar: eine atemberaubende Berglandschaft mitsamt gigantischen Wasserfällen und einer ebenso bemerkenswerten wie seltenen Flora und Fauna, die im Jahr 2000 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde.

Die etwa 1.000 Kilometer langen Drakensberge werden in Lesotho Maloti-Berge genannt, in der Sprache der Zulu heißen sie „uKhahlamba“ – das bedeutet „Wand der aufgestellten Speere“ und geht auf die Unmengen von Schluchten, Bergkämmen und -zinnen zurück. Geografisch lässt sich die Region in die nördlichen, zentralen und südlichen Drakensberge einteilen.

Nördliche Drakensberge

Die berühmteste Sehenswürdigkeit der nördlichen Drakensberge ist das Amphitheater: Beinahe acht Kilometer ist diese gigantische Felswand lang und schießt 1.000 Meter in die Höhe – senkrecht!
Wer in den Drakensbergen wandern will, ist hier ebenfalls gut aufgehoben: Zahlreiche Wanderwege führen in die riesige Schlucht Tugela Gorge und zum Gipfel des Mont-Aux-Sources mit seiner Höhe von 3.282 Metern.

Ein weiterer Besuchermagnet der Tugela-Schlucht sind die Tugela Falls, ein fünfstufiger Wasserfall mit einer Höhe von 948 Metern. Wenn im Winter der obere Teil zufriert, entstehen eindrucksvolle Eissäulen.

Tipp

Als zweithöchster Wasserfall der Erde werden die Tugela Falls nur noch von den Salto-Ángel-Wasserfällen in Venezuela (979 Meter) übertroffen.
Tugela-Schlucht und Mont-Aux-Sources sind Teil des Royal-Natal-Nationalparks. 1916 wurde dieses Naturschutzgebiet gegründet, das wiederum Teil des uKhahlamba-Drakensberg-Parks ist. Neben der außergewöhnlichen Landschaft kann das Gebiet mit zahlreichen endemischen Tier- und Pflanzenarten auftrumpfen. Zudem hat das alte Volk der San hier fast jede Höhle und jeden Berghang mit Felsmalereien versehen: Die rund 30.000 Bilder an circa 600 Fundstellen sind bis zu 4.000 Jahre alt sind.

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Die Landschaft der Drakensberge

Zentrale Drakensberge

Die zentralen Drakensberge sind Heimat des höchsten Gipfels – dem 3.482 Meter hohen Thabana Ntlenyana in Lesotho. Zu den weiteren bekannten Bergen dieser Region gehören Champagne Castle (mit 3.377 Metern der zweihöchste Gipfel Südafrikas), Giant’s Castle (3.315 Meter), Monk’s Cowl (3.234 Meter) und Cathkin’s Peak (3.181 Meter). Das gesamte Gebiet ist mit vielen Wanderwegen und Hotels gut erschlossen. Der südliche Teil der Drakensberge ist weniger auf Tourismus ausgerichtet, in erster Linie besteht er aus Naturschutzgebieten.

Größte Sehenswürdigkeit ist der Sani-Pass, mit 2.874 Metern die höchste Passstraße Afrikas. Gleichzeitig ist dieser auch die einzige Verkehrsverbindung zwischen der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal und Lesotho. Für die Überquerung ist ein Allradantrieb Voraussetzung, kein Wunder bei der Schotterpiste und den unzähligen Schlaglöchern. Oben auf dem Berg bietet die Sani Mountain Lodge Unterkünfte, Speisen und Getränke – bei einem ebenso traumhaften wie unvergesslichen Panorama!

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