G’day mate: Einreise und Camping in Australien – Das müssen Sie wissen!

Wer zum Camping nach Australien fliegt, muss sich mit strengen Ein- und Ausreiseregeln auseinandersetzen.

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So sind für die Einreise ein gültiges Visum für Australien sowie ein gültiger Reisepass erforderlich. Das reguläre Touristenvisum für Aufenthalte bis zu 3 Monaten wird kostenlos ausgestellt, gilt über einen Zeitraum von 12 Monaten und kann für mehrmaliges Einreisen genutzt werden. Für längere Besuche gibt es Visa, die einen Aufenthalt bis zu 6 Monaten erlauben, 4 Jahre gültig sind und ca. 30 Euro kosten. Dass die Einfuhr von Waffen und Drogen tabu ist, überrascht wenig.

Aber auch Obst, Milchprodukte, Nüsse und Pflanzen dürfen nicht mit nach „Down Under“ genommen werden – zu empfindlich ist das australische Ökosystem.

Daneben dürfen einige Produkte zwar zollfrei eingeführt werden, ziehen aber oft eine genaue Begutachtung seitens der Zollbeamten nach sich, etwa Medikamente oder Süßigkeiten. Letztere nehmen Sie am besten in ihrer Originalverpackung mit.

Bei der Einfuhr von Medikamenten kann es nicht schaden, eine schriftliche Erklärung des Arztes oder die Kopie des Rezeptes mit sich zu führen. Dazu kommen Sonderregelungen für streng limitierte Waren: Personen über 18 Jahren dürfen höchstens 50 Zigaretten oder 50 Gramm Tabak sowie 2250 Milliliter Alkohol mitführen.

Waren oder Geschenke sind bis zu einem Wert von über 900 australischen Dollar (AU$) erlaubt (etwa 560 Euro), bei Personen unter 18 Jahren beträgt diese Grenze AU$ 450. Die Ein- oder Ausfuhr von Geldbeträgen ist bis AU$ 10.000 möglich, alles darüber muss beim Zoll angeben werden. Besucher müssen ein Einreise-Formular sowie ein Formular der Zollverwaltung ausfüllen, welches man am Flughafen erhält.

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Gut vorbereitet für Ihre Australienreise

Camping in Australien: Nützliches zu Land und Leuten

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Australier gelten als sehr liberal und unkompliziert: Wenn sie nicht die landestypische Begrüßung „G’Day, mate!“ („Hallo, Kumpel!“) benutzen, stellen sie sich meist gleich mit ihrem Vornamen vor. Nur ältere Menschen sollte man nicht sofort mit Vornamen ansprechen, sondern darauf warten, dass einem der Gegenüber das anbietet. Mit einigen Handzeichen muss man in Australien allerdings aufpassen: Der Tramper-Daumen bedeutet für viele Australier so viel wie „verpiss Dich“. Ein umgekehrtes „Victory V“ (mit Handfläche zum Körper) entspricht – wie in England – dem ausgestreckten Mittelfinger. Die australischen Bekleidungsregeln sind recht locker und leger gehalten, was natürlich auch mit der Hitze zu tun hat. Nur zu Geschäftsessen und offiziellen Zusammenkünften sollte man auch ein eleganteres Outfit wählen. An den Stränden ist FKK-Baden nur an ausgewiesenen Bereichen zulässig, Oben-ohne wird dagegen an vielen Stellen toleriert.

Essen und Trinken in Australien

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Wenn Sie zum Camping in Australien sind, werden Sie auch in Sachen Essen und Trinken schnell ein gewisses Laisser-faire feststellen. Beim Essen legen Australier, wenn sie mit einer Hand essen, die andere Hand in den Schoß und nicht auf den Tisch. Wie in Neuseeland gibt es auch in Australien sogenannte „Bring Your Own“-Restaurants (BYO). Diese besitzen keine Lizenz zum Alkoholausschank, und man kann eigenen Wein oder eigenes Bier mitbringen. Trinkgelder sind in Australien eher nicht üblich; wenn, dann in gehobenen Restaurants. Zwei Dinge, die Sie in Australien besser unterlassen: erstens Drängeln. Australier sind, wie die Briten, äußerst disziplinierte Schlangesteher. Und zweitens Spucken. In Australien ist Spucken in der Öffentlichkeit verboten und kann sogar bestraft werden. Während einer privaten Unterhaltung vermeidet der Australier geschäftliche Themen. Auch die Vergangenheit von Australien als ehemalige Gefangenenkolonie sollte nicht ganz oben auf der Themenliste stehen. Bei einem Gespräch sollte man einen gewissen körperlichen Abstand zum Gegenüber wahren, zu große Nähe ist verpönt.
Und nun viel Spaß beim Camping in Australien!

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