Porto

Portugal ist aus vielen Gründen ein beliebtes Land unter Campern. Neben den malerischen Küsten mit ihren traumhaften Strandabschnitten prägen auch im Inland ansehnliche Landschaften das Bild. Und nicht zuletzt sorgen die Menschen und Ortschaften für ein angenehmes Flair. Neben vielen urigen kleinen Dörfern ragen auch größere Städte heraus. Dabei ist nicht nur Lissabon einen Besuch wert. Auch das im Nordwesten des Landes gelegene Porto trumpft mit seinen ganz eigenen Reizen auf. Jene stellen wir in diesem Artikel ausführlich vor und verraten, warum die Region rund um Porto hervorragend für einen Urlaub samt Wohnmobil geeignet ist. 

Die Vorteile beginnen bereits bei der Größe der Hafenstadt. Denn mit nur rund zweihundertfünfzigtausend Einwohnern ist Porto vergleichsweise überschaubar. So lässt sich die Stadt in nur zwei Tagen schon verhältnismäßig gut erkunden. Das lohnt sich besonders vor oder nach einer Wohnmobil-Rundreise. Porto ist nicht unbedingt die Stadt der weltbekannten Sehenswürdigkeiten. Dafür aber lockt sie mit ihrem ganz besonderen Charme, vor allem rund um die Altstadt. Insbesondere deren Kern, das Viertel Ribeira, ist ansehnlich. Es zieht sich über einen Hügel in die Höhe, sodass von unten als auch von oben zahlreiche Aussichtspunkte das Viertel in Szene rücken. Da es in den vergangenen Jahrhunderten nicht zerstört wurde, konnte es natürlich wachsen. Und so bietet ein Spaziergang auch Einblicke in verschiedene Epochen der Stadt und des Landes.

Ein besonders sehenswerter Ausblick ergibt sich übrigens rund um die Kathedrale von Porto. Während das sakrale Bauwerk selbst auch eindrucksvoll ist, ergeben sich von der Plattform herum abwechslungsreiche Ausblicke über die Altstadt. Im Zentrum der Stadt findet sich eine prunkvolle Allee. Die ‘Avenia dos Aliados’ führt unter anderem bis zum Rathaus der Stadt. Auch sonst tummeln sich zahlreiche herausragende Bauten rund um die Straße. Shopping-Optionen finden sich mehr als genügend im Stadtzentrum. 

Farbenfrohe Altstadt am Atlantik

Aus architektonischer Sicht begeistert vor allem eine Bogenbrücke, welche die Gemeinde Vila Nova de Gaia mit der Altstadt verbindet. Da die fast vierhundert Meter lange ‘Ponte Dom Luis I’ auf mehreren Ebenen von Zügen, Autos und Fußgängern genutzt wird, ist sie stets belebt. Sowohl von der Brücke als auch rund um sie herum ergeben sich herausragende Aussichten. Der Baubeginn für die Brücke datiert bereits aus dem Jahr 1881 – bis zur Eröffnung dauerte es fünf Jahre. 

Berühmte blau-weiße Keramikfliesen

Ein ebenfalls beachtlicher Bau ist der Bahnhof der Stadt. Der ‘São Bento’ besticht dabei vor allem mit seinen Durchgangshallen. Die sind nämlich mit blau-weißen Fliesen geschmückt, die historische Darstellungen zeigen. Da diese Kunstform in Portugal generell sehr verbreitet ist und zur Perfektion getrieben wurde, hat der Bahnhof einige imposante Werke zu bieten. 

Da Porto Zugang zum Atlantik bietet, lohnt es sich natürlich auch, die eine oder andere Sonnenstunde des Urlaubs am Strand zu verbringen. Die ‘Praia de Madalena’ zählt zu den beliebtesten Stränden rund um die Stadt. Einige Kilometer weiter südlich ist die ‘Praia Azul Espinho’ nicht minder besuchenswert. Beide Strände sind bei Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen beliebt.

Douro-Tal

Bekannt sind Porto und Umgebung aus kulinarischer Sicht für Portwein. Gerade für Weingenießer lohnt es sich, die eine oder andere Weinverkostung oder Führung über ein Weingut in Anspruch zu nehmen. Selbstredend sollte das Wohnmobil zuvor schon sicher an seinem Platz stehen (sofern die Fahrer selbst die Spezialität genießen möchten). 

Es gibt auch viele Optionen rund um die Stadt, die angrenzenden Weinanbaugebiete vom Schiff aus zu entdecken. Dafür bietet sich eine Fahrt über den Duoro an – die bis ins ‘Alto Duoro’ führen kann. Dies ist eines der ältesten Weinanbaugebiete überhaupt und beeindruckt mit großflächigen, terrassenförmig angelegten Weinbergen. Noch schneller und flexibler als mit dem Schiff, lässt sich die Region mit dem Wohnmobil entdecken.

Weinanbau und sakrale Bauten im Umland

Nicht nur der Norden Portugals ist sehenswert. Wer sich mit dem Wohnmobil weiter gen Süden vorarbeitet, kann die Hauptstadt Lissabon oder dutzende herausragender Surfspots an der Atlantikküste in Augenschein nehmen. Insbesondere im Süden wartet mit der Algarve ein gleichermaßen sehenswertes wie sonniges Areal. 

Wer sich nicht allzu weit von Porto entfernen möchte, findet jedoch auch in näherer Umgebung lohnenswerte Ziele. Nach nur einer Stunde Fahrzeit mit dem Wohnmobil kann Braga erreicht werden. Die nordöstlich von Porto gelegene Stadt ist ebenfalls sehenswert. Sie gilt als religiöses Zentrum Portugals, weshalb sich über die Jahrhunderte viele Kirchen, Kathedralen und Paläste vor Ort angesiedelt haben. Auf einem Spaziergang oder bei einer Fahrradtour rund um die Stadt lassen sich entsprechend imposante Bauten erspähen. Dazu zählt ohne Frage auch eine monumentale Barocktreppe im Viertel Bom Jesus do Monte.

Barocktreppe im Viertel Bom Jesus do Monte

Und wie wäre es mit einem kleinen Abstecher nach Venedig? Das mag zugegebenermaßen von Porto aus nach einer größeren Unternehmung klingen. Dabei liegt – zumindest ein kleines – Venedig nicht weit entfernt. Genauer gesagt handelt es sich um den Ort Aveiro. Der liegt rund eine Stunde Fahrzeit südlich von Porto ebenfalls am Atlantik. Besonders farbenfrohe Boote befördern Menschen und Waren durch die zahlreichen Kanäle der Stadt. Zum einen deshalb, zum anderen aber auch aufgrund durchaus sehenswerter Bauten ist zumindest mancherorts eine optische Ähnlichkeit zur beliebten italienischen Metropole nicht ganz von der Hand zu weisen.  
Wer sich in Portugals grüne Natur begeben möchte, findet dazu im Penada Geres-Nationalpark Gelegenheit. Der befindet sich rund eineinhalb Stunden Fahrzeit nördlich von Porto an der Grenze zu Spanien. Im Nationalpark können Wanderungen durch das hügelige Gelände unternommen werden. Beispielsweise vom Pedra Bela aus ergeben sich gigantische Ausblicke auf die umliegenden Wald- und Flusslandschaften. 

Campingplätze rund um Porto

Portugal ist relativ gut auf Wohnmobilurlauber eingestellt. Vielfach finden sich Campgrounds in den Küstenregionen des Landes, vereinzelt auch im Landesinneren. Generell ist es ratsam, größere bzw. bewachte Campingplätze zu nutzen. Wie in vielen anderen Urlaubsländern auch ist es zudem empfehlenswert, Wunschcampingplätze im Voraus zu buchen. Besonders in stark frequentierten Ferienzeiträumen kann es sonst schwierig werden, die Plätze der Wahl spontan zu ergattern. 

Direkt im Stadtgebiet von Porto sind keine Stellplätze zu finden. Dafür sind rund um die Stadt einige empfehlenswerte Campgrounds angesiedelt. Relativ nah am Zentrum findet sich das ‘Camping Orbitur Canidelo’. Der relativ einfache Platz mit seinen siebzig Stellplätzen besticht dabei durch seine Lage fast direkt am Atlantik. Die sehr weitläufige Strandpromenade ist praktisch beim Ausstieg aus dem Wohnmobil erreicht. 

Wer lieber etwas außerhalb der Stadt die Ruhe sucht, ist beispielsweise auf dem ‘Vila Chã Camping’ bei Facho bestens aufgehoben. Der einladende Platz befindet sich rund zwanzig Kilometer nördlich von Porto, ebenfalls nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Rund sechzig vergleichsweise großzügige Stellplätze bieten beste Voraussetzungen, um Strand und umliegende Straßenzüge zu erkunden. 

Douro Fluss am Abend

Auch rund um Braga finden sich gleich mehrere passende Unterkunfts-Optionen für Wohmobilurlauber. Gleichermaßen zentral gelegen wie beliebt ist dabei beispielsweise der ‘Parque Municipal de Campismo’. Dessen Areal findet sich etwas südlich der Altstadt. Mit vierzig Stellplätzen ist das neben einem alten Sportstadion gelegene Gelände vergleichsweise klein. Dennoch bietet es alles, was das Camperherz begehrt und ist idealer Ausgangspunkt für einen ausgedehnten Spaziergang durch Braga. 

Das passende Wohnmobil für Ihre Rundtour durch den Norden Portugals können Sie mit nur wenigen Klicks auf der Webseite von CU | Camper buchen. Nach einer Suchabfrage mit den entsprechenden Reisedaten können verschiedene Fahrzeuge verglichen und direkt gebucht werden. So steht einer Tour entlang sonnenverwöhnter Sandstrände und malerischen Weinlandschaften nichts mehr im Wege. Wir wünschen einen erholsamen Roadtrip.

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