Mit dem Wohnmobil Venedig und Umland entdecken

Fotograf: Efired
Fotograf: Efired

Venedig ist fast schon ein Mythos. Die einzigartige Stadt gilt ohne Zweifel als eine der größten Attraktionen Italiens. Das liegt insbesondere an ihrer historischen Architektur. Doch der Zahn der Zeit nagt an der Traumstadt. In einigen Jahrhunderten, vielleicht sogar Jahrzehnten, könnten Teile Venedigs oder gar die ganze Stadt vom Erdboden verschwunden sein. Jener möglicherweise bevorstehende Untergang sorgt vermutlich seinerseits dafür, dass besonders viele Urlauber aus aller Welt die Bauwerke der Lagunenstadt und ihre sagenumwobenen Kanäle selbst besuchen möchten. Rein von der Einwohnerzahl her – rund 250.000 – zählt Venedig sicherlich nicht zu den großen Metropolen. Die architektonischen Meisterwerke und die Sagen rund um die Stadt katapultieren sie dennoch weit nach vorne in der Gunst der Touristen.

Selbstredend ist das bereisen von Venedig selbst mit dem Wohnmobil Humbug. Die Größe der Straßen ist für den rollenden Tourismus schlicht nicht ausreichend.  Dennoch eignet sich die Stadt (oder zumindest deren Nachbarschaft) hervorragend als Startpunkt oder Zwischenziel für Rundreisen mit dem Wohnmobil. Weiter unten erörtern wir, welche weiteren Orte und Regionen von Venedig aus gut angesteuert werden können.

Möchte man die Sehenswürdigkeiten der Stadt vorstellen, weiß man kaum, wo man beginnen soll. Grundsätzlich ist Venedig aufgrund seiner zahlreichen Wasserstraßen berühmt. Eine Gondelfahrt über die vielen Kanäle ist daher selbstverständlich für so gut wie alle Besucher der Stadt ein Muss. Von allen Kanälen Venedigs hat wohl der Canal Grande die größte Strahlkraft. Über vier Kilometer zieht er sich innerhalb der Stadtgrenzen und ist eine der wichtigsten Wasserstraßen überhaupt. Überspannt wird der Kanal von insgesamt vier Brücken. Eine davon ist die Rialtobrücke, die ihrerseits zu den Attraktionen Venedigs zählt.

Sehenswertes in Venedig

Besonders viele Sehenswürdigkeiten finden sich rund um den Markusplatz. Jene rund zweihundert mal hundert Meter große Plaza ist so etwas wie ein Dreh- und Angelpunkt für die Besucher aus aller Welt. Das hängt auch damit zusammen, dass der Platz an den gleichnamigen Dom, den Markusdom, angrenzt. Die Kirche ist mit ihren fünf Kuppeln besonders ansehnlich. Erbaut wurden die ersten Bestandteile des Markusdoms bereits im elften Jahrhundert – rund dreißig Jahre beanspruchte der Bau damals. Der Campanile di San Marco – ein rund hundert Meter hoher, rötlicher Turm – ist seinerseits eigentlich selbst Bestandteil des Markusdoms. Inzwischen hat er allerdings als Sehenswürdigkeit eine gewisse Eigendynamik entwickelt. 

Der Markusplatz am Abend

Ebenfalls nahe des Markusplatzes ist der Dogenpalast zu finden. Jenes Gebäude steht kaum wie ein anderes für die venezianische Baukunst. In früheren Jahrhunderten diente es diversen Stadt- und Regionalregierungen als Sitz. Aufgrund der teils großen Anzahl an Besuchern gilt bei Dogenpalast, Markusdom und Co: Bringen Sie etwas Zeit mit – gerade in Ferienzeiträumen kann der Andrang relativ hoch sein.


Nicht auf Venedigs Hauptinsel selbst, sondern etwas weiter im Meer vorgelagert, liegt der Lido di Venezia. Die langgezogene Insel ist nicht nur aufgrund der jährlich stattfindenden Filmfestspiele ein interessanter Anlaufpunkt.

Mehrere große historische Hotels finden sich am Lido, die auch schon Drehorte für diverse Filmklassiker waren. 

Für die Erkundung von Venedig selbst reichen den meisten Besuchern zwei oder drei Tage. Idealerweise nutzt man mindestens einen Tag dazu, sich ganz nach Lust und Laune in der Stadt treiben zu lassen. Wenn das Flair in aller Ruhe aufgesogen wurde, kann mit dem Wohnmobil Venedigs Umland erkundet werden. Für Wohnmobilrundreisen gibt es dabei mehrere Optionen. Wer nahe der Stadt ein Wohnmobil übernehmen möchte, reist dafür idealerweise nach Alonte Vicenza, wofür rund eine Stunde Fahrt nötig ist.

Das Umland von Venedig

Ansonsten lohnt es sich, das Fahrzeug an einem anderen Standort zu übernehmen und mit dem Wohnmobil Venedig von dort aus anzusteuern. Im Radius von rund drei Stunden Fahrzeit gibt es weitere Städte, die ähnlich sehenswert sind wie Venedig. In ziemlich genau drei Stunden ist beispielsweise die Metropole Mailand erreichbar. Sogar nur eineinhalb Stunden dauert die Fahrt nach Bologna. Beide Metropolen verfügen selbst über zahlreiche Sehenswürdigkeiten und sind jeweils ein- bis zweitägige Zwischenstopps wert. 

Mailänder Dom
Bologna

Im wahrsten Sinne noch naheliegender ist jedoch ein Halt in Verona, nämlich etwas über eine Stunde Fahrzeit. Jene Stadt fällt eine Nummer kleiner aus, als Mailand oder Bologna. In Sachen Romantik hat sie aber mindestens genauso viel zu bieten – wenn nicht sogar mehr. Schließlich ist die Stadt unter anderem Schauplatz der Geschichte von ‘Romeo und Julia’ eines gewissen Herrn Shakespeare. 

Wer statt Stadtleben, Kultur und Architektur lieber einige Tage bezaubernde Natur genießen möchte, kann sich mit dem Wohnmobil in die Toskana begeben. Grüne Hügel mit Weinbergen, kleine Ortschaften und die typischen Zypressenbäume sind wohl die bekanntesten Merkmale der Region. Wanderungen und insbesondere Fahrradtouren führen durch die seichte Landschaft und vorbei an malerischen Burgen, sodass einige Tage vor Ort in Sachen Erholung einen erheblichen Mehrwert bieten. Die Altstadt von San Gimignano ist ein Stückchen Toskana wie im Bilderbuch. Gleiches gilt für die kleinere und weiter südlich gelegene Ortschaft Val d’Orcia.

Natürlich lohnt sich in Italien auch der eine oder andere Tag am Strand. Dafür finden sich rund um Venedig selbstverständlich sehr geeignete Optionen. Gleichermaßen weitläufig wie sehenswert ist beispielsweise der Strand von Caorle. Dort können Sonnenanbeter/innen es sich am Sandstrand gemütlich machen – und bei geschichtlichem Interesse zwischendurch den Dom samt Glockenturm aus dem 11. Jahrhundert begutachten. Da jener Turm leicht nach Osten geneigt ist, kann man gar von einem weiteren ‘schiefen Turm’ in Italien sprechen. 

Campingplätze rund um Venedig

Wer den einen oder anderen Tag in und um Caorle verbringen möchte, findet beispielsweise den Campingplatz Laguna Village vor. Vier verschiedene Stellplatzarten sorgen für eine große Auswahl und teilweise sogar für direkten Strandzugang.

Um noch näher an Venedig das Wohnmobil parken zu können, kann das Camping Venezia Village angesteuert werden. Dieses begrüßt seine Gäste mit einem sehr ordentlichen Gelände, ausreichend großen Stellplätzen unter Bäumen und einer vermutlich unschlagbaren Lage. Nur zehn Minuten Fahrzeit trennen den Campingplatz vom Zentrum Venedigs. Zudem ist der großflächige Park San Giuliano fußläufig gut erreichbar. Der bildet nach einem trubeligen Tag in der Stadt einen erholsamen Kontrast. 

Strand von Civitavecchia

Auch in der Toskana finden sich Campingplätze zur Genüge. Neben größeren Stellplätzen gibt es auch einige Höfe, die eine angenehme und oft ruhige Option für Wohnmobilurlauber darstellen. Je nachdem, wohin die Reise genau führen soll, lohnt sich im Vorwege im Internet die Suche nach sogenannten ‘Agricampingplätzen’. Ein Beispiel dafür ist der Agricampingplatz Nonna Stella, der sich in der Nähe von Cecina, nur rund zwei Kilometer vor der Mittelmeerküste findet. 

Außerhalb der Ferienzeiten ist es in der Regel problemlos möglich, in der weitläufigen Toskana Campingplätze auch spontan zu ergattern. Rund um Venedig sieht es oftmals etwas belebter aus. Da die Stadt mehr oder weniger ganzjährig viele Besucher anzieht, lohnt sich im Zweifelsfall eine Stellplatzbuchung im Voraus. 

Das passende Wohnmobil für die Rundreise um Venedig finden Sie auf der Webseite von CU | Camper im Suchbereich. Nach Eingabe der gewünschten Optionen können Sie dabei verschiedene Vermieter und Fahrzeuge vergleichen. Die Buchung ist mit nur wenigen Klicks direkt online möglich. Somit steht dem Venedig- und Italienurlaub nichts mehr im Wege. Wir wünschen viel Spaß und unvergessliche Eindrücke.

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