Von Bärensichtungen und Traumstraßen im Südwesten

© Urs Müller
Yellowstone-Nationalpark

Nachdem wir bereits 2016 und 2017 einen USA Südwesten-Trip gemacht haben, hat es uns 2019 erneut für eine Reise in den Südwesten der USA gebracht. Dies, weil uns die Region einfach so verzaubert hat. Die Reise mit dem RV, über CU | Camper gebucht, finden wir sehr praktisch. Kann man doch so, wenn man will, direkt im Nationalpark campieren – so befindet man sich bereits im Wander- und Erholungsgebiet und kann einfach drauflos wandern und den RV einfach am Platz stehen lassen.

Wenn es einem gefällt, hat man so die Möglichkeit zu bleiben oder wenn nicht, weiterzugehen. Die Campgrounds sind großzügig angelegt und umfassen ein eigenes kleines Areal mit Picknicktisch und Grillrost, zum Teil auch mit Feuerstelle. Wir freuten uns immer auf unser allabendliches BBQ mit anschließendem Lagerfeuer. Wir waren ca. vier Wochen unterwegs. Unsere Hauptziele auf unserer Reise 2019 waren Sedona, Apache Trail, Gila Cliff Dwellings National Monument, Bandelier National Monument, Million Dollar Highway, Dinosaur National Monument, Little Bighorn Battlefield National Monument, Yellowstone-Nationalpark, Grand Teton-Nationalpark, Grand Canyon North Rim und Valley of Fire. Wir haben es gemütlich genommen und wollten nicht ein prallgefülltes Programm. Ein Ziel war, erholt zu Hause zurückzukommen und dies ist uns recht gut gelungen.

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Eindrücke vom Südwesten der USA

Der Apache Trail ist ein alter Indianerpfad.

Interessantes

Die Route führte uns durch schroffe Bergwelten und die Straßen sind gesäumt von vielen Saguaros (Kakteen). Am Fish Creek Hill Overlook haben wir die atemberaubende Aussicht genossen. Man sollte wissen, dass kurz nach dem Ort Tortilla Flat die Asphaltierung endet. Für die nächsten 22 Meilen geht’s auf Schotter auf Serpentinen weiter, also nichts für große Motorhomes. Übernachtet haben wir am schönen Apache Lake.

Wer sich für die Hinterlassenschaft vorkolumbischer Kulturen in der Region interessiert, ist am Bandelier National Monument richtig. Es gibt unter anderem einen Weg (Frijoles Ruins Trail) der an Höhenwohnungen vorbei führt. Durch Klettern der Holzleitern und Stufenpfade kann man die gut erhaltenen „Quartiere“ in und an den Felswänden besichtigen. Die Straße durch die Berge von Durango nach Ouray war fantastisch. Besonders die Straße im Abschnitt Silverton nach Ouray, die Teil des Million Dollar Highway ist, ist überwältigend.

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Geysire im Yellowstone-Nationalpark

Auf dem Weg zum Yellowstone-Nationalpark haben wir etwas nach Red Lodge am Greenlough Lake Campground übernachtet. Am Abend sind wir nach dem Essen am schönen kleinen See laufen gegangen. Der See liegt im Wald. Man kann einen schönen Rundweg laufen. Plötzlich taucht aus dem Wasser ein Biber auf und schwimmt auf die andere Seite. Weiter laufen wir ein bisschen oberhalb des Sees weiter und sehen ein paar Meter weiter einen Elch und beim genaueren Hinsehen entdecken wir ein Junges.

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Saguaros

Wir waren überglücklich. Zurück durch den Wald entdecken wir noch einen Uhu auf einem Ast, wir kamen ihm jedoch zu nahe und da flog er weiter in den Wald hinein. Das war ein super schöner Abend und wir waren so dankbar, dass wir diesen schönen Tieren begegnet sind.

Der Yellowstone-Nationalpark war ein weiterer Höhepunkt auf unserer Reise. Der Park mit einer Ausdehnung von rund 10.000 Quadratkilometern befindet sich auf einem Hochplateau in über 2.000 Metern Höhe. Hauptanziehungspunkte sind Geysire und heisse Quellen. Wie üblich, erhält man auch hier am Eingang des Parks gute Unterlagen und Informationen zum Park. Die Broschüren und Faltblätter haben uns gut auf den Rundwegen durch die einzelnen Geysirfelder begleitet. In Reisebüchern wird geschrieben, dass selbst bei sehr zügiger Besichtigung der wichtigsten Attraktionen dafür leicht zwei Tage benötigt werden. Deshalb haben wir uns hier vier Tage Aufenthalt gegönnt. Dabei hatten wir zum Beispiel Zeit, auf den Ausbruch des Old Faithful Geysir zu warten.

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Bärenmutter mit Baby

Beeindruckend waren für uns auch die heissen Quellen bzw. die farbigen Pools in weisser Umgebung, wie der himmelblaue Porcelain Basin oder der grün-gelbe Morning Glory Pool. Außer der Geysire ist der Yellowstone bekannt für seinen Wildtierreichtum. Wir haben viele Bisons, Hirsche und Gabelböcke gesehen. An einem Bach, wo wir einen Bisonfotohalt eingelegt haben, tauchten plötzlich fünf Otter auf. Ein Otter hatte einen Fisch im Maul. Unvergesslich ist, dass wir vom Auto aus einen Braunbären gesehen haben. Dass sich dabei ein Stau auf der Straße bildete, ist wohl klar. Der Höhepunkt war jedoch die Grizzlymama mit ihren beiden kleinen, verspielten Jungen. Wir konnten das Trio an drei aufeinanderfolgenden Tagen beobachten, sie zogen immer mehr oder weniger die Straße entlang. Es war so schön zu sehen, wie sie gemächlich mit ihren Kleinen einfach so dahin marschierte, wie sie gemeinsam ein kleines Seelein überschwammen und wie sie auf der Weide nach Futter suchten.

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Facettenreiche Landschaften

Es war eine geniale Reise. Wir hatten solche Freude, dass wir so viele Tiere sehen und beobachten konnten. Das war auf dieser dritten Reise einmalig. So freuen wir uns nun auf die Reise diesen Mai / Juni, welche uns unter anderem zum Yosemite-Nationalpark führen wird.

Ivana und Urs Müller, Januar 2020

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