Dunkle Karte von Nordnorwegen, -finnland und -schweden.

Europas Norden: Im Wohnmobil Nordkap bereisen

Wilde, größtenteils von Menschenhand unberührte Landschaften. Lange skandinavische Sommernächte. Oder auch die Möglichkeit, den nördlichsten Punkt Kontinentaleuropas zu besuchen. Es gibt viele Gründe, um mit dem Wohnmobil Nordkap und dessen umliegende Küstenlandschaften aufzusuchen. Dabei eignen sich vor allem zwei Optionen. Zum einen ein Start im Norden Norwegens, beispielsweise unweit der Lofoten. In diesem Artikel befassen wir uns jedoch mit der zweiten, anderen Möglichkeit. Diese beginnt im finnischen Lappland, nämlich in Rovaniemi. Der Ort ist nicht nur als ‘Heimat des Weihnachtsmannes’ bekannt. Mit rund sechzigtausend Einwohnern ist er auch eines der kulturellen Zentren Nordfinnlands.

Wer von Rovaniemi aus mit dem Wohnmobil Nordkap ansteuert, darf sich – Hin- und Rückweg zusammengerechnet auf knapp tausendfünfhundert Kilometer Fahrt freuen. Diese führt teils durch karge, teils durch reizvolle Landschaften. Um sich mit etwas Ruhe eben diesen widmen und das Reisen genießen zu können, sollten mindestens sieben Nächte eingeplant werden. Unsere exemplarische Reiseroute ist auf elf Reisetage und zehn Nächte ausgelegt. Grundsätzlich gilt: Je mehr Zeit vorhanden ist, desto besser und entspannter lässt sich der Norden Europas erleben. Kommen Sie mit auf eine Rundtour durch Lappland, Norwegens nördliche Küste bis hin zum bekannten Nordkap, bevor es entlang malerischer finnischer Seen zurück geht.

Sobald Rovaniemi erreicht ist, darf gern ein Tag für die Erkundung des Ortes und des nahe gelegenen Weihnachtsmanndorfes eingeplant werden. Ist das Wohnmobil schließlich übernommen, ist es an der Zeit, einen ersten Großeinkauf für die kommenden Tage zu erledigen. Schließlich werden, je weiter es gen Norden geht, die Optionen dafür rarer gesät. Ist das Fahrzeug abgeholt, vollgetankt und mit Gepäck und Proviant versehen, kann die erste Übernachtung im Fahrzeug erfolgen. Dafür bietet sich beispielsweise der ‘BestPark Arctic Circle’ unweit des Weihnachtsmanndorfes an. Rund dreißig Stellplätze stehen dort bereit.

Ihre Highlights während der Route:

  • Rovaniemi
  • Muonio
  • Kautokeino
  • Reisa-Nationalpark
  • Alta
  • Nordkap
  • Lakselv
  • Inrar
  • Sodankylä
Feriendorf Aerial Santa Claus in Rovaniemi
Pallastunturi, Muonio, Finnland
Sternenhimmel im finnischen Lappland

Von Rovaniemi bis Alta

  • Tag: 1-4
  • Entfernung: 550 Kilometer

Am nächsten Morgen kann die Tour dann beginnen. Auf dem ersten Teilstück des Weges mit dem Wohnmobil zum Nordkap geht es zunächst in Richtung Nordwesten. Gemächlich ziehen unzählige Wälder und kleine Seen vorbei. Nach rund eineinhalb Stunden wird die Grenze zu Schweden erreicht. Von dort an führt die Strecke – noch auf der finnischen Seite – geradewegs in Richtung Norden. Noch einmal eineinhalb Stunden später wird mit Muonio das Ziel des Tages erreicht. Rund um die Gemeinde bietet sich eine Wanderung an. Mit einem Boot ist es möglich, sich auf die vielen Gewässer rund um Muonio zu begeben. Einige kleine Cafés und Restaurants bieten zudem die Option, sich zu stärken. Nach einigen Stunden an der Luft kann schließlich die Unterkunft für die nächste Nacht angesteuert werden. Dafür bietet sich beispielsweise das rund zwanzig Minuten nördlich von Muonio gelegene ‘Lapin Lomamökit & Camping’ an. Dieses findet sich in uriger Lage direkt an einem Fluss und verfügt über fünfzehn Stellplätze.

Das nächste Teilstück des Roadtrips beansprucht nur rund eineinhalb Stunden Fahrzeit. Dabei wird die Grenze zu Norwegen passiert. Abermals führt der Weg vorbei an malerischen Seen. An einem davon kann der Camper wieder abgestellt werden. Der ‘Campingplatz Kautokeino’ verfügt schließlich über eine ruhige und attraktive Lage. Wiederum kann eine Wanderung oder eine Bootstour erfolgen. Zehn Minuten Fahrzeit nördlich des Areals findet sich mit Kautokeino zudem ein Ort mit Cafés und Einkaufsmöglichkeiten.  

Der dritte Tag, an dem mit dem Wohnmobil Nordkap angesteuert wird, führt schließlich nach zwei Stunden Fahrt  erstmals an die Küste. Kaum ein Haus ist auf diesem Teilstück zu sehen, stattdessen präsentiert sich die Natur vielerorts prachtvoll. So lohnt es sich auch, den einen oder anderen Zwischenstopp einzulegen. Optional besteht die Möglichkeit, eine Wanderung durch die östlichen Ausläufer des Reisa-Nationalparks zu unternehmen. 

Blick auf das Nordkap in Norwegen

Von Alta bis Nordkap

  • Tag: 5-7
  • Entfernung: 250 Kilometer

Weiter nördlich wird mit Alta am Ende der Tagesetappe schließlich die Küste bzw. der Altafjord erreicht. Nach einigen Tagen ohne größere Anzeichen menschlicher Zivilisation wirkt Alta dabei beinahe schon großstädtisch. Restaurants, Bars oder Shoppingcenter bieten einen Kontrast zu den Naturerlebnissen zuvor. Aus kultureller Sicht ist ein Besuch des Alta Museums lohnenswert. Wer sich lieber weiter auf die Natur fokussieren möchte, findet in der Umgebung natürlich ebenfalls beste Voraussetzungen. Ein Spaziergang entlang des Fjords ist durch das hügelige Panorama eine attraktive Option. Um ein wenig zur Ruhe zu kommen und die Region beispielsweise mit einer weiteren Bootstour oder Fahrradtour zu genießen, lohnen sich vor Ort zwei Übernachtungen. Dabei gibt es mehrere Campingmöglichkeiten, zum Teil zentral in Alta. Ein landschaftlich besonders reizvoller Campground findet sich jedoch eine Stunde Fahrzeit westlich der Stadt. Direkt am Altafjord liegt dort, von Bergen umgeben, das ‘Altafjord Camping’. 

Nach zwei Tagen in und um Alta folgt schließlich die Fahrt hoch an die Spitze Kontinentaleuropas. Rund dreieinhalb Stunden dauert es, bis mit dem Wohnmobil Nordkap erreicht wird. Dabei verläuft die Fahrt nun größtenteils an der Küste, teilweise entlang stattlicher Steilküsten. Ansonsten prägen vorrangig karge und hügelige Landschaften das Bild, die dennoch so reizvoll sind, dass sich weitere Zwischenstopps lohnen. Dann schließlich taucht es wie aus dem Nichts auf: Das Nordkap. Nachdem das Wohnmobil auf dem großzügigen Parkplatz abgestellt ist, können die Erkundungstouren beginnen. Rund um die Klippen dieser rauen Landschaft und die verschiedenen Denkmäler ergeben sich spannende Ausblicke und Fotomotive. Auch ein Gang durch die Nordkaphalle liefert diverse Überraschungen. Nach einigen Stunden an diesem besonderen Ort ist es an der Zeit, den nächsten Campingplatz aufzusuchen. Da das Nordkap wohnmobilfreundlich ist, finden sich in direkter Umgebung mehrere Optionen. Eine von ihnen ist das ‘Nordkapp Caravan & Camping’, nur rund zehn Kilometer südlicher.

Fluss und Canyon Alta
Sonnenuntergang am Nordkap
Finnland
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Sonnenaufgang am Nordkap
Nordlichter in Norwegen

Von Nordkap bis Sodankylä

  • Tag: 8-10
  • Entfernung: 600 Kilometer

Von nun an führt die Reise wieder in Richtung Süden. Die folgende Etappe führt rund drei Stunden an der Küste entlang. Auch dabei ergeben sich wieder fantastische Ausblicke zwischen Meer und Steilküste. Ziel des Tages ist schließlich Lakselv. Dort lohnt es sich, entweder den Ort selbst zu erkunden – oder sich auf den Weg in den nur wenige Kilometer entfernt gelegenen Stabbursdalen-Nationalpark zu machen. Der zeichnet sich vor allem durch seine Hochebenen, Hügel, Berge und diverse Wasserfälle aus. Nach einigen Stunden mit Outdoor-Aktivitäten geht es am Abend entweder für ein Abendessen in den Ort oder auf einen der in der Nähe gelegenen Campgrounds. Eine Option dafür ist das ‘Stabbursdalen Resort’ wenige Kilometer nördlich von Lakselv. 

Am nächsten Tag wird dann schließlich die Küste verlassen. Zwar kreuzen nach wie vor viele Seen die Route, doch zu Beginn des Tages stehen – im wahrsten Sinne – eher Bergregionen im Vordergrund. Im weiteren Streckenverlauf wird die Landschaft wieder flacher und aus Norwegen wird Finnland. Der Zielort des Tages ist nach rund zweieinhalb Stunden Fahrzeit Inari. Der kleine Ort liegt am Ufer einer riesigen Seenlandschaft, die von hunderten Inseln durchzogen wird. Entsprechend eindrucksvoll ist eine Bootstour zwischen den schärenartigen Inseln. In der ansonsten nach wie vor dünn besiedelten Region sind mehrere Rentierfarmen und Huskyhöfe ansässig, die ebenfalls spannende Anlaufpunkte darstellen. Für die Nacht stellt beispielsweise das ‘Inari Icepark Camping’ mehr als zwanzig Stellplätze nahe des Ortskerns zur Verfügung. 

Langsam aber sicher nähert sich die Nordkap-Rundreise mit dem Wohnmobil wieder ihrem Ausgangspunkt. Nach abermals rund zweieinhalb Stunden Fahrt durch sattgrüne Landschaften ist Sodankylä der letzte Halt der Tour. Der zwischen zwei Flüssen gelegene Ort ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen, Fahrradtouren oder Bootstouren.

Nordkap in Norwegen

Von Sodankylä bis Rovaniemi

  • Tag: 11
  • Entfernung: 150 Kilometer

Im Ortskern lassen sich zudem kleinere Shopping-Optionen und mehrere Restaurants finden, um den letzten Nachmittag und Abend des Roadtrips ausklingen zu lassen. Einen geeigneten Campingplatz stellt das ‘Camping Nilimella’ dar. Es verfügt mit achtzig Stellplätzen und diversen Annehmlichkeiten über vergleichsweise sehr viel Komfort. So lässt sich mit Sicherheit ein entspannter Abend in netter Atmosphäre genießen.

Am nächsten Morgen geht es zurück nach Rovaniemi. Eineinhalb Stunden Fahrt sind für die letzte Etappe notwendig, bevor das Wohnmobil geleert, gereinigt und abgegeben werden kann. Danach bleibt Zeit, die Erinnerungen an eine der nördlichsten Regionen Europas zu sortieren. Erinnerungen an die malerischen Orte Lapplands mit ihren unzähligen Rentieren. Oder an die Steilküsten Nordnorwegens. Und – weil es den Wohnmobilurlaub nunmal auszeichnet – an die vielen kleinen Geschichten und Abenteuer, die sich rund um den Roadtrip ereignet haben. 

Wenn Sie selbst mit dem Wohnmobil das Nordkap und den Norden Finnlands oder Norwegens erkunden möchten, finden Sie auf der Webseite von CU | Camper eine große Auswahl an Fahrzeugen vor. Nach der Eingabe Ihrer gewünschten Reisedaten und des Abreiseortes können Sie die verschiedenen Wohnmobile bequem miteinander vergleichen und direkt buchen. 

Hinsichtlich der Reisezeit ist es beim Wohnmobil-Roadtrip ratsam, die Region im Sommer zu erkunden. Zwischen Juni und August sind in der Regel milde bis warme Sommertage zu erwarten. Besonders zwischen September und April kann es immer noch zu größeren Schneefällen kommen. Insofern ist es empfehlenswert, schon einige Tage vorher auf die Wetterprognosen zu achten, um sich auf alle Eventualitäten vorbereiten zu können. Natürlich ist die Nachfrage nach Wohnmobilen und Campingplätzen in den Sommermonaten am höchsten. Wer jedoch zeitig plant und bucht, hat gute Chancen, selbst mit dem Wohnmobil Nordkap und Umgebung zu erleben. Wir wünschen eine unvergessliche Reise!

Mit dem Wohnmobil verreisen
Entspannter Urlaub mit Freunden und Familie
Finnland
Im Wohnmobil Finnland und das Nordkap erkunden

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