Wälder und Seen: Südschweden-Wohnmobil-Rundreise

Schweden ist eines der beliebtesten Urlaubsländer für all jene, die in ihrer Freizeit die Natur genießen möchten. Die bewaldeten und seenreichen Regionen des Landes sorgen für vielseitige Möglichkeiten, um einige Tage oder Wochen zur Ruhe zu kommen und das Land zu entdecken. Allein aufgrund der Größe Schwedens und der verhältnismäßig geringen Dichte an Einwohnern ergibt sich für Reisende fast überall eine Menge Platz. Dieser lässt sich natürlich besonders wunderbar mit einem Wohnmobil nutzen. Grundsätzlich ist Schwedens Infrastruktur gut auf Wohnmobilurlauber eingestellt. Eine Vielzahl an Campingplätzen sorgt dafür, dass Reisende fast alle Winkel des Landes problemlos erkunden können. 

Vor (oder nach) der Wohnmobilreise lohnt es sich allemal, Stockholm an zwei Tagen zu erkunden. Die Stadt hat insbesondere rund um die Altstadt so viel Sehenswertes zu bieten, dass es ein Vergnügen ist, das Flair aufzusaugen. Zahlreiche Cafés, Restaurants und Bars sind ebenso einladend, wie diverse Shopping-Optionen oder Museen. 

Nachdem das Fahrzeug in Stockholm übernommen wurde, geht es zunächst gen Westen ins Inland. Dabei säumen viele kleine und größere Seen die Strecke. So geht es rund eineinhalb Stunden mit dem Wohnmobil entlang kleiner Seen, bis ein Zwischenstopp erreicht wird. Die Stadt Västeras liegt direkt am Wasser und beheimatet sogar den größten Binnenseehafen des Landes. Entsprechend maritim geht es im beschaulichen Städtchen zu, viele Restaurants und Terrassen befinden sich am Wasser. Ansonsten ist besonders die Domkirche des Ortes überregional bekannt. Nach einem Erkundungsspaziergang mitsamt Speis und Trank geht es dann zurück ins Wohnmobil und auf die Straße. 

Ihre Highlights während der Route

  • Stockholm
  • Größter Binnenseehafen Schwedens
  • Örebro
  • Vänern, größter See der EU
  • Göteborg
  • Halbinsel Kullen
  • Längste Brücke Schwedens
  • Waldreiche Landschaften
Altstadt Gamla Stan in Stockholm
Schloss Örebro

Von Stockholm bis Mariestad

  • Tag: 1-3
  • Entfernung: 300 Kilometer

Der zweite Teilabschnitt des Tages führt vorbei an bewaldeten Gebieten und weiten Feldern. Ziel des Tages ist schließlich die Stadt Örebro, die rund eine Stunde entfernt liegt. Wer die Stadt erkundet, wird auf das sehenswerte Schloss im Zentrum treffen. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Freilichtmuseum Wadköping, das alte schwedische Häuser beheimatet und präsentiert. Generell lohnt sich eine ausführliche Erkundungstour – entweder durch das Zentrum oder entlang des Flusses Svartån, der am Stadtrand in den See Hjälmaren mündet. Wer kostenlos einen Blick aus der Höhe auf Örebro und Umgebung ergattern möchte, kann den örtlichen Wasserturm ‘Svampen’ aufsuchen. Der hält in fünfzig Metern über der Erde ein Café und eine hervorragende Aussicht bereit. Für die Übernachtung mit dem Wohnmobil bietet sich der im Südwesten der Stadt gelegene Campingplatz Gustavsvik an.

Am nächsten Tag führt die Südschweden-Wohnmobil-Rundreise rund einhundert Kilometer weiter westlich. Dafür sind knapp eineinhalb Stunden Fahrzeit nötig. Vorrangig geht es dabei wiederum durch Wälder. Ziel des Tages ist dann Mariestad, das am Ufer des Vänern liegt. Der ist der größte See Schwedens und zudem sogar der größte See der Europäischen Union. Aufgrund der Lage der Stadt und der Schönheit des Ortes ist Mariestad bei Wohnmobilurlaubern besonders beliebt. Neben einer Erkundungstour in der Stadt lohnt sich auch ein Ausflug auf die nahegelegene Insel Torsö. Dort lassen sich vielerorts wunderschöne und einsame Buchten finden, an denen sich das Leben genießen lässt. Ein passender Campingplatz mit Blick aufs Meer findet sich beispielsweise direkt auf Torsö. Nach einer Nacht in der abgeschiedenen Natur geht es weiter in Richtung Westen in eine schwedische Metropole.

Von Mariestad bis Kullen

  • Tag: 3-5
  • Entfernung: 500 Kilometer

Das Ziel der nächsten Tagesetappe lautet Göteborg. Die Stadt ist von Mariestad rund zweihundert Kilometer entfernt. Für die Fahrt dorthin müssen rund zweieinhalb Stunden einkalkuliert werden. Sobald Göteborg erreicht ist, können zwei Tage und Nächte eingeplant werden, um Stadt und Umland zu erkunden. Neben dem Zentrum ist nämlich besonders die Umgebung ein Highlight für sich. Die Schären westlich der Stadt sind mit zahlreichen kleinen Inseln absolut sehenswert. Lange Spaziergänge oder auch Fahrradtouren entlang der Küste führen vorbei an kleinen Häfen. Wer sich gern auf dem Wasser bewegt, kann die Region natürlich auch wunderbar mit einem kleinen Boot erkunden. 

In Göteborg selbst ist unter anderem das Hafenviertel ein beliebter Anlaufpunkt. Von dort aus lohnt sich selbstredend eine Hafenrundfahrt, um sich einen Ersteindruck über die Stadt zu verschaffen. Ebenfalls einen guten Überblick – nämlich von oben – gibt es auf dem Ramberget, dem fast neunzig Meter hohen Hausberg der Stadt. In kultureller Hinsicht ist ein Besuch des Kunstmuseums der Stadt oder des Wissenschaftsmuseums Universeum ratsam. Letzteres ist besonders bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt.

Ähnlich familienfreundlich geht es im Freizeitpark Liseberg zu. Verschiedene Fahrgeschäfte, darunter sechs Achterbahnen, sorgen bei Adrenalinjunkies für großes Vergnügen. Nicht nur deshalb strömen inzwischen jährlich nahezu drei Millionen Besucher in den Park – der übrigens schon seit den frühen 1920er-Jahren existiert und nicht mehr aus Göteborg wegzudenken ist.

Für Übernachtungen vor Ort gibt es einige Möglichkeiten. Eine davon findet sich relativ zentrumsnah. Denn das Lisebergsbyn, das über rund einhundertfünfzig Stellplätze verfügt, liegt am östlichen Stadtrand. Somit ist es der optimale Ausgangspunkt für Erkundungstouren. Göteborgs bekannteste Prachtstraße, die Kungsportsavenyn, liegt beispielsweise nur rund drei Kilometer entfernt.  

Nach zwei Tagen und Nächten rund um die Stadt führt die Südschweden-Wohnmobil-Rundreise in Richtung der Grenze Dänemarks. Mithilfe von knapp drei Stunden Fahrzeit entlang der Küstenlinie wird die Halbinsel Kullen erreicht.

Göteborg
Hafen von Göteborg
Kunstmuseum in Göteborg
Europa
Mit dem Wohnmobil quer durch Schweden

Hier das passende Fahrzeug finden.

Leuchtturm auf der Halbinsel Kullen
Aussichtsturm Kärnan in Helsingborg

Von Kullen bis Färjestade

  • Tag: 5-7
  • Entfernung: 400 Kilometer

Die besticht besonders durch ihre Steilküsten und den am äußersten Punkt gelegenen Kullaberg. Von dort ergeben sich rundum tolle Aussichten. Besonders zum Sonnenuntergang, wenn sich das Tageslicht über der Ostsee verabschiedet und das Feuer des kleinen Leuchtturms Kullens Fyr einsetzt, entfaltet der Ort seine Magie. Rund vier Kilometer vom Kullaberg entfernt ist das First Camp eine gute Übernachtungs-Option. Auch von dort sind mehrere Küstenabschnitte schnell erreichbar. Besonders empfehlenswert sind vor Ort auch einmal mehr Fahrradtouren über die kleinen Feldwege.

Von Kullen aus geht es am nächsten Tag zunächst ins nahgelegene Helsingborg. Rund eine Stunde dauert die Fahrt dorthin. Für eine mehrstündige Erkundungstour inklusive eines deftigen Mittagessens ist Helsingborg ein passendes Ziel. Besonders am Wasser finden sich sehenswerte und teils moderne Straßenzüge. Einen schönen Ausblick auf die Stadt gibt es auf dem fünfunddreißig Meter hohen Aussichtsturm Kärnan. Der thront bereits seit dem Mittelalter auf einem Hügel. Sobald der Ausflug in Helsingborg beendet ist, geht es noch einmal rund zwei Stunden ins Wohnmobil. Der finale Stopp des Tages erfolgt schließlich in Karlshamn. 

Jene Stadt ist verhältnismäßig klein, bietet durch ihre Lage zwischen Kristianstad und Karlskrona dennoch einige Vorteile. So sind alle drei genannten Städte mit ihren historischen Zentren schnell erreichbar. Für eine Übernachtung in der Region ist unter anderem das Camping Kolleviks südöstlich von Karlshamn prädestiniert. Ein Vorteil ist der Zugang zu einem kleinen Sandstrand, sodass bei passendem Wetter ein Sprung ins kühle Nass nur wenige Schritte vom Wohnmobil aus möglich ist.

Nach der Erkundung einer oder mehrerer der genannten Städte geht es am nächsten Tag weiter, entlang der Küste in Schwedens Südosten. Rund zwei Stunden Fahrzeit dauert es, bis mit dem Wohnmobil Öland erreicht wird. Die Insel ist über eine sechs Kilometer lange Brücke (die längste Schwedens) erreichbar. Auf der Insel angekommen, begrüßt die urige Stadt Färjestaden ihre Besucher. 

Ölandbrücke

Von Färjestaden bis Stockholm

  • Tag: 7-10
  • Entfernung: 500 Kilometer

Vor Ort kann entweder im Wohnmobil oder in einem der ansässigen Restaurants zu Mittag gegessen werden, bevor ein Ausflug über die Insel ansteht. Dabei bietet sich erneut auch wieder eine Fahrradtour an. Lohnenswerte Ziele sind beispielsweise das Schloss Borgholm im Norden der Insel oder der Leuchtturm ‘Långe Jan’ im Süden. Eine gemächliche Erkundungstour der Insel führt mit Sicherheit in hübsche, kleine Ortschaften. Gleich mehrere bei Wohnmobilurlaubern beliebte Campingplätze finden sich auf dem Eiland. Einer davon ist das KronoCamping Saxnäs in unmittelbarer Umgebung von Färjestaden. Im Sommer ist jener Platz besonders belebt, was auch an den zahlreichen angebotenen Aktivitäten liegt. Alternativ findet sich einige Kilometer weiter nördlich das Lundegård Camping. Auch dort können Urlauber das Leben genießen, da am Platz für alles gesorgt ist.

Nach einem Tag der Erkundung von Öland nähert sich die Südschweden-Wohnmobil-Rundreise langsam ihrem Ende. Das letzte Etappenziel, bevor wieder der Ausgangspunkt Stockholm erreicht wird, heißt Västervik. Jener Ort liegt noch einmal rund zwei Stunden Fahrzeit von Öland entfernt. Belohnt werden Besucher mit einer abermals beeindruckenden Schärenlandschaft rund um Västervik. Viele kleine Inseln tummeln sich im teils bewaldeten Küstengebiet und sorgen bei Spaziergängen, Boots- oder Fahrradtouren für immer neue Eindrücke. Das Västervik Resort bietet nicht nur eine ausgedehnte Badelandschaft mitsamt Innen- und Außenbereich. Es ist gleichermaßen ein Campingplatz, der auch für Wohnmobile genügend Stellplätze bereit hält. Durch die optimale Lage lassen sich die  Schären gut erkunden. Wer genügend Zeit mitbringt, kann sich an diesem Ort – so kurz vor dem Ziel – noch einmal für zwei Nächte niederlassen. Schließlich soll die Erholung ja nicht zu knapp ausfallen.

Wenn Mensch und Wohnmobil bereit für eine Weiterfahrt sind, naht Stockholm unweigerlich schnell. Nur noch rund dreieinhalb Stunden Fahrzeit sind es bis zur schwedischen Hauptstadt. Unterbrochen werden können die abermals durch einen optionalen Zwischenstopp – beispielsweise in Norrköping oder Nyköpin.

Schloss Borgholm
Västervik

Europa
Ob zu zweit oder mit der ganzen Familie: Wohnmobilurlaub in Schweden

Hier das passende Fahrzeug finden.

Malmö

Planung der Südschweden-Rundreise mit dem Wohnmobil

So endet nach zehn Tagen das Abenteuer Südschweden. Was bleibt, sind die Eindrücke der küsten- und waldreichen Landschaften, kleiner und malerischer Orte und der entspannten schwedischen Lebensart. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Orte in der Region, die sehenswert sind. Städte wie Malmö oder Jönköping verfügen ebenfalls über ihre Reize. Wer zwei Wochen oder mehr Zeit mitbringt, um sich Südschwedens Landschaften und Orte anzusehen, wird also definitiv zahlreiche weitere Optionen für einen gelungenen Wohnmobilurlaub vorfinden.

Um für diesen auch das passende Fahrzeug parat zu haben, lohnt sich die Wohnmobilbuchung über CU | Camper im Voraus. Im Suchfeld können Wunschübernahmeort und die Reisedaten eingegeben werden, bevor die verschiedenen Vermieter und Fahrzeuge vor Ort vorgestellt werden. Je nach Personenanzahl kann insbesondere die Größe des Fahrzeuges variieren. Sobald Sie das für Ihre Ansprüche passende Wohnmobil gefunden haben, können Sie es mit nur wenigen Klicks buchen.

Was das Vorbuchen von Campingplätzen in Südschweden betrifft, ist es insbesondere für die Zeiträume der Sommerfeiern ratsam, mögliche Wunschplätze im Voraus zu reservieren. Zwar verfügt Schweden über sehr viele gute und auch große Campingplätze. Doch gerade in den begehrtesten Wochen des Sommers können dennoch in den besonders beliebten Regionen Engpässe auftreten. Wenn das beachtet wird, steht dem großen Reiseglück nichts mehr im Wege. Wir wünschen viel Spaß in der Natur Südschwedens!