Die acht schönsten Leuchttürme Deutschlands

Seit Jahrhunderten - und teils noch länger - weisen Leuchttürme Schiffen in vielen Regionen der Welt im Nebel oder des nachts den Weg. Kommen Sie mit auf eine Reise entlang der schönsten Leuchttürme Deutschlands!

Fast überall, wo Küstenlinien verlaufen, sind auch heute noch viele der historischen Türme anzutreffen. Zwar ist ihre Funktion dank der heutigen Technik oft nicht mehr vonnöten – dafür aber sind die Bauwerke beliebte Anlaufstellen am Meer. Auch innerhalb Europas finden sich selbstverständlich viele von ihnen. Beispielsweise schauen wir auf die schönsten Leuchttürme Dänemarks. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Leuchttürme Deutschlands.

Geografiebedingt sind innerhalb der Bundesrepublik vorrangig im Norden Leuchttürme zu bewundern. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Deshalb beginnen wir unsere Auflistung im Süden des Landes. Wer auf dem Bodensee den Hafen von Lindau ansteuert, wird von einem überdimensionalen Löwen empfangen – und von einem Leuchtturm. Der Neue Lindauer Leuchtturm erhebt sich seit 1856 rund sechsunddreißig Meter vor dem Panorama des Sees und der Alpen. Ein wahrlich seltener Anblick im Süden Deutschlands. Und aufgrund der Optik des Bauwerks – inklusive einer Uhr – ein sehr gelungener.

Der Leuchtturm von Lindau am Bodensee

Damit führt die Reise dann schon in den Norden – obwohl noch einige kleinere Leuchttürme Deutschlands südlichere Gefilden schmücken, vorrangig an Seen. Die großen Highlights warten dann aber doch erwartungsgemäß an Nord- und Ostsee. Einer von ihnen – und mit rund sechzig Metern Höhe gleich der höchste unserer Auswahl – ist der Neue Leuchtturm Borkum. Auf der gleichnamigen ostfriesischen Insel weist er seit 1879 den Schiffen den Weg. Dabei liegt er, ungewöhnlich für Leuchttürme, inmitten des Stadtzentrums. Ebenfalls besonders ist sein dunkles Äußeres. Rund 1,5 Millionen braune und schwarze Ziegelsteine wurden verbaut.

Leuchttürme in Schleswig Holstein

Im nördlichsten Bundesland, Schleswig Holstein, zählen zwei Leuchttürme zu den schönsten in unserer Liste. Weit bekannt, tausendfach abgelichtet und abgebildet, ist ohne Frage der Leuchtturm Westerheversand in Nordfriesland. Der rot-weiß gestreifte Leuchtturm mit seinen zwei Wärterhäuschen am Boden wurde 1907 auf einer Warft errichtet.

Die Strahlkraft seines Lichts beträgt bei entsprechender Sicht mehr als fünfzig Kilometer.

Beeindruckend

Nicht nur aufgrund dieser Tatsache ist das Bauwerk beeindruckend. Bei Ebbe, wenn sich unweit der Nordsee und ihrer Wattlandschaft malerische Wanderwege ergeben, ist er ein gern und viel besuchtes Ziel bei Spaziergängern und Urlaubern.

Fotograf mapman
Fotograf mapman
Einer der bekanntesten Leuchttürme Deutschlands in Westerheversand

Auch die Nordseeinsel Sylt ist bekannt für ihre verschiedenen Leuchttürme. Im Norden der Insel finden sich gleich derer vier. Ganz im Norden der Insel – und somit am nördlichsten Ort Deutschlands – spenden gleich zwei Türme den Seefahrern Lichtsignale. Die Leuchttürme List-West und List-Ost sind nur rund vier Kilometer voneinander getrennt und stehen in den Dünen der rauen Landschaft. Sie sind nicht öffentlich zugänglich, jedoch beliebte Fotomotive.

Fotogtaf Thorsten Schier
Fotograf Benno Hoff
Fotogtaf Thorsten Schier
Fotograf Benno Hoff
Leuchttürme auf Sylt: Hörnum, Quermarkenfeuer Rotes Kliff und List-Ost

Zugänglich hingegen ist jedoch der Leuchtturm Hörnum ganz im Süden der Insel. Mit seinen vierunddreißig Metern Höhe diente er einst als Schule des Ortes und heutzutage desöfteren als gefragte Location für Hochzeiten. Zwei weitere Leuchttürme finden sich im Norden von Sylt: Der höchste von ihnen ist der Leuchtturm Kampen mit rund vierzig Metern. Einer der kleinsten der Insel – und trotzdem der, der es auf unsere Liste schafft – ist das Quermarkenfeuer Rotes Kliff. Mit seinen dreizehn Metern fügt sich das Bauwerk hervorragend in die Dünenlandschaft ein und ist eines der Wahrzeichen Sylts.

Leuchttürme in Mecklenburg-Vorpommern

Von West nach Ost: Ganz im Nordosten Deutschlands finden sich zwei weitere sehenswerte Leuchttürme. Der erste, der Leuchtturm Dornbusch, ragt im Norden der Insel Hiddensee in die Höhe. Durch sein strahlend weißes Erscheinungsbild und seine Lage zählt er vor Ort zu den beliebten Sehenswürdigkeiten. Über rund einhundert Stufen kann er erklommen werden.

Licht- und Feuerweksshow am Warnemünder Leuchtturm

Und dann wäre da noch die Ostseeinsel Rügen, die eine gute Anlaufstelle für all jene ist, die auf der Suche nach Leuchttürmen sind. Sechs von ihnen sind auf der Insel noch aktiv. Besonders am Kap Arkona lohnt sich ein Besuch. Neben dem ehemaligen Schinkelturm, der von 1828 bis 1905 genutzt wurde und noch heute bestiegen werden kann, ragt das Leuchtfeuer Kap Arkona in die Höhe. Ganze fünfunddreißig Meter ist es hoch – oder rund einhundertachtzig Stufen. Dadurch, dass der Turm zudem auf einer rund vierzig Meter hohen Steilküste thront, ergibt sich von oben eine tolle Aussicht über Rügen und die Ostsee.

Ein optisch besonders sehenswertes Werk ist der Leuchtturm von Warnemünde, einem maritimen Stadtteil Rostocks. Mit seinen knapp siebenunddreißig Metern ist er zwar nur durchschnittlich hoch – dafür aber durch seine Lage und seine feine Architektur eine viel besuchte Sehenswürdigkeit. Jedes Jahr am ersten Januar wird dem Turm sogar eine eigene Lichtshow gewidmet.

Feuerwerk, Lasershow und Live-Musik begeistern beim sogenannten ‚Warnemünder Turmleuchten‘ Jahr für Jahr teils über achtzigtausend Besucher.

Event-Tipp

Solch eine Strahlkraft können wohl nur wenige Leuchttürme aufweisen.

Mit dem Schiff zum Leuchtturm Roter Sand

Und dann wäre da noch ein Leuchtturm, der besonders beachtlich ist – dafür um so schwerer zu erreichen. Denn der Leuchtturm Roter Sand steht inmitten der Deutschen Bucht in der Nordsee. Zwar besteht die Möglichkeit, ihn in regelmäßigen Abständen mit einem Schiff zu besuchen – rund drei Stunden dauert die Fahrt pro Strecke. Doch die Nachfrage ist sehr hoch, während das Platzangebot sehr begrenzt ist. Deshalb kommen jährlich nur sehr wenige in den Genuss, das mehrfach ausgezeichnete Bauwerk zu bestaunen.

1885 ging der Leuchtturm, der das erste auf Meeresgrund errichtete Bauwerk war, in Betrieb. Zu den rund dreißig sichtbaren Metern über der Wasseroberfläche kommen noch einmal knapp zwanzig Meter unter Wasser. Über achtzig Jahre wurde der Leuchtturm von jeweils zwei Wärtern betrieben – fernab von der Zivilisation auf dem Meer. Besonders interessant ist die Konstruktion der Dachkuppel des Turms, die mit ihren kleinen Türmen beinahe an ein Schloss erinnert. So oder so – dieser Leuchtturm darf wohl als der romantischste angesehen werden.

Mit dem Wohnmobil an die Küste

Bis auf letztgenannte Ausnahme lassen sich so gut wie alle Leuchttürme problemlos während einer Rundreise mit dem Wohnmobil entdecken. Oftmals finden sich sogar in der Nähe der Türme Campingplätze. Nachts vom Wohnmobil aus den Sternenhimmel und die vorbeiflackernden Lichter eines Leuchtturms zu beobachten, kann eine wirklich schöne Sache sein. Überzeugen Sie sich selbst! Die passenden Wohnmobile in vielen verschiedenen Städten, zum Beispiel ab / bis Hamburg, finden Sie im Suchbereich der Webseite von CU | Camper.

Auf ans Wasser
Mit dem Wohnmobil an die Küste