Reiseroute über die Nordinsel Neuseelands

Neuseelands Nordinsel – Paradies und Hobbitland

Eine Rundreise mit dem Camper ab Auckland bietet sich für all jene an, die keine „08/15-Standard-Reise“ machen möchten. Vulkane, Thermalquellen, traumhafte Sandstrände, atemberaubend schöne Wasserfälle in riesigen Nationalparks und bezaubernd-leuchtende Höhlen – wer die Wunder der Natur hautnah erleben möchte, ist hier auf der Nordinsel von Neuseeland gut aufgehoben.

Neben den beeindruckenden Naturkulissen bietet sich Ihnen hier auch die Gelegenheit, Filmkulissen zu erkunden – live und zum Anfassen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Spaziergang durch das beschauliche Dörfchen namens „Hobbingen“ oder einer Wanderung zu einem Berg, welcher als „Schicksalsberg“ berühmt wurde? Die Rede ist natürlich von den Drehorten von „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“.

Diese Reiseroute über die Nordinsel von Neuseeland führt Sie an all die Orte, die man sonst nur aus Naturdokumentationen oder von der Kinoleinwand kennt.

Highlights dieser Route

  • Hot Water Beach
  • Matamata
  • Te-Urewera-Nationalpark
  • Tongariro-Nationalpark
  • Waitomo Caves
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Waiheke Island
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Cathedral Cove
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Hot Water Beach
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Strand auf der Coromandel Halbinsel

Von Auckland zu den heißen Quellen

  • Tag 1 bis 3
  • Entfernung 423 Kilometer

Die Reise startet in Auckland, welches sich auf der Nordinsel von Neuseeland befindet. Um die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten ausreichend erkunden zu können, sollten Sie mindestens zwei Tage Zeit einplanen.

Von den Maori wird Auckland auch „Tāmaki-makau-rau“ genannt, was übersetzt soviel bedeutet wie „Eine junge Schönheit mit 100 Liebhabern“. Diese Schönheit spiegelt sich auch im Auckland Botanic Garden wieder, welcher bunt geblümt aus dem Großstadtflair hervorsticht. Eine andere Art von Schönheit können Sie im Auckland Zoo bestaunen – die Schönheit der vielfältigen Tierwelt. Auch für die Museumsfreunde ist gesorgt – zahlreiche Museen sind in Auckland vertreten.

Die Auckland City Gallery – welche freien Eintritt gewährt – bietet Ihnen einen Einblick in die bildende Kunst Neuseelands, sowie etwa fünfzehntausend Kunstwerke vom 11. Jahrhundert bis heute. Auch eine sehr große Sammlung an Werken der Maori finden Sie hier vor. Eine kleine Pause können Sie direkt neben der Auckland City Gallery machen, wo sich ein großer Park befindet – der Albert Park.

Sollten Sie sich dazu entschließen, dem Viaduct Harbour einen Besuch abzustatten, so finden Sie einen Hafen vor, welcher in den 90er-Jahren ein neues Antlitz erhielt und sein veraltetes Aussehen hinter sich ließ. Der Viaduct Harbor ist tagsüber ein Ort, welcher mit seinen vielen Restaurants und Cafés zum Essen einlädt und Ihnen ganz nebenbei einen Blick auf die „City of Sails“ beschert. Abends hingegen finden Sie hier einen Hotspot des Nachtlebens von Auckland vor.

Der Viaduct Harbour ist zudem Startpunkt der Whale Watching-Touren, die das ganze Jahr über stattfinden.

Je nach Saison und Glück können Sie hier Orcas (Killerwale), Pottwale, Buckelwale und Delfine in freier Wildbahn beobachten.

Etwa 35 Minuten vor Auckland liegt Waiheke Island, welches Sie problemlos mit der Fähre erreichen können. Es handelt sich hierbei um eine Insel, die vor allem bei Weintrinkern Anklang finden wird. Denn Waiheke Island beherbergt viele Weingüter. Eine Weinverkostung sollten Sie sich daher nicht entgehen lassen, wenn Sie diesen Abstecher einplanen.

Es empfiehlt sich, den gemieteten Camper erst abzuholen, wenn die Reise auch wirklich beginnt, um den Zeitraum zwischen Ankunft in Auckland und Abholung des Campers mit ein oder zwei Nächten im Hotel zu überbrücken. Sobald Sie Ihr Wohnmobil an der Anmietstation vor Ort abgeholt haben, startet die Reise durch einen Teil des idyllischen Coromandel Forest, der Sie durch beeindruckend große bergige Waldlandschaften führt. Das absolute Highlight finden Sie jedoch ein Stück weiter an der Ostküste, in der Nähe der kleinen Stadt Hahei – die Coromandel Cathedral Cove.

Diese Bucht an der Coromandel Peninsula ist ein Strandabschnitt der Mercury Bay und bietet Ihnen den faszinierenden Anblick von gigantischen Felsenformationen, die direkt an der Küste mit ihren skurrilen Formen aus dem Wasser in den Himmel ragen oder riesige begehbare Tunnel und Höhlen am Strand bilden.

Etwas südlich von Hahei befindet sich der Hot Water Beach, der seinen Namen nicht ohne Grund trägt. Etwa zwei Meter unter der Erdoberfläche liegen hier heiße Gesteinsschichten, die bei einer Temperatur von rund 170°C auch noch den Strand erhitzen. Über den Gesteinsschichten befinden sich Reservoire mit heißem Wasser. Viele Besucher graben daher Mulden in den Sand, um die thermalen Quellen als warmes Bad zu nutzen. Beachten Sie, dass der Bereich, an dem dieses Naturwunder zu finden ist, lediglich ein bis zwei Stunden täglich zugänglich ist, da er ansonsten mit Wasser bedeckt ist und nur bei Ebbe betreten werden kann. Eine Übernachtungsmöglichkeit bietet Ihnen der Hot Water Beach TOP 10 Holiday Park Campground, welcher über Powered Sites verfügt und von dem Sie den Strand fußläufig erreichen können.

© aaron choi / Shutterstock

Hobbits, Maori und Geysire

  • Tag 4 bis 6
  • Entfernung 451 Kilometer

Die nächste Etappe endet an einem Zielort, welcher Hobbit-Fans ein Bergriff sein sollte – oder spätestens nach den nächsten Zeilen sein wird. Es geht nach Matamata! Also gut, eventuell eher bekannt als „Hobbingen“ (original: Hobbiton). Das kleine Dorf mit kleinen Einwohnern und großen Füßen liegt nicht etwa im Auenland – es liegt zwischen vielen kleinen Hügeln, welche mit einer grünen Grasdecke bedeckt sind – jedoch in Neuseeland.

Die originale Filmkulisse dürfen Sie zu Fuß begehen und sich einmal als Nachbar von Bilbo, Frodo und Sam fühlen.
Einziehen dürfen Sie hier leider nicht – das wäre vielleicht auch etwas zu eng auf Dauer. Doch zwischen den Hügeln von Matamata liegt der Opal Hot Springs & Holiday Park, bei dem Sie Powered Sites vorfinden. Sollten Sie die Hobbit-Variante bevorzugen und ohne Strom zurechtkommen, gibt es auch Unpowered Sites, bei denen Sie den ein oder anderen Silberpfennig sparen können.

Nur eine Stunde entfernt gelegen ist die Stadt Rotorua. Hier bieten sich Ihnen viele Gelegenheiten, die Kultur der Maori kennenzulernen. Whakarewarewa, ein Stadtgebiet von Rotorua, ist auch als „Maori Village“ bekannt, was an der dort ansässigen Maorigemeinde und den dadurch vorhandenen Kunstwerken und Sehenswürdigkeiten der Maori liegt. Viele dieser Kunstwerke finden Sie auch im Museum „Te Puia“. Außerdem ist Whakarewarewa ein Geothermalfeld, was unter anderem etliche Seen und etwa 65 Geysire entstehen ließ. Weiter geht es zum Wai-O-Tapu, einer sehr großen mit Kratern übersäten Landschaft.

Die geothermalen Aktivitäten haben zudem dazu geführt, dass sich heiße wie kalte Seen, Schlammtümpel und viele Geysire gebildet haben. Besonders markant für Wai-O-Tapu sind leuchtend bunten Gewässer, welche durch Ausfällungen von Mineralien ihre Farbe erhalten.

Wai-O-Tapu bedeutet übrigens übersetzt „heilige Wasser“.

Diesen Namen gaben die Maori diesem wie verzaubert erscheinenden Ort. Etwa acht Kilometer entfernt von Wai-O-Tapu befindet sich ein Campground, welcher jedem Anspruch, den man an einen Campground hat, gerecht werden sollte – der Waikite Valley Campground. Dieser ist nicht nur ein Campground, er verfügt auch über eine große Poollandschaft mit warmem Wasser, sowie über einen SPA-Bereich. Diese sind im Preis mit inbegriffen und sorgen für Entspannung und einen gewissen Luxus bei schönem Ausblick in die Natur.

Am fünften Tag geht die Reise ca. einhundervierzig Kilometer weiter in Richtung Südosten. Auf dem Weg zum nächsten Ziel, dem Te-Urewera-Nationalpark, liegt einer der vielen beeindruckenden Vulkane Neuseelands – der Mount Tarawera. Dieser ist mit einem einstündigen Umweg einzuberechnen. Nach diesem kurzen Abstecher geht es weiter in den etwas abgelegenen Te-Urewera-Nationalpark, dem größten Nationalpark der Nordinsel von Neuseeland. Viele Menschen werden Sie dort nicht vorfinden, doch dafür beinahe unberührte Natur: Seen, Berge, viele endemische Vogelarten und eine Fläche von über zweitausend Quadratkilometern, die fast vollständig mit Wald bedeckt ist.

Die unzähligen Wasserfälle der Region zählen zu den absoluten Highlights des Nationalparks. Wanderfreunde sind hier dementsprechend gut aufgehoben. Am Lake Waikaremoana ist der Waikaremoana Holiday Park gelegen. Über dreißig Powered Sites stehen dort für Sie bereit.

Um nach Taupo zu gelangen, müssen Sie einen Teil der Strecke, die in den Te-Urewera-Nationalpark führte, zurückfahren. Nach vier Stunden Fahrt kommen Sie in Taupo an. Taupo ist eine weitere Stadt, in der die Maori ihre Spuren hinterlassen haben. An einigen Felswänden werden Sie somit kunstvolle Petroglyphen (Felszeichnungen) vorfinden. Auf Maori-Spurensuche können Sie sich in Taupo gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß begeben, denn Taupo verfügt über viele tolle Fahrrad- und Wanderwege.

Für die Orakei Korako Cave sollten Sie sich unbedingt etwas Zeit nehmen. Die Landschaft in diesem Gebiet sieht aus, als wäre sie nicht von dieser Welt. Zudem verwandeln die thermalen Gewässer die Umgebung in ein einziges Dampfbad und Mineralien lassen auch hier das Wasser stellenweise seine Farbe verändern. Der Rundgang über die vielen schön angelegten Wege dauert etwa eine Stunde.

In Taupo haben Sie die Wahl zwischen dem Great Lake Taupo Holiday Park und dem Taupo DeBretts-Campground. Beide verfügen über Powered Sites und liegen preislich gleichauf.

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Green Dragon Inn in Hobbingen
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Heiße Quelle in Rotorua
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Artists Palette in Wai-O-Tapu
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Te Urewera Nationalpark
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Emerald Lakes
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Mount Ngauruhoe
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Auf dem Rückweg zu den Glowworms

  • Tag 7 bis 9
  • Entfernung 456 Kilometer

Da denkt man, man hätte schon alles gesehen und dann begegnen einem in Neuseeland im Tongariro-Nationalpark leuchtend türkise Seen, welche auf einem Vulkan liegen – umgeben von einer Landschaft die seltsamer nicht sein könnte. Die Rede ist vom noch aktiven Vulkan Ruapehu. Wer also eine Wanderung durch eine fremdwirkende, abstrakte Vulkanlandschaft machen möchte, für den ist dieser Tongariro Alpine Crossing (ein Wanderweg) wie gemacht. Auch Mountainbiker kommen auf den Hängen des „42 Travers“ voll auf ihre Kosten. Angler sollten unter keinen Umständen ihr Equipment vergessen, da es besonders in diesem Nationalpark viele kleine Flüsse gibt, in denen es nur so vor Forellen wimmelt. Auch unter Skifahrern und Kletterern ist dieses Gebiet sehr beliebt.

Eine weitere Attraktion des Tongariro-Nationalparks ist das Turoa Skigebiet und der Mount Ngauruhoe (Mount Doom), welchen Sie ebenfalls auf dem Tongariro Alpine Crossing begegnen. Sam und Frodo würden wohl eher sagen: „Durch Mordor zum Berg Erebor“. Auch einige Aufnahmen des grünen Auenlandes wurden in den Wiesen nahe des Ohakune Skigebietes gedreht. Martin Freeman, der Schauspieler, der Bilbo in den „Hobbit“-Filmen verkörpert, war mehr als angetan von dieser Gegend: „Es ist schlichtweg wunderschön. Es ist einer dieser Orte, die so typisch für die Landschaft Neuseelands sind.“

Stellplätze zum Übernachten finden Sie einige im Tongariro-Nationalpark, eine davon ist die Discovery Lodge, in der Sie Powered Sites mieten können.

Sollten Sie sich an diesem einzigartigen Nationalpark doch einmal sattgesehen haben – insofern das überhaupt möglich ist – so können Sie Ihre Tour nach Waitomo fortsetzen. Dieses idyllisch gelegene kleine Örtchen liegt ungefähr zweieinhalb Stunden nördlich des Tangoriro-Nationalparks und wirkt vorerst sehr unscheinbar. Doch der Eindruck trügt, denn unter der Erde befindet sich eines der wahrscheinlich faszinierendsten und schönsten Geheimnisse Neuseelands – die Waitomo Caves.

Höhlen, mit schwarzem Wasser und wurmförmigen Pilzmückenlarven an den Decken, welche in Neontürkis leuchten, als wären sie nur dafür geschaffen worden, uns einen wunderschönen Anblick zu bescheren. Es gibt insgesamt drei Haupthöhlen in den Waitomo Caves. Diese können Sie in Booten oder großen Schwimmringen entdecken, um das Erlebnis perfekt zu machen. Ihr Wohnmobil können Sie im nahegelegenen Waitomo TOP 10 Holiday Park abstellen.

Nun trennen Sie nur noch zweihundert Kilometer und zweieinhalb Stunden Fahrzeit von Auckland, wo Sie Ihre Reise entspannt beenden können.

Neuseelands Nordinsel – für jeden ist etwas dabei

Die Highlights der Reise muss jeder für sich entdecken. „Hobbit“- oder „Der Herr der Ringe“-Fans werden sich in Matamata (Hobbingen im Auenland) und im Tongariro-Nationalpark (Mordor und Berg Erebor) beeindruckt zeigen. Reisende mit einer Vorliebe für Action werden sich ebenso bei den Glowworms in den Waitomo Caves wohlfühlen, in denen ganz waghalsige Besucher sich in einer der Höhlen nach unten in eine weitere Höhle abseilen können. Naturliebhaber wiederum werden von einem Highlight zum nächsten fahren und aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

Doch wer – Naturliebhaber hin oder her – lässt sich nicht beeindrucken von dutzenden Geysiren mit knallbuntem Wasser, Vulkanen, heißen Quellen, meterhohen Wasserfontänen, Tieren, die man sonst nur aus dem Fernseher kennt und den Traumstränden der Cathedral Cove mit diesen gigantischen Felsen in der Brandung?

Wohnmobil mieten in Auckland

Keine Frage – diese Reiseroute auf der Nordinsel von Neuseeland lässt sich mit jedem Campermodell gut befahren. Das für Sie passende Modell wählen Sie je nachdem, wie viel Bewegungsfreiheit Sie benötigen. Die Campgrounds in Neuseeland verfügen praktischerweise großteils über Powered Sites, wodurch Sie sich zumindest auf den genannten Campgrounds keine Sorgen über Frischwasser und Strom machen müssen.

Extrem lange Strecken müssen Sie in Neuseeland auch nicht zurücklegen, denn an jeder Ecke bieten sich tolle Landschaften, Tiere, Strände oder Maori-geprägte Städte. Winter wie Sommer lässt es sich in Neuseeland mit dem Wohnmobil aushalten. Zu beachten ist jedoch, dass während unseres Sommers dort Winter ist und andersherum. Es lässt sich sagen, dass Neuseeland überwiegend unkompliziert und auch für Camping-Neulinge geeignet ist.

Sorgen brauchen Sie sich auch bei der Anmietung Ihres Campers nicht zu machen. Das freundliche Personal an den Anmietstationen gibt Ihnen eine ausführliche Einweisung, wie so ein Wohnmobil funktioniert und was zu beachten ist. Auch für weitere Fragen steht Ihnen der Vermieter zur Verfügung.

© Sangchai Olanrittinunt / Shutterstock
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