Arches-Nationalpark: Wenn Felsbrocken balancieren

Felsformationen wie diese können Sie bestaunen

Unter den ebenso bizarren wie faszinierenden Felsformationen im Arches- Nationalpark sind einige, die sogar der Schwerkraft zu trotzen scheinen – etwa der Balanced Rock. Bei dieser weltberühmten Attraktion balanciert ein riesiger Felsbrocken leicht versetzt auf einem Steinsockel, und auf den ersten Blick wirkt das ganze Gebilde so, als müsste es jeden Moment zusammenkrachen. Erst wenn der Besucher um den Balanced Rock herumgeht, sieht er, dass der Schwerpunkt des oberen Felsens einigermaßen stabil auf dem Sockel ruht. Nur eines der steinigen Highlights des Arches-Nationalpark in Utah, einem der populärsten Nationalparks der USA.

Naturgewalten formten die Steinformationen in Jahrmillionen

Über 2.000 dieser irren Felsformationen stehen im Arche-Nationalpark – Bögen (englisch: Arches) und Wände, Kuppeln und Türme, Nadeln und Zinnen. Einige sind nur ein paar Meter groß, andere, wie der Bogen namens Landscape Arch, messen beinahe 100 Meter von einem Sockel zum anderen.

Der 1971 gegründete Arches-Nationalpark und seine steinernen Attraktionen sind das Ergebnis von mehr als 150 Millionen Jahren Naturgewalten – Wasser, Wind und extreme Temperaturen sorgten dafür, dass sich die ursprünglichen Sandsteinschichten verformten und verwitterten. Die Erde hob sich an und senkte sich ab, im Sandstein entstanden Risse, Löcher, Nischen und Bögen. Viele der Bögen stürzten ein, andere blieben stehen und bei wieder anderen sind nur die ursprünglich seitlichen Pfeiler übrig – wie beim Balanced Rock.

Eines Tages werden auch die heutigen Formationen verschwunden sein, Erosion und Verwitterung gehen ungebrochen weiter. Dann wird den Balanced Rock das gleich Schicksal ereilen wie seinen ehemaligen Nachbarn Chip of the Old Block, der 1975/76 in sich zusammenstürzte. Es ist also nie zu früh, dem Arches-Nationalpark einen Besuch abzustatten!

© Anthony Heflin / Shutterstock
© Peerasith Patrick Triratpadoongphol / Shutterstock
© Josemaria Toscano / Shutterstock
© Bill Perry / Shutterstock
© Anthony Heflin / Shutterstock
© Peerasith Patrick Triratpadoongphol / Shutterstock
© Josemaria Toscano / Shutterstock
© Bill Perry / Shutterstock
Einige der faszinierenden Felsformationen im Arches Nationalpark

Kurz hinter Moab geht’s in den Arches National Park

Der Eingang zum 300 Quadratkilometer großen Arches-Nationalpark liegt fünf Meilen nördlich von Moab am Highway 191. Direkt am Eingang liegt das Visitor Center, das alle nötigen Infos zum Park bereithält. Hier können Sie sich auch für geführte Wanderungen anmelden.

Hinter dem Besucherzentrum beginnt die 32 Meilen lange Arches Scenic Road, die (zusammen mit kleineren Abzweigungen) zu den einzelnen Park-Highlights führt. Viele der Steinbögen können Sie von den Straßen begutachten, für einige müssen Sie den Wagen auf einem Parkplatz abstellen und zu Fuß gehen. Die Wanderwege sind abhängig vom Schwierigkeitsgrad in verschiedene Kategorien eingeteilt.

Zu den weiteren Arches-Nationalpark-Sehenswürdigkeiten gehören:

  • Delicate Arch: Wahrzeichen des US-Bundesstaats Utah
  • Devil’s Garden: Der gleichnamige Trail führt an sieben Bögen wie Landscape Arch, Tunnel Arch und Double-O-Arch vorbei.
  • Double Arch: zwei große Bögen in fast rechtem Winkel zueinander
  • Landscape Arch: mit über 90 Metern Spannweite einer der größten Bogen der Welt
  • Double-O-Arch: zwei übereinanderliegende Bögen
  • Fiery Furnace: ein Sandstein-Labyrinth mit engen Canyons

Arches National Park: Camping

Wenn Sie mit dem Wohnmobil unterwegs sind, können Sie im Arches- Nationalpark im Campground nächtigen – im Devil’s Garden Campground. Der am Ende der Scenic Road gelegene Platz bietet Raum für rund 50 Fahrzeuge und Zelte. Toiletten sind vorhanden, Duschen und Hook-Ups für den Camper hingegen nicht.