Canyonlands National Park: Das Gefühl von Freiheit und Abenteuer

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Früher, als Zigarettenwerbung noch überall erlaubt war, prägte eine Marke den Slogan „Der Geschmack von Freiheit und Abenteuer.“ Sie wissen schon, die Kippe mit dem Cowboys, den Lagerfeuern und Sonnenuntergängen irgendwo in der Wildnis der USA. Das war natürlich semantischer Blödsinn, wie sollen denn bitte Freiheit und Abenteuer schmecken? Aber leicht abgewandelt und in einem anderen Kontext passt der Spruch: nämlich beim Anblick der Landschaften im Canyonlands-Nationalpark in Utah. Hier, umgeben von unglaublichen Aussichten auf tiefe Schluchten, bizarre Felsformationen und wilde Flüsse, bekommen Sie wirklich ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Zumal die Canyonlands immer noch eine Art Geheimtipp sind!

Canyonlands: Einer der unberührtesten US-Nationalparks

Die Canyonlands liegen im Südosten von Utah, inmitten des Colorado-Plateaus, zu dem auch der Grand Canyon gehört. Der 1.366 Quadratkilometer große Nationalpark befindet sich in der Nähe des Arches-Nationalpark, die nächstgelegene Ortschaft ist Moab: Das 5.000-Seelen-Städtchen vor imposanter Bergkulisse stellt auch den idealen Ausgangspunkt für eine Wohnmobiltour in die Canyonlands und zu den Arches dar.
Die faszinierende Landschaft aus Fels und Stein, Tälern und Tafelbergen wird von zwei Schluchten dominiert. Geschaffen wurden sie von den Flüssen Colorado und Green River, die die Canyonlands in drei Hauptareale teilen: Island in the Sky (Himmelsinsel) im Norden, The Needles (Nadeln) im Südosten und The Maze (Irrgarten) im Westen. Ebenfalls im Westen befindet sich der kleine Horseshoe Canyon (Hufeisenschlucht). Alle diese Gebiete sind mehr oder weniger unberührte Wüste – jedes mit seinem ganz eigenen Reiz. Und jedes mit eigener Anreise, zwischen den Landstrichen gibt es keine Querverbindungen.

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Island in the Sky

Die „Himmelsinsel“ ist der meistbesuchte Teil der Canyonlands – er ist von Moab aus auch am besten zu erreichen: 50 Kilometer über den Highway 191, und Sie sind da. Die gewaltigen Ausblicke von diesem von Colorado River und Green River eingekeilten Tafelberg erinnern ein wenig an den Grand Canyon mit seinen tiefen Schluchten. Das Visitor Center ist eine gute Anlaufstelle, um sich über die schönsten Ausblicke zu informieren.

The Needles

Ebenfalls einigermaßen unkompliziert ist die Anreise zu den Needles: Von Moab aus sind es etwa 120 Kilometer in südlicher Richtung. Auch hier hilft ein Visitor Center bei der Auswahl der größten Sehenswürdigkeiten. Und davon gibt es einige: Ob der knapp 50 Meter hohe Angel Arch, der Elephant Hill, der Caterpillar Arch oder der Gothic Arch – sie alle sind Teil dieser einmaligen Landschaft aus Natursteinbögen, Felssäulen und Schluchten. Die namensgebenden Needles sind gezackte, rot-weiß gestreifte Felszinnen, die sich bedrohlich in den Himmel recken. Einige der höchsten Felsen stehen am Chesler Park – einer seltenen Grünfläche inmitten der kargen Steingebilde.

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The Maze

Der wildeste und unzugänglichste Abschnitt der Canyonlands heißt The Maze. Eine Zufahrt gibt es (Flint Trail), die aber nur für 4WD-Fahrzeuge geeignet ist. Dieses zerklüftete Labyrinth aus Canyons und Felsen stellt Wanderer vor echte Herausforderungen. Bevor Sie hier eintauchen, sollten Sie sich in der Hans Flat Ranger Station über sichere Trails informieren. Außerdem benötigen Sie unbedingt die richtige Ausrüstung für mehrere Tage in der Wildnis!

Canyonlands Campgrounds

Im Canyonlands-Nationalpark ist Camping mit Wohnmobil möglich, aber erwarten Sie keinen großen Luxus. Der Willow Flat Campground liegt im Bereich Island of the Sky, nahe des Green River Overlook. Nur zwölf Stellplätze sind vorhanden, fließend Wasser allerdings nicht. Eine Übernachtung kostet 15 Dollar.
Etwas größer ist der Needles Campground mit seinen 27 Stellplätzen (je 20 Dollar, plus drei Plätze für Gruppen). Immerhin können Gäste hier auf fließendes Wasser hoffen – je nach Jahreszeit.
Die meisten Stellplätze auf beiden Campgrounds werden nach dem Motto „First come, first serve“ vergeben – und zwischen Frühling und Herbst ist ein freier Platz mehr oder weniger Glückssache.
In Moab und Umgebung sind die Chancen auf einen Platz deutlich höher. Die Preise allerdings ebenso (circa 50 Dollar pro Nacht).

Unterwegs im Canyonlands-Nationalpark
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