Namibia-Rundreise mit dem Wohnmobil

Zwischen Küstenabschnitten und Wüsten

Namibia ist ein vielfältiges Land. Zwischen Küstenabschnitten und Wüsten finden sich zahlreiche Nationalparks, die besonders für Tierbeobachtungen hervorragende Möglichkeiten bieten. Wer sich die Zeit nehmen möchte, um Namibia in aller Ruhe mit dem Camper zu erkunden, kann somit verschiedenste Regionen des Landes kennenlernen. Eine Reiseroute für eine Namibia-Rundreise stellen wir im Folgenden vor. Sie umfasst zahlreiche Sehenswürdigkeiten des Landes und ist auf eine Dauer von knapp zwölf Tagen ausgelegt. Natürlich kann sie den eigenen Schwerpunkten entsprechend verkürzt oder verlängert werden. Kommen Sie mit auf eine Reise durch ein Land, dessen Natur mit vielfältigen Highlights gesegnet ist.

Ihre Highlights während der Route

  • Windhoek
  • Sossusvlei
  • Twyfelfontein
  • Etosha-Nationalpark
  • Waterberg-Plateau-Park.
© Anskar Lenzen
Wildnis hautnah mit dem Camper erleben

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Windhoek bei Sonnenuntergang
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Sossusvlei Wüste

Von Windhoek bis Swakopmund

  • Tag: 1 bis 6
  • Entfernung: 600 Kilometer

Der Beginn (sowie auch das Ende) der Reise erfolgt in der Hauptstadt Namibias. Windhoek selbst ist dabei eine sehenswerte Stadt, die zwar noch jung an Historie ist, jedoch einige interessante Eindrücke bietet. Entsprechend lohnt es sich, vor oder nach der Namibia-Rundreise zwei Tage und Nächte in der Stadt zu verbringen. Ein optionales, aber erwähnenswertes Ausflugsziel in der Umgebung der Stadt ist die Kalahari-Wüste. Rund drei Stunden liegt sie von Windhoek entfernt. Die Übernahme des Campers erfolgt praktischerweise in der Stadt selbst.

Der erste Streckenabschnitt der Tour führt schließlich für knapp drei Stunden in Richtung Süden. Der Namib-Naukluft-Nationalpark ist das Ziel des Tages. Innerhalb des Parks findet sich die älteste Wüste der Welt. Nochmals rund eineinhalb Stunden weiter westlich ist eine gigantische Sehenswürdigkeit beheimatet. Teils über dreihundert Meter hohe Sanddünen finden sich nämlich im Sossusvlei. Um den Namib-Naukluft-Nationalpark und das Sossusvlei ausführlich erkunden zu können, lohnen sich in der Region drei Übernachtungen. Genau zwischen den beiden Sehenswürdigkeiten findet sich eine passende Übernachtungsmöglichkeit. Das Hauchabfontein Camp ist ein privat geführter Campingplatz, umgeben von Wüsten und Bergen. Das Gelände ist optimal mit dem RV nutzbar. Zudem verfügt der Platz über einige Annehmlichkeiten.

Nach dem Besuch von Namib-Naukluft-Nationalpark und Sossusvlei führt die Namibia-Rundreise in Richtung Nordwesten. Langsam aber sicher geht es somit an die Küste. Diese wird nach knapp vier Stunden Fahrt an der Stadt Swakopmund erreicht. Da es rund um den Ort wiederum einiges zu sehen und zu erleben gibt, lohnen sich in oder um Swakopmund zwei Übernachtungen. Zu den möglichen Aktivitäten vor Ort zählen beispielsweise Bootstouren. Auf denen lassen sich in der Region besonders gut Robben und Delfine erspähen. Auch in den Dünen rund um die Stadt gibt es verschiedene Outdoor-Aktivitäten. So können beispielsweise Quadtouren oder Sandboarding durch die Dünen unternommen werden.

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Spitzkoppe

Von Swakopmund nach Kamanjab

  • Tag: 6 bis 9
  • Entfernung: 600 Kilometer

Für die Nächte in Swakopmund kann der Camper auf dem Sophia Dale Base Camp abgestellt werden. Die einladenden Campsites dort sind von viel grün umgeben. Generell wird auf dem rund zwei Kilometer vor der Stadt gelegenen Campingplatz allerlei geboten – auch für das leibliche Wohl.

Nach zwei oder drei Tagen der Erkundung von Swakopmund führt der Weg dann wieder weiter. Nur rund zwei Stunden Fahrzeit sind bis zum nächsten Ziel nötig. Bevor jenes erreicht wird, lohnt sich ein Zwischenstopp am Twyfelfontein. Das Tal ist Heimat tausender Felszeichnungen und Felsritzungen, die teils über zwanzigtausend Jahre alt sind.

Nach dem Zwischenstopp geht es weiter in das Eronogogebirge. Das erstreckt sich zwischen den Orten Usakos und Omaruru. Inmitten der Hügel und Berge ergeben sich teils einzigartige Felsstrukturen und tolle Fotomotive. Besonders rund um die Felsformationen ‚Bull’s Party‘ zeigt sich das Gestein in teils spektakulärer Art und Weise. Etwas westlich von Usakos erhebt sich auch der vielleicht bekannteste Berg Namibias: Die Spitzkoppe. Bis zu siebenhundert Meter überragt sie ihre Umgebung. Aufgrund ihrer markanten Form ist sie besonders sehenswert.

Um nach dem Besuch der Gebirge keine weiten Wege bis zu einem Campingplatz zurücklegen zu müssen, lohnt sich eine Übernachtung auf der Erindi Ongange Guestfarm. Die von deutschen betriebene Farm liegt inmitten des Eronogogebirges und bietet nahezu alles, was das Camperherz in Namibia begehrt – vor allem eine Lage inmitten der Natur. Am nächsten Tag geht es dann ausgeruht weiter auf der Namibia-Rundreise – geradewegs in Richtung Norden.

Nach rund drei Stunden Fahrt durch die Wüsten Namibias wird Kamanjab erreicht. Die Stadt mit ihren rund sechstausend Einwohnern ist bereits das erste Vorzeichen dafür, dass sich die Rundreise dem Etosha-Nationalpark nähert. Doch schon in Kamanjab gibt es bereits Spannendes zu erleben: Im Otjitotongwe Cheetah Park können Interessierte beispielsweise zahme Geparden kennenlernen.

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Twyfelfontein
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Ein Gepard
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Wasserloch im Etosha-Nationalpark
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Waterberg Plateau Park
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Eine Herde Elefanten

Von Kamanjab nach Windhoek

  • Tag: 9 bis 12
  • Entfernung: 700 Kilometer

Um die Übernachtung mit dem Camper nahe der Stadt genießen zu können, kann sie beispielsweise auf der Hoada Campsite erfolgen. Von riesigen Granitfelsen und Bäumen geschützt bietet der Campingplatz einige traumhafte Stellplätze – rund dreißig Kilometer westlich von Kamanjab.

Das nächste Ziel der Rundreise ist dann einer der bekanntesten, wenn nicht gar der bekannteste Nationalpark des Landes. Schließlich ist der Etosha-Nationalpark ein lohnenswertes Ziel, wenn es um Tierbeobachtungen geht. Hunderte Säugetier- und Vogelarten tummeln sich in der „großen Pfanne“ – was der Name des Nationalparks übersetzt bedeutet. Mit über 22.000 Quadratkilometern ist das Areal eines der größten Naturreservate der Erde. Um die Möglichkeiten im Park – zum Beispiel für Safaris – zu nutzen, bietet es sich an, mindestens zwei Nächte bzw. drei Tage vor Ort zu verbringen. Eine passende Unterkunft dazu stellt die Etosha Safari Campsite dar. Diese bietet diverse Annehmlichkeiten – neben Restaurant und Bar beispielsweise auch einen Pool.

Wenn nach den entsprechenden Tagen und Übernachtungen der Nationalpark in aller Ruhe erkundet wurde, nähert sich die Namibia-Rundreise mit dem Camper langsam wieder dem Ziel Windhoek. Lediglich ein Ort wird vorher noch auf der Reiseroute angesteuert. Waterberg liegt rund zweieinhalb Stunden südlich des gigantischen Nationalparks. Der kleine Ort befindet sich in direkter Nähe des gleichnamigen Tafelbergs. Durch seine Ausbreitung – rund fünfzig mal fünfzehn Kilometer – ist er ein großes Plateau, das sein Umland rund zweihundert Meter überragt. Seit 1972 ist das Areal ein eingetragener Nationalpark Namibias – der Waterberg-Plateau-Park. Die eine oder andere Wanderung über das Gelände des Parks sorgt noch einmal für facettenreiche Eindrücke, bevor es zurück in die Stadt geht. Zuvor erfolgt die letzte Übernachtung im Wohnmobil. Praktischerweise liegen unmittelbar vor dem Bergplateau das Waterberg Plateau Campsite & Waterberg Andersson Camp. Beide Campingplätze verfügen über zahlreiche Stellplätze und einiges an Komfort.

© Anskar Lenzen
Wüstenlandschaft Namibias

Planung der Namibia-Rundreise

Schließlich wird die Stadt erreicht, in der die Namibia-Rundreise knapp zwei Wochen zuvor begann: Windhoek. Dort wird das Fahrzeug wieder abgegeben und – je nach Zeitkapazitäten – noch gegebenenfalls der eine oder andere Tag verbracht. Dabei lassen sich all die Eindrücke der vergangenen Wochen besonders gut verarbeiten, bevor es zurück in die Heimat geht.

Die Reise durch Namibia mit dem Wohnmobil sollte möglichst detailliert im Voraus geplant werden. Besonders, wenn die Tour in Ferienzeiträume fällt, ist es von Vorteil, bereits die meisten Campgrounds im Voraus zu buchen. Ansonsten kann es schwierig werden, kurzfristig an freie Stellplätze zu gelangen. Wird dies sorgsam geplant, steht einer Reise entlang von Wüsten, Küsten und Gebirgen mit unvergesslichen Eindrücken nichts mehr im Wege.


Die passenden Fahrzeuge für Ihre Namibia-Rundreise können Sie auf der Webseite von CU | Camper buchen. Ebenso können Sie dort Vermieter und die einzelnen Campermodelle miteinander vergleichen. Lassen Sie sich bei der Reiseplanung inspirieren – wir wünschen eine tolle Reise!

© Olaf Wiechmann
Unterwegs mit Britz Camper