Von Lappland auf die Lofoten

Häuser vor einem Bergpanorama der Lofoten
Häuser auf den Lofoten

Als internationale Gruppe von Austauschstudenten aus Turku (Finnland) stand kurz vor dem Ende
unseres Auslandsabenteuers im hohen Norden ein letzter Roadtrip auf die Lofoten (Norwegen) an. Dazu mieteten wir uns über CU | Camper ein Wohnmobil von Touring Cars mit Startpunkt in
Rovaniemi. Die Gründe für CU | Camper waren zum einen die sehr genaue Beschreibung des
Campervans, das Versicherungspaket sowie die sehr kompetente und persönliche Beratung durch die Sales-Mitarbeiter.

Ein Wanderer inmitten von Bergen auf den Lofoten
Wanderung auf den Lofoten

Ursprünglich war gedacht, die Reise mit sechs Personen anzutreten, die Reservierung
wurde für diese Personenzahl auch vorgenommen. Allerdings kam es zu einer Änderung, sodass nur fünf Personen die Reise antreten konnten. Durch persönlichen Austausch über Telefon wurden in Minutenschnelle diese Details geklärt, sowie abschließende Punkte wie zum Beispiel benötigtes Zubehör, Transfer et cetera abgearbeitet. Es wurde zudem noch abgeklärt, ob auch ein Transfer von Rovaniemi Train Station möglich wäre und innerhalb eines Tages geantwortet. Dadurch konnten wir uns sehr entspannt zurücklehnen und das Abenteuer erwarten.

So ging es mit dem Nachtzug nach Rovaniemi und dort wurden wir bereits früher als vereinbart von dem sehr freundlichen Mitarbeiter von Touring Cars in Empfang genommen und zur Drop-Off Station gebracht. Dort erfolgt eine sehr ausführliche Beschreibung des Wohnmobils, sodass für den anstehenden Roadtrip jeder gerüstet war. Glücklicherweise hatten zwei der Reisenden eine ausgeprägte Campingerfahrung, sodass das Onboarding sehr schnell vonstatten ging. Kurz nach der Übernahme gab es ein kleines Problem mit dem Wasserhahn, wo eine Sicherung nicht eingesteckt war. Über telefonische Rückmeldung mit Touring Cars konnte dies auch sehr schnell behoben werden. Anschließend ging es los mit dem Roadtrip mit Startpunkt in Rovaniemi.

Hier war es von zeitlichem Vorteil, dass sich unsere Gruppe geteilt hatte und ein Teil die Einkäufe übernahm, während zwei Leute das Onboarding übernahmen. Nachdem der Van vollgepackt war, ging es los. Unsere geplante Route führte am ersten Tag über das Dreiländereck (Finnland-Schweden-Norwegen) von Rovaniemi über Muonio bis nach Kilpisjärvi (finnisch-norwegische Grenze). Nach einem kleinen Zwischenstopp im Yllas-Nationalpark und einer Kaffeepause in Muonio hieß es für mich, als einziger Fahrer die landschaftlich traumhafte Strecke von
Muonio nach Kilpisjärvi zu bestreiten. Diese Strecke von ca. zweihundert Kilometern führt durch eine sich langsam erhebende Landschaft, in der weit und breit kaum Menschen leben. Glücklicherweise kamen noch einzelne Sonnenstrahlen während der fast dreistündigen Fahrt durch die Wolkenschicht durch, sodass wir das Panorama sehr genießen konnten.

Das Wohnmobil des Roadtips auf die Lofoten
Das Fahrzeug der Tour

Und es kam noch besser: Nach einem Tankstopp in Kilpisjärvi ging es über die finnisch-norwegische Grenze, immer der E8 folgend, die Bergstraße hinunter. Und hier folgt gleich das nächste Highlight – eine unzählige Menge an Rentieren hat sich auf und neben der Straße platziert, sodass man mit dem Fotos machen nicht mehr fertig wurde. Dieses Gefühl war einzigartig!

Dieser lange Reisetag wurde nach Ankunft in Hatteng (Norwegen) auf einem sehr gut ausgebauten
Autorastplatz mit herrlichen Blicken auf den Fjord sehr genossen. Die Aufregung über den Trip ließen auch die fast achtstündige Fahrt mit knapp sechshundert Kilometern wie im Fluge vergehen. Gekocht wurde sehr funktional, ohne jedoch auf nichts verzichten zu müssen und meistens abends, sodass mittags nur eine kurze Pause gemacht wurde. Wie bei jedem (guten) Roadtrip wurde an den Stellen angehalten, wo es sich gerade anbot – das Manövrieren des doch sieben Meter langen und zweieinhalb Meter breiten Wohnmobils funktionierte dabei schon sehr gut.

Blick von einer Brücke auf verschiedene Inseln der Lofoten
Rentiere überqueren eine Straße
Abendhimmel spiegelt sich am Wohmobil im Schnee auf den Lofoten.
Impressionen des Roadtrips zwischen Lappland und Lofoten

Die nächsten Tage folgten immer weiter der E8 bis nach Bjerkvik (Norwegen), dem Tor zu den Lofoten, wo auch pünktlich das schlechte Wetter einsetzte. Aber wie es so ist beim Campen (es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung), ließen wir uns davon nicht unterkriegen und genossen die immer atemberaubender werdende Bergkulisse, je weiter wir auf die Lofoten fuhren. Gemeinsam mit ‘Herr der Ringe’-Musik (was ich sehr empfehlen kann) ging es über Lødingen, Svolvær nach Henningsvær. Besonders die kurze Straße abzweigend von der E10
nach Henningsvær war traumhaft und eine interessante Challenge für mich als Campervan-Fahrer. Die Straße ist stellenweise sehr eng mit Ausweichbuchten sowie zwei einspurigen Brücken. In dem
kleinen Fischerdorf lohnt sich auf jeden Fall ein Spaziergang durch die Fischerhäuser, ein Besuch im örtlichen Café und auch das kleine Kunstrasen-Stadion.

Im Anschluss ging es weiter die E10 entlang Richtung Süden, vorbei in Leknes (gute Möglichkeit, den Van nochmal aufzutanken und einzukaufen) bevor wir weiter nach Ramberg fuhren und unsere Quartiere dort aufschlugen. Die nächsten Tage ging es dann bis zur Südspitze mit Å i Lofoten, Moskenes sowie Reine. Allgemein gesprochen nutzen wir zum Finden von Schlafplätzen die App ‘park4night’, die uns traumhafte Stellplätze auf den gesamten Lofoten aufzeigte.

Eines unserer Highlights ist auf jeden Fall der kleine Stellplatz bei Rørvikstranda, mit traumhaftem Blick auf den Fjord sowie die Bergkulisse im Hintergrund.

Campground-Tipp

Ein sehr guter Stellplatz zum Auffüllen von Wasser, Toilette, Dusche et cetera findet sich in Lødingen (Lødingen Bobilcamp) – der Campingplatz liegt auf einer kleinen Halbinsel, die über eine ca. drei Meter breite Rundung erreichbar ist. Die Anfahrt zu diesem Platz war schon ein riesiges Highlight für mich als Fahrer.

Des Weiteren empfiehlt es sich, möglichst viele Wanderungen auf den Lofoten einzuplanen – die
Wanderungen sind eher kurz, dafür aber meist sehr steil. Während unserer Zeit auf den Lofoten
konnten wir den Minitrolltunga in Henningsvær, den Kvalvika Beach in Fredvang, sowie den
Tjeldbergtinden in Svolvær besteigen. Die steilen Anstiege belohnten uns am Ende – die Ausblicke
waren trotz des sehr wechselhaften Wetters fantastisch!

Die Inselwelt der Lofoten an einem bewölkten Tag
Aussicht auf die Inselwelt der Lofoten

Nach rund einer Woche auf den Lofoten ging es langsam wieder zurück Richtung Finnland.
Hierfür hätten wir zwei Möglichkeiten gehabt: Entweder die Fähre von Moskenes nach Bodo zu
nehmen und über den Landweg zurück – oder die gleiche Strecke zurück nach Bjerkvik und von dort dann über Kiruna zurück nach Rovaniemi. Aufgrund der tollen Bergkulissen entschieden wir uns für die zweite Option. Wenn jemand die gleiche Strecke zu fahren plant, empfiehlt es sich, einen kurzen Stopp in Schwedens nördlichster Stadt – Kiruna zu machen. Die Strecke dahin ist auch sehr schön und nur zu empfehlen!

Zusammengefasst konnten wir mithilfe von CU | Camper unser Lofoten-Abenteuer zu einem perfekten Preis-Leistungsverhältnis gut durchführen. Die traumhaften Landschaften mit einem Campervan und einer richtig coolen Reisegruppe zu entdecken, ist Abenteuer für sich.

Stefan Oberhofer, Juni 2022

Auf in den Norden Europas
Die Lofoten im eigenen Tempo erkunden

Jetzt Wohnmobil finden!

Mit Freunden teilen