Sehenswertes auf Prince Edward Island

Fotograf Vadim.Petrov
Fotograf Vadim.Petrov
Thunder Cove auf Prince Edward Island

Prince Edward Island ist weder die größte Insel Kanadas, noch zählt sie zu den bekanntesten Urlaubszielen. Und doch ist das Eiland in Kanadas Osten ein erwähnenswertes und empfehlenswertes Reiseziel. Das liegt insbesondere an den Reizen der Natur – und an der Abgeschiedenheit. Denn verglichen mit anderen Regionen Kanadas, wie beispielsweise zwischen Vancouver und Calgary, ist die Region geradezu wenig besucht. So ist das Ziel insbesondere für all jene eine mehr als lohnenswerte Option, die sich vom Alltag erholen möchten, ohne tausende Kilometer lange Roadtrips planen zu müssen. Stichwort ‚Entschleunigung‘: Die hunderten Kilometer Küste, die die Insel bereichern und das viele grün auf ihr sind regelrecht für einen Erholungsurlaub prädestiniert.

Prince Edward Island mit dem Camper erkunden

‚PEI‘ – so wird die Insel von den Einheimischen genannt – liegt nördlich von Nova Scotia und östlich von New Brunswick. Von New Brunswick aus ist die Insel mit dem Wohnmobil (oder PKW) über eine besondere Brücke erreichbar. Die Confederation Bridge zieht sich über sage und schreibe knapp dreizehn Kilometer zwischen Insel und Festland. Damit ist sie architektonisch ein Meisterwerk und mit ihrem teils geschwungenen Verlauf ein gern genutztes Fotomotiv.

Sobald die Insel erreicht ist, sind es neben zahlreichen Sandstränden vor allem viele kleine Fischerorte, die sich entlang der Küstenstraßen tummeln. In diesen entwickelte sich über die Jahrhunderte das kulinarische Angebot auf Prince Edward Island. Die Küche der Region genießt einen überaus hervorragenden Ruf. Ob Lobster, Mapleque Austern oder Fisch in allen erdenklichen Variationen – Fans von Seafood kommen auf der Insel voll auf ihre Kosten. Genuss ist also in nahezu allen Bereichen ein großes Thema auf ‚PEI‘.

Fotograf Vadim.Petrov
Fotograf Vadim.Petrov
Confederation Bridge

Besondere Orte auf Prince Edward Island

Zehn Städte finden sich auf Prince Edward Island verteilt. Die größte Stadt – und entsprechend auch die Hauptstadt der Provinz – ist Charlottetown. Historisch gesehen ist sie von überregionaler Bedeutung. So wurde 1864 während der Charlottetown-Konferenz über die Kanadische Konföderation beraten – und somit der Grundstein für Kanada in seiner heutigen Form gelegt. Doch nicht nur aus historischer Sicht ist Charlottetown ein wichtiger Fixpunkt auf der Insel. Viel mehr ist es auch ein kulturelles Zentrum. Das verdeutlicht das ‚Confederation Centre of Arts‘: Jener Komplex besteht aus einer Kunstgalerie und fünf Theatern. Somit sind dort in der Regel verschiedenste Aufführungen und Ausstellungen besuchbar.

Fotograf Darryl Brooks
Charlottetown

Dauerhaft an der Südspitze der Stadt verankert ist der Victoria Park. Durch die direkte Lage am Wasser ist der teils bewaldete und mit Sportplätzen versehene Park ein lohnenswertes Ziel für einen Spaziergang. Ansonsten besticht Charlottetown durch sein bereits oben erwähntes kulinarisches Angebot. Mehr als zwei Dutzend Restaurants bieten regionale Spezialitäten. Auf Food-Touren können Interessierte gar an mehrstündigen Besuchen verschiedenster Locations teilnehmen. Dabei lassen sich Land und Leute besonders gut kennenlernen. Ein weiterer interessanter Ort findet sich weiter westlich an der Küste unweit des Örtchens Mont-Carmel.

Die ‚Maisons de Bouteilles‘ – aus Glasflaschen errichtete Gebäude und Kunstwerke – begeistern ihre Besucher besonders bei Sonnenschein. Das Herzstück innerhalb der sehenswerten Gartenanlagen bildet dabei eine aus Flaschen errichtete Kapelle.

Tipp

Ein weiterer uriger Ort auf der Insel ist das Avonlea Village. Bekanntheit erlange das Gebiet, da es der Autorin Lucy Maud Montgomery als Vorlage für ihren Roman und Welterfolg ‚Anne of Green Gables‘ diente. So findet sich rund um ein kleines Bauernhaus – dem eigentlichen Kern – inzwischen eine große Auswahl an Cafés, Restaurants, Museen und Boutiquen. Alles zusammen versetzt Besucher beinahe in die Welt des Romans – allerdings sind viele Touristen erstaunt ob der Fülle der inzwischen errichteten Stores.

Fotograf rusty426

Die Natur von Prince Edward Island

Neben den Dörfern und Kleinstädten ist es aber insbesondere die Natur, die Wohnmobilurlauber auf die Insel lockt. In den Sommermonaten sind die Strände von Prince Edward Island gern und oft besuchte Orte. Einige Kanadier meinen sogar, dass sich die schönsten Strände des Landes auf der Insel finden würden. Das Wasser erreicht dabei in der Regel – für Kanada überraschend – hohe Temperaturen. Ohne Frage einer der beliebtesten Strände findet sich im Basin Head Provincial Park. Über rund fünfzehn Kilometer zieht sich der Sandstrand in diesem Gebiet, sodass sich genug Platz für alle Sonnenanbeter/innen findet.

Fotograf Vadim.Petrov
Cedar Dunes Provincial Park

Wer nicht nur die Sonne genießen, sondern die ganze Vielfalt der Insel mit dem Wohnmobil entdecken möchte, kann sich auf drei ausgewiesene Panoramastraßen begeben. Auf denen ergeben sich teils fantastische Ausblicke. Auch lassen sich so die schönsten und einsamsten Buchten finden, an denen sich kurze Spaziergänge oder lange Wanderungen lohnen. Generell lässt es sich auf der Insel gut wandern und fahrradfahren. Hervorragend geeignet ist dafür der Confederation Trail, der sich quer über die Insel auf einer Länge von über vierhundert Kilometern zieht. Besonders für all jene, die eine Wohnmobilreise mit mehreren Fahrradtagestouren kombinieren möchten, bietet sich diese Strecke an.

Der Prince Edward Island-Nationalpark findet sich im Norden der Insel. Dort befinden sich unweit der Küstenlinie mehrere Seen und Waldgebiete, die ebenfalls einladend sind. Ganz im Westen der Insel findet sich ein weiterer von der Natur geschaffener Ort der Erholung. Der Cedar Dunes Provincial Park breitet sich rund um den markanten West Point Leuchtturm aus.

Generell finden sich gleich mehrere sehenswerte Leuchttürme auf Prince Edward Island. Wiederum im Norden der Insel gelegen, ist das Covehead Lighthouse trotz seiner geringen Höhe ein ebenfalls gern besuchtes und fotografiertes Bauwerk.

Mehr als fünfzig Leuchttürme bereichern insgesamt die Küsten der Insel.

Interessantes

Campgrounds auf Prince Edward Island

Für den perfekten Wohnmobilurlaub stehen auf Prince Edward Island zahlreiche Campgrounds zur Verfügung. Einige von ihnen befinden sich in direkter Strandlage – aber auch landeinwärts finden sich sehr gute Übernachtungsmöglichkeiten. Zu letzteren zählt beispielsweise der New Glasgow Highlands-Campground, der trotz seiner Lage abseits des Wassers alles zu bieten hat, was das Camperherz sich wünscht. Er befindet sich in den östlichen Ausläufern des Ortes New Glasgow im Norden. Rund vierzig Stellplätze finden sich vor Ort.

Im Südosten der Insel – und direkt am Strand – ist der River RV-Campground gelegen. Ab Mai geöffnet, besticht er mit seinen Stellplätzen mit Blick aufs Wasser. Zwar stehen nur knapp über zwanzig Stellplätze zur Verfügung – doch gerade das eher kleine, familiäre Ambiente gefällt vielen Wohnmobilreisenden.

Fotograf Leo Rivas
Roadtrip auf Prince Edward Island

Auch unweit von Charlottetown finden sich Campingmöglichkeiten für alle, die mit dem Wohnmobil reisen. Nicht weit vom Stadtrand entfernt ist zum Beispiel der Campingplatz Cornwall KOA ein passendes Quartier. Auch dort stehen zahlreiche Stellplätze mit Meerblick zur Verfügung. Insgesamt betrachtet zählt jener Campingplatz allerdings zu den größten auf Prince Edward Island. Schließlich bietet der Platz mehr als zweihundertfünfzig Stellplätze.

Für eine überschaubare Anreise bis nach Prince Edward Island können beispielsweise ab Halifax Wohnmobile gemietet werden. Rund drei Stunden Fahrzeit sind es von jener Stadt aus bis zur Insel. Die passenden Wohnmobile für Ihre Rundreise durch den Osten Kanadas finden Sie auf der Webseite von CU | Camper. Dabei können verschiedene Fahrzeuge verglichen und bequem mit nur wenigen Klicks gebucht werden. Überzeugen Sie sich selbst von dem entspannten Flair Ostkanadas während einer Rundreise!

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