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Hund im Wohnmobil transportieren: So klappt’s auch Übersee!

Eins vorweg: Auch wer schwerlich auf seinen Vierbeiner verzichten kann, sollte gut überlegen, ob es bei einem zweiwöchigen USA-Wohnmobiltrip den Aufwand wert ist, den Hund im Wohnmobil zu transportieren.

Der Flug stresst das Tier und der Mensch muss sich um allerlei Formalien kümmern. Erst bei längeren Fahrten ist es sinnvoll, Wohnmobil und Hund miteinander bekannt zu machen.

© Travel Oregon
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Hund genießt seinen Auslauf vor dem Mt. Hood in Oregon

Zunächst sollten Sie sich bei Ihrer Airline nach den Beförderungsbedingungen für Hunde erkundigen, die Vorschriften der einzelnen Gesellschaften können voneinander abweichen.

Was die Einreise betrifft: Wer seinen Hund beispielsweise in die USA oder nach Kanada mitnimmt, muss andere Reisebestimmungen als innerhalb der EU beachten.

Gut zu wissen

Grundsätzlich wird eine Standard-Transportbox für die Einreise benötigt. Erforderlich ist auch ein (englischsprachiges) Gesundheitszeugnis, das dem Tier bescheinigt, frei von auf Menschen übertragbare Krankheiten zu sein. Die letzte Impfung gegen Tollwut darf nicht länger als zwölf Monate zurückliegen, muss aber mindestens 30 Tage vor der Einreise erfolgt sein.

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Ein Hund am Ufer des Lake Louise in Kanada

Eine fehlende Tollwutimpfung führt dazu, dass die Behörden sie nachholen und den Hund unter Quarantäne stellen – auf Kosten des Halters. Besonderheit: Alle in den Bundesstaat Hawaii eingeführten Hunde unterliegen grundsätzlich einer 120-tägigen Quarantäne!

Den Hund im Wohnmobil transportieren

Bevor Sie in den USA Ihren Hund im Wohnmobil transportieren, stellen Sie sicher, dass der Vermieter die Mitnahme von Haustieren überhaupt gestattet!

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Hunde können den Urlaub enorm bereichern

Wäre ja zu blöd, sämtliche Auflagen bei der Einreise souverän zu meistern, um dann festzustellen, dass genau in Ihrem Camper keine Hunde erlaubt sind. Ebenso muss im Vorwege geklärt werden, ob die von Ihnen angesteuerten Campingplätze Hunde erlauben und spezielle Einrichtungen (Spielwiesen, Hundeduschen etc.) für die Tiere vorweisen können.

Wer seinen Hund im Wohnmobil transportieren will, muss zwei grundlegende Voraussetzungen für den Tiertransport erfüllen: Zu jedem Zeitpunkt während der Fahrt muss die Sicherheit des Tieres gewährleistet sein. Andererseits muss die Verkehrssicherheit für alle weiteren Verkehrsteilnehmer gegeben sein.

Hunde gelten rechtlich als Ladung – wer also seinen Hund im Wohnmobil transportieren will, muss ihn entsprechend sichern.

Ratgeber

Dies trägt auch zur Unfallvermeidung bei, da ein unruhiges Tier den Fahrer durchaus entscheidend ablenken kann.

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Urlauber genießen die Aussicht gemeinsam mit ihrem Hund

Transportboxen gibt es in vielen Ausführungen – aus Metall, aus Gitter oder aus Stoff. Ist der Hund zu groß für ein solches Behältnis oder will er darin partout keine Ruhe geben, ist ein Sicherheitsgeschirr die erste Wahl. Achten Sie beim Geschirr auf eine ausreichende Polsterung.

Hund transportieren, nicht rösten

Gerade bei sommerlicher Hitze müssen Sie darauf achten, dass im Fahrzeuginnenraum eine dem Tier angemessene Temperatur herrscht. Haustiere regulieren ihre Körpertemperatur über andere Mechanismen als der Mensch und können bei Hitze im Auto extrem leiden. Im Übrigen: In den USA ist es vielerorts unter hohen Strafen verboten, einen Hund bei großer Hitze im geschlossenen Auto sitzen zu lassen. Wenn Sie Ihren Hund im Wohnmobil transportieren, gönnen Sie ihm also ein klimatisiertes Umfeld!

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