Sport Stadien der USA

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Mercedes Benz Superdome in New Orleans

US-Sport: Die berühmtesten Stadien der USA

Wer per Wohnmobil durch die USA fährt, kann neben Land und Leuten auch die typischen US-Sportarten kennenlernen. Wie zum Beispiel Football, wo der Ball (beziehungsweise das Ei) ja so gut wie nie mit dem Fuß gespielt wird. Oder Baseball, die kuriose, aber faszinierende Mischung aus Cricket und Brennball. Neben diesen beiden Sportarten gehören Basketball und Eishockey zu den „großen Vier“.

Unser Fußball, der in den USA Soccer heißt, wird zwar auch in einer Profiliga gespielt (Major League Soccer, MLS), fristet aber nach wie vor ein eher zweitklassiges Dasein – wie das spektakuläre Versagen der US-Nationalmannschaft in der Qualifikation zur WM 2018 unterstreicht. Aber gut, berühmte Fußballarenen gibt’s auf der ganzen Welt, die folgenden Sportstätten sind dafür untrennbar mit amerikanischen Sportarten verbunden. Hier also die sehenswertesten Stadien der USA. Play ball!

MLB: Baseballstadien in den USA

Das älteste Stadion der USA, in dem noch heute eine Baseball-Profimannschaft spielt, ist der Fenway Park in Boston. Die heimischen Red Sox weihten das Feld am 20. April 1912 mit einer Partie gegen die New York Highlanders ein, aus denen später Bostons Erzfeinde wurden – die New York Yankees. Zu den Besonderheiten des Fenway Parks zählen die große grüne Mauer, die das Spielfeld zur linken Seite hin begrenzt („Green Monster“) und in der sich eine immer noch manuell betriebene Anzeigetafel befindet. Einzigartig: der Sitzplatz „Lone Red Seat“, der den Landeplatz des längsten hier jemals geschlagenen Home Runs markiert – Red-Sox-Legende Ted Williams drosch den Ball im Jahr 1946 satte 153 Meter weit in die Ränge. Mit knapp 38.000 Zuschauern Fassungsvermögen zählt Fenway Park aber zu den kleinsten Baseballstadien der USA.

© Philadelphia Visitors Bureau
© Cleveland CVB
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Am größten ist das Dodger Stadium in Los Angeles (56.000 Plätze), gefolgt vom neuen Yankee Stadium (52.000). Zu den schönsten Baseballarenen gehört Wrigley Field in Chicago, Heimat der Chicago Cubs: 1914 eröffnet, ist es das zweitälteste Stadion der MLB und bietet eine hübsche Sicht auf die mit Efeu bepflanzte Mauer im Outfield, in deren Ranken sich schon reichlich Spieler und Bälle verhedderten.

NBA: Basketballstadien in den USA

In der Basketballliga NBA sind die Spielstätten weniger traditionsreich – ältestes Stadion ist die 1966 eröffnete Oracle Arena (19.500 Plätze) der Golden State Warriors aus Oakland, gefolgt vom New Yorker Madison Square Garden (19.700 Plätze), in dem die New York Knicks seit 1968 ihre Heimspiele austragen.

Der „Garden“, der sich selbst ganz bescheiden als „The World’s Most Famous Arena“ bezeichnet, ist zudem Heimat des Eishockeyteams New York Rangers. Berühmt ist der Madison Square Garden auch als Konzerthalle: Songwriter und Lokalmatador Billy Joel („Piano Man“) ist hier bereits über 90-mal aufgetreten. Er wird scherzhaft auch als „viertes Profiteam des Gardens“ bezeichnet – neben den Knicks, Rangers und dem Frauen-Basketballteam New York Liberty. Das größte Basketballstadion der USA ist das United Center in Chicago (Chicago Bulls, 21.700 Plätze).

© AmericanTours International
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NHL: Eishockeystadien in den USA

Ähnlich wie beim Basketball sieht’s beim Eishockey aus – da die meisten Clubs in Multifunktionsarenen antreten, sucht man vergeblich nach 100 Jahre alten Spielorten. Älteste Arena ist der bereits erwähnte Madison Square Garden mit seinen Rangers. Alle anderen Stadien stammen aus den Achtzigern oder sind noch jünger.

Am längsten ist der Scotiabank Saddledome im kanadischen Calgary in Betrieb – die heimischen Calgary Flames spielen hier seit 1983 NHL-Eishockey.

Info

Die modernste Arena steht in Detroit: Erst seit September 2017 treten die Detroit Red Wings (NHL) und die Detroit Pistons (NBA) in der Little Cesars Arena vor gut 20.000 Zuschauern an.

NFL: Footballstadien in den USA

Überaschenderweise sind die größten Stadien der USA nicht im Profi-, sondern im Collegesport zu finden. Acht Arenen mit einem Fassungsvermögen von mehr als 100.000 Zuschauern gibt es in den Vereinigten Staaten – sie dienen allesamt als Spielstätten für den enorm populären College Football. Spitzenreiter ist mit 107.600 Plätzen das Michigan Stadium in Ann Arbor, wo die Michigan Wolverines auflaufen. Ann Arbour selbst hat übrigens gerade mal 6.000 Einwohner mehr als Zuschauer ins Stadion passen! Auch das älteste Stadion der USA ist ein Collegestadion: Das 1895 eröffnete Franklin Field in Philadelphia (53.000 Zuschauer) wird heute für Spiele der Penn Quakers genutzt. Zwischen 1958 und 1970 traten hier zudem die Philadelphia Eagles an, das NFL-Team der Stadt.

Ein legendärer Vorfall ereignete sich im Dezember 1968, als in der Halbzeitpause von ihrem Team genervte Eagles-Fans einen Süßigkeiten verteilenden Weihnachtsmann auspfiffen und mit Schneebällen bewarfen. Seitdem gilt Philadelphia als „die Stadt, in der sogar der Weihnachtsmann ausgebuht wird“.

Im Profibereich hat das New Yorker Met Life Stadium bei der Kapazität die Nase vorn: 82.500 Fans finden Platz, wenn die New York Giants oder New York Jets ihre Heimspiele austragen. Auf Platz zwei liegt Lambeau Field in Green Bay mit gut 81.400 Plätzen. Hier treten die heimischen Packers an – seit 1957, was Lambeau Field zum ältesten NFL-Stadion macht.

Green Bay im Bundesstaat Wisconsin ist nicht unbedingt als wärmster Ort der Erde bekannt, Lambeaus Spitzname „Frozen Tundra“ hochverdient: Lambeau Field war Schauplatz des „Ice Bowls“, bis heute das NFL-Spiel bei den niedrigsten Temperaturen. Das Championship Game 1967 zwischen Green Bay und den Dallas Cowboys (Endergebnis 21:17) wurde bei unvorstellbaren minus 26 Grad ausgetragen. Unsterblich der Satz von TV-Kommentator Frank Gifford: „Ich beiße jetzt mal von meinem Kaffee ab!“