Mount Rushmore mit dem Wohnmobil besuchen

Viele Attraktionen der Vereinigten Staaten sind Natur-Sehenswürdigkeiten zu verdanken. Andere wiederum sind durch Menschenhand erschaffen worden. Die weltbekannten und überdimensionalen vier Präsidentenköpfe am Mount Rushmore sind so etwas wie das Zusammenspiel von Natur und menschlichem Schaffen. Dabei ist das Mount Rushmore National Memorial heute in vielerlei Hinsicht ein Stück amerikanischer Zeitgeschichte. Das bezieht sich auf positive wie auch eher unglückliche Aspekte, die mit diesem Werk zusammenhängen.

Zunächst einmal widmen wir uns der Entstehungsgeschichte des Mount Rushmore. Die Ursprungsidee bestand Jahrzehnte vor der Umsetzung bereits darin, die sonst eher attraktionsarme Region des Mittleren Nordwestens um eine Sehenswürdigkeit zu bereichern. In den 1920er-Jahren wurde zunächst geplant, wichtige Persönlichkeiten des Westens überdimensional abzubilden. Dieser Plan änderte sich jedoch im Laufe der Jahre etwas: Vier bis dahin als am Wichtigsten eingestuften Präsidenten der US-Geschichte sollten schließlich den Berg schmücken. Dabei entschied man sich für Abraham Lincoln, George Washington, Thomas Jefferson und Theodore Roosevelt.

Nachdem die Idee vollendet war, machte sich John Gutzon de la Mothe Borglum mit seinem Team daran, ein Präsidenten-Antlitz nach dem anderen in den Berg zu sprengen und zu meißeln. Jeweils über achtzehn Meter erstreckten sich so mit der Zeit die verschiedenen Köpfe. Rund vierhundert Helfer standen dabei zur Verfügung. Dennoch zogen beim Bau ganze vierzehn Jahre ins Land. Jene Vollendung erlebte der Künstler selbst nicht mehr – die letzten Monate vollendete sein Sohn Lincoln Borglum das Werk. 

Wobei von Vollendung nicht die Rede sein kann. Aus Geldmangel wurden die Arbeiten im Oktober 1941 eingestellt. Zwar sollten die Präsidenten ursprünglich bis zur Taille ausgearbeitet werden. Doch bekanntermaßen blicken bis heute nur deren Köpfe aus dem Massiv hervor. Dennoch entwickelte sich über die Jahrzehnte die einst gewünschte Bekanntheit. Auch als Kulisse für diverse Filme glänzte das National Monument mehrfach, was der Bekanntheit nicht geschadet haben dürfte. 

Vergangenheit und Zukunft des Mount Rushmore

So wurde es bis heute von vielen Millionen Besuchern vor Ort bewundert und ist inzwischen aus dem Mittleren Westen nicht mehr wegzudenken. Ein eineinhalb Kilometer langer Rundweg, der ‘Presidential Trail’, führt Besucher rund um den Berg. Neben den Köpfen selbst gibt es dabei noch in den Fels geschlagene Zitate aus Reden der jeweiligen Präsidenten zu sehen. Hinter den Köpfen befindet sich am Berg eine kleine Kammer – die ‘Hall of Records’. Sie sollte ursprünglich wichtige US-amerikanische Artefakte beheimaten. Durch den Baustopp blieb auch sie unvollendet. Dennoch – oder gerade deswegen – fügt sie sich gut in das Gesamtbild des National Memorials. 

Doch es gibt auch Schatten, die auf dem Kunstwerk lasten. So mehrten sich in jüngeren Jahren Stimmen, die dem Mount Rushmore National Monument eher kritisch gegenüber stehen. Grund dafür ist, dass das Land samt Berg einst während eines Goldrauschs dem indigenen Volk der Lakotas entrissen wurde. Für sie war der Berg – in ihrem Sprachgebrauch als ‘Six Grandfathers’ bekannt – gar heilig. Auch deshalb wird bis heute um das Land gestritten. 

Während das Thema in den Vereinigten Staaten immer wieder für Gesprächsstoff sorgt, kam im Jahre 2020 – ziemlich unerwartet – eine Erweiterung der Porträts ins Gespräch. Der damals amtierende US-Präsident Donald Trump ließ Medienberichten zufolge anfragen, ob sein Konterfei neben den anderen Präsidenten im Berg verewigt werden könne. Ob es gut oder schlecht ist, dass diese Idee vermutlich nicht in die Tat umgesetzt wird, darf jeder selbst für sich entscheiden. Es bleibt spannend, ob und wie sich das Gelände in kommenden Jahrzehnten entwickeln wird.

Ob die Köpfe bis in alle Ewigkeit in ihrer jetzigen Form in die Bergwelt South Dakotas hinausblicken werden, kann natürlich niemand vorhersagen. Fakt ist jedoch, dass die Faszination der großformatigen Präsidentenköpfe nach wie vor bei vielen groß ist. 

Sehenswertes in der Umgebung

Insbesondere während eines Wohnmobil-Roadtrips lohnt sich der Besuch. Zum einen finden sich in der Nähe des Mount Rushmore gleich mehrere Optionen für Campgrounds. Selbstredend für das Wohnmobil-Land USA verfügt der Eingangsbereich des Monuments über einen eigenen RV-Parkplatz. Und darüber hinaus finden sich praktisch in sämtlichen Himmelsrichtungen rund um South Dakota attraktive Routenoptionen. So kann der Besuch der Präsidentenköpfe mit einer längeren Tour verknüpft werden. Beispielsweise eine Rundtour zwischen den Rocky Mountains und dem Yellowstone-Nationalpark sorgt für atemberaubende Eindrücke. 

Crazy Horse Memorial
Badlands-Nationalpark

Dabei findet sich eine weitere Sehenswürdigkeit nur wenige Kilometer von Mount Rushmore entfernt. Das Crazy Horse Memorial wurde zu Ehren des Lakota-Indianers Crazy Horse – ähnlich wie das Vorbild der vier Präsidenten – in einen Berg gearbeitet. Zwar wurde es nicht durch staatliche Mittel, sondern durch private Förderer finanziert. Aber auch jenes Abbild einer lokal wichtigen Figur konnte bis heute nicht fertig gestellt werden. Und letztlich scheiden sich auch an diesem Werk bis heute die Geister. Trotz oder auch wegen der Diskussionen um die Notwendigkeit solch einer Skulptur hat das unvollendete Werk eine gewisse Bekanntheit erlangt. Wenig verwunderlich, dass es durch seine Lage nur rund vierzehn Kilometer südwestlich von Mount Rushmore ebenfalls viele Besucher anlockt. 

Rückblickend sind beide Memorials vielleicht nicht die größten Errungenschaften der Menschheit. Die grundsätzliche Idee, den Tourismus in der sonst eher abgelegenen Region anzukurbeln, hat jedoch über Jahrzehnte Früchte getragen. Das, worauf sich Reisende in South Dakota und angrenzenden Bundesstaaten mit Sicherheit freuen können, ist die Natur. In South Dakota selbst sind beispielsweise sehenswerte Nationalparks besuchbar. Der Badlands-Nationalpark ist ein facettenreiches Fleckchen mit Bergen, Schluchten, aber auch Prärieflächen. Unter die Erde führt der Wind-Cave-Nationalpark. In ihm kann schließlich ein umfangreiches Höhlensystem betreten werden. Rund zweihundertfünfzig Kilometer Höhlenwege sprechen für sich – und bieten einzigartige Eindrücke. 

Campgrounds rund um Mount Rushmore

Der nächstgelegene Campground am Mount Rushmore National Moument ist der ‘Rushmore View RV Park’ in Keystone. Rund zehn Minuten Fahrt oder eine fünfundvierzigminütige Wanderung trennen das Areal vom National Memorial. Einige einfache Stellplätze finden sich unweit eines Hotelkomplexes. Üblicherweise ist der RV-Park zwischen Ende Mai und Anfang Oktober geöffnet. In direkter Umgebung finden sich einige Restaurants, Künstler-Ateliers und auch Shopping-Optionen in einer kleinen Western-Kulisse.

Rund zehn Kilometer weiter westlich findet sich das ‘Mount Rushmore KOA Resort’. Das Gelände der  US-weit bekannten Campground-Kette befindet sich in einer malerischen und leicht hügeligen Landschaft inmitten der Black Hills. In Sachen Komfort gibt es für Camper-Reisende auf dem Platz so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Auch das Angebot an Aktivitäten am Platz fällt nicht zu knapp aus.

Eine dritte Option für die Übernachtung im Wohnmobil unweit des Mount Rushmore National Memorial bietet sich mit ‘Kemp’s Kamp’. Auch dessen Gelände befindet sich inmitten von Wald und Berghängen in ruhiger Lage. Vom Mount Rushmore ist es fünfzehn Fahrminuten entfernt. In verschiedene Stellplatz-Kategorien finden nahezu alle Fahrzeuggrößen hervorragende Plätze vor. Teilweise sind diese sogar mit eigenen Picknicktischen und einem Grill ausgestattet.

Vielerorts in und um South Dakota finden sich solch einladende Campingplätze. Wenn Sie selbst die Natur der Region, den weiten Landschaften, urige Restaurants, Kunstateliers und den Mount Rushmore besuchen möchten, können Sie auf der Webseite von CU | Camper das passende Fahrzeug buchen. Als Übernahmeorte eignen sich dabei beispielsweise Billings in Montana, Denver oder Minneapolis. Überzeugen Sie sich während eines Roadtrips von der landschaftlichen Schönheit, den herzlichen Menschen und den teils überraschenden Sehenswürdigkeiten in South Dakota. Wir wünschen unvergessliche Eindrücke!

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