Im Wohnmobil durch die Okanagan Valley Weinregion

Sonnenuntergang über den Weinbergen in Penticton, Okanagan Tal.

Der Westen Kanadas: Schroffe Berge, Gletscher, Wälder, Bergseen und malerische Küsten. Das sind wohl bei fast allen Menschen die ersten Bilder, die sich beim Gedanken an die Region im Kopf einstellen dürften. An wüstenartige Landschaften und Weinanbaugebiete denken vermutlich weniger. Und doch finden sich exakt diese landschaftlichen Gegebenheiten in Westkanada. Das Okanagan Valley nämlich ist eine Region, die von besonders mildem und trockenem Klima profitiert. Entsprechend beliebt ist sie auch bei Wohnmobilurlaubern. Hier können Sie Ihr Wohnmobil mieten und sich selbst von der Schönheit der Region überzeugen. Wir verraten im Folgenden, welche Orte und Sehenswürdigkeiten beim Roadtrip durch das Okanagan Valley auf Besucher warten.

Blick auf Blue Mountain Vineyard im Okanagan Valley.
Blue Mountain Vineyard im Okanagan Valley

Zunächst einmal zur geographischen Einordnung: Das Okanagan Valley erstreckt sich im Südwesten British Columbias und grenzt an die USA. Entsprechend gut ist es vor allem für jene erreichbar, die ihre Wohnmobiltour ab Vancouver, Calgary oder Seattle starten. Das Okanagan Valley grenzt an die Ausläufer der Rockies. Somit ist es ein gediegenes Kontrastprogramm zu einer Tour durch die Berge. Gediegen – so kann man die Region ohne Zweifel beschreiben. Seichte Hügel durchziehen die Landschaft und werden von hunderten Seen unterbrochen. Worte wie ‘malerisch’ oder ‘Postkartenidyll’ umschreiben die Gegebenheiten vor Ort. Da die Region noch von einem besonders warmen und trockenen Klima geprägt ist, ist es kaum verwunderlich, dass sie so viele Menschen anzieht. Rund dreihunderttausend Einwohner leben in dem Areal. Hochgerechnet auf dessen Größe ist das Okanagan Valley damit eine der bevölkerungsreichsten Regionen Kanadas

Benannt ist das Gebiet nach den Okanagan First Nations, einem Stamm der Salish. Im frühen neunzehnten Jahrhundert schließlich trafen die ersten Siedler ein und schätzten schnell den nährstoffreichen Boden der Gegend. Nach und nach entstanden so Obstplantagen. Äpfel, Pfirsiche, Pflaumen – insbesondere im zwanzigsten Jahrhundert wurde viel angebaut. In den letzten Jahrzehnten hat sich schließlich immer mehr der Wein in den Fokus gerückt. 

Stadt, Land, (Okanagan) Fluss

Inzwischen sind allein rund um Kelowna mehr als vierzig Winzereien ansässig. Wenig verwunderlich, dass sich rund um die größte Stadt der Region abertausende Weinreben auf den Hügeln verteilen. Rund einhundertzwanzigtausend Menschen leben in Kelowna, das als Zentrum am Okanagan Lake eine gute Anlaufstation darstellt.

Wander-Optionen, Fahrrad- und Mountainbikerouten, Golfplätze, Wassersport, Shopping und ein großes gastronomisches Angebot: All das lässt sich vor Ort wunderbar nutzen.

Gut zu wissen

Der Okanagan Lake übrigens ist ein imposantes Gewässer. Zwar fällt der See – ähnlich dem Loch Ness in Schottland – recht schmal aus. Doch mit seiner Länge von rund einhundertdreißig Kilometern weiß er zu beeindrucken. Seine Tiefe von teils über zweihundert Metern befeuert übrigens Mythen und Gerüchte über ein Seeungeheuer namens Ogopogo. Das findet sich unter anderem im Logo der ‘Kelowna Rockets’ wieder, dem Eishockeyteam der Stadt. 

Ein Glas Rotwein im Okanagan Valley mit dem Okanagan Lake im Hintergrund.
Wine-tasting im Okanagan Valley mit Blick auf den Okanagan Lake

Wer lieber die Natur abseits der Stadt genießt, findet mehr als genug Alternativen für entspannte Stunden am See: Swan Lake, Goose Lake, Skaha Lake und viele weitere Seen bereichern das Okanagan Valley. Sobald es aus dem Stadtleben in die Natur geht, zeigen sich die vielen tierischen Bewohner des Tals. Otter, Schafe oder diverse Vogelarten sind dabei ebenso häufig anzutreffen, wie Luchse oder Schwarzbären. Wer auf der Suche nach geeigneten Wanderwegen ist, kann sich beispielsweise in den Myra Canyon begeben. Der ‘Myra Canyon Trestals Trail’ bietet beispielsweise hervorragende Ein- und Ausblicke während eines halbtägigen Spaziergangs. Dabei geht es teils über monumentale Brücken und Gerüstkonstruktionen oder durch Tunnel.  

In den Sommer- und Herbstmonaten gibt es nahezu unendlich viele Optionen, um sich an der Natur Westkanadas zu erfreuen. Egal, ob eine Tour schwerpunktmäßig durch das Okanagan Valley führt oder ob es nur für einige Tage als Zwischenstation genutzt wird. Schließlich verfügt  auch der Rest Westkanadas bekanntermaßen über große Reize. 

Sehenswertes in der Umgebung

Städte wie Vancouver, Calgary oder Edmonton sind vom Okanagan Valley für nordamerikanische Verhältnisse vergleichsweise  schnell erreicht. Für die Fahrt von Kelowna nach Vancouver werden rund viereinhalb Stunden benötigt. Eine Fahrt nach Calgary beansprucht rund achteinhalb Stunden reine Fahrzeit. Dabei finden sich einige traumhafte Ziele zwischen beiden Städten. 

Steinfigur am Moraine Lake im Banff Nationalpark.
Moraine Lake im Banff-Nationalpark
Abendstimmung am Emerald Lake im Yoho Nationalpark.
Emerald Lake im Yoho-Nationalpark

Über weltweite Bekanntheit dürfen sich dabei insbesondere zwei Nationalparks inmitten der Rockies freuen. Der Jasper-Nationalpark und der Banff-Nationalpark sind so etwas wie die Aushängeschilder für die Berglandschaften Westkanadas. Sehenswürdigkeiten wie der Lake Louise oder der Peyto Lake, jeweils eingebettet in eindrucksvolles Bergpanorama, wurden bereits millionenfach abgelichtet. Da jene Nationalparks gerade in den Sommermonaten inzwischen teilweise mehr als gut besucht sind, lohnt es sich, weniger überlaufene Alternativen zu suchen. Und diese finden sich teilweise nur wenige Kilometer entfernt. So ist beispielsweise der Yoho-Nationalpark eine ähnlich sehenswerte Ausweichoption. 

Wenn es eher ans Wasser gehen soll, lohnt es sich, mit dem Wohnmobil weiter in Richtung Vancouver Island zu reisen. Die Insel ist so groß und facettenreich, dass idealerweise mindestens weitere sieben bis zehn Tage zur Verfügung stehen sollten. Schließlich sollte ein Wohnmobilurlaub auch etwas Entspannung bieten können. Auch eine Fahrt noch weiter in den Süden, in die Vereinigten Staaten, ist möglich. Dabei warten landschaftlich ebenfalls höchst attraktive Bundesstaaten wie Montana oder Washington State.   

Somit ist das Okanagan Valley ein Ziel, von dem aus sprichwörtlich in allen Himmelsrichtungen weitere lohnenswerte Orte erreichbar sind. Dabei ist die Infrastruktur in und um British Columbia für Wohnmobilreisende sehr gut. Straßen sind in der Regel ausreichend breit und Parkplätze oftmals groß genug, um auch mit größeren Motorhomes problemlos von A nach B zu kommen. Auch das Netz an Campingplätzen ist geradezu riesig. Dennoch kann es, wie erwähnt, in den Sommermonaten auf den besonders beliebten Campgrounds in Westkanada sehr voll werden.

Unsere Camper-Vorschläge

Badezimmer
WC & Dusche getrennt
Küche
Spüle
Kühlschrank
Gefrierschrank
Gasherd
Mikrowelle
Maße (m)
LxBxH

9,1 x 2,5 x 3,4
Innenhöhe

2,13
Betten (cm)
Alkoven

240 x 130
Essecke

160 x 100
Hinten

185 x 150
Meridian RV Rentals
Lädt…
Motorhome C-LARGE
4.6
Markise
Slideout
Klima Wohnbereich
Generator
Kein Grundriss
6
Länge: 9,1m
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Campingplätze im Okanagan Valley

Wer einen bestimmten Platz ergattern möchte, sollte entsprechend möglichst frühzeitig eine Reservierung vornehmen. Inzwischen ist dies für eine Vielzahl der kanadischen Campingplätze online möglich.

Auch im Okanagan Valley finden sich selbstverständlich zahlreiche Campgrounds, die für Wohnmobilurlauber keinerlei Wünsche offen lassen. Direkt am Okanagan Lake ist der ‘Fintry Provincial Park’ gelegen, der über einen eigenen Campingplatz verfügt. Das von ‘BC Parks’ betriebene Areal ist mit rund einhundert Stellplätzen ausgestattet. Da der Platz – wie in so vielen National- und Provincial Parks – auf Natürlichkeit ausgelegt ist, finden sich zwar keine powered Sites mit Stromanschlüssen. Dafür ist die Lage am Westufer des Sees unschlagbar und die Größe der Stellplätze weiß zu überzeugen.

Am See in British Columbia.

Ganz im Süden des Okanagan Valley, nur rund drei Kilometer von der Grenze zu den USA entfernt, ist eine beliebte Anlaufstelle für Wohnmobilurlauber gelegen. Der ‘Nk’Mip Campground’ findet sich wiederum am Ufer des Osoyoo Lake. Mit seinen dreihundertfünfzig Stellplätzen fällt der Platz zwar um einiges größer aus. Aber in Sachen Service wird vor Ort alles geboten, was sich das Camperherz nur wünschen kann. Knapp ein Drittel der Stellplätze liegt in erster Reihe am Wasser. In der fast schon wüstenartigen Umgebung können Fahrradtouren unternommen oder die Hügel erklommen werden. 

Am Kalamalka Lake liegt der Kelkuli Bay Provincial Park. Auch er verfügt über einen Campground – mit rund siebzig Sites für Wohnmobile. Der Campingplatz befindet sich mehrere Kilometer von der Zivilisation entfernt in ruhiger Lage, umgeben von einigen Hügeln. Von ihnen aus ergeben sich traumhafte Ausblicke auf den See. 

Wenn Sie das Okanagan Valley mit dem Wohnmobil entdecken möchten, können Sie das passende Fahrzeug auf der Webseite von CU | Camper buchen. Beispielsweise Vancouver, Calgary oder Seattle sind geeignete Übernahmeorte. Nach der Buchung Ihres Wunschfahrzeugs steht einem unvergesslichen Roadtrip durch eindrucksvolle und abwechslungsreiche Landschaften nichts mehr im Wege. Zum Wohl – und gute Reise.

Kanada
Die Weinregion Okanagan Valley während des Camper-Urlaubs genießen

Hier das passende Wohnmobil mieten.

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