Im Wohnmobil zum Yoho-Nationalpark in Kanada

Kanadas bekannte Nationalparks wurden bereits auf hunderten Webseiten zur Genüge vorgestellt. Kein Wunder – der Banff-Nationalpark und der Jasper-Nationalpark verkörpern all das, was sich Urlauber unter Kanadas traumhaften Landschaften vorstellen. Dabei gerät ein Areal mitunter fast in Vergessenheit, obwohl es – im wahrsten Sinne – sehr nah an die beiden anderen genannten herankommt. Der Yoho-Nationalpark findet sich nämlich seinerseits inmitten der kanadischen Rockies. Und auch wenn er einige Nummern kleiner ausfällt, als die großen, muss er sich nicht verstecken. Deshalb stellen wir das Gebiet mit seinen Sehenswürdigkeiten in diesem Artikel ausführlich vor.

Der Yoho-Nationalpark befindet sich inmitten der Rocky Mountains in British Columbia. Dabei grenzt er an die Provinz Alberta. Dass das Gelände auf keinen Fall unspektakulär ist, wird schon durch die Ausmaße deutlich. Eine Fläche, die fast doppelt so groß wie das Bundesland Hamburg ist, beheimatet keine dreihundert Einwohner. Das lässt viel Raum für das, was den Nationalpark auszeichnet: Die Natur. Neben dutzenden Berggipfeln, weiten Waldflächen und felsigen Tälern prägen (teils türkisfarbene) Seen das Bild. Man könnte sagen: Kanada, wie es im (Bilder)buche steht.

Ein Fluss im Yoho-Nationalpark

Entsprechend den wunderbaren Landschaften lockt der Yoho-Nationalpark gerade im Sommer viele Wanderer und Bergsteiger an. Darüber hinaus bieten sich verschiedenste andere Outdoor-Aktivitäten an. Viele Besucher des Nationalparks reisen mit dem Wohnmobil an. Das bietet sich an – vor allem, da im Nationalpark selbst einige Campgrounds beheimatet sind. Einige von ihnen stellen wir in diesem Artikel vor. Als Zentrum der menschlichen Zivilisation darf man das kleine Örtchen Field ansehen. Neben den fast dreihundert Einwohnern tummeln sich dort einige kleinere Cafés und Shops. Verglichen zu größeren Orten wie beispielsweise Banff ist Field jedoch wirklich sehr ursprünglich.

Türkiser Emerald Lake und mehr Sehenswertes

Damit kommen wir zu den natürlichen Sehenswürdigkeit des Nationalparks. Der Emerald Lake ist nicht gerade von gigantischen Ausmaßen geprägt. Tatsächlich beträgt die Distanz einer Umrundung des Sees auf einer Wanderung nur knappe fünf Kilometer. Dennoch ist er der größte der knapp sechzig Seen innerhalb des Nationalparks. Seine überregionale Bekanntheit aber verdankt er seinem türkisfarbenen und klaren Wasser, in dem sich die umliegenden Berge spiegeln. Dadurch zählt er ohne Frage zu den schönsten Seen Kanadas. Der Wanderweg rund um das Gewässer ist in Teilen barrierefrei. Es besteht auch die Option, über den See zu paddeln, was ebenfalls eindrucksvolle Einblicke verspricht.

Brücke über einem Fluss im Yoho-Nationalpark

Eine weitere Natursehenswürdigkeit innerhalb des Yoho-Nationalparks sind die majestätischen Takakkaw Falls. Schon von weitem können Besucher das Grollen der Wassermassen hören, die aus mehr als zweihundertfünfzig Metern hinab fließen. Durch die Höhe und die Wucht des Wassers ist der zweithöchste Wasserfall Kanadas ein gern und viel besuchter Ort. Generell finden sich mehrere sehenswerte Wasserfälle im Yoho-Nationalpark. Dazu zählen auch die Wapta Falls, die zwar nicht so hoch, dafür auf einer größeren Breite ein Naturspektakel veranstalten.

Dass die Natur auch beinahe architektonische Werke vollbringen kann, beweist sie mit der ‘Natural Bridge’. Jene Brücke aus natürlichen Felsen, die über den Kicking Horse-River führt, befindet sich oberhalb der Stromschnellen. Wer sich auf das teils tosende Wasser traut, kann geführte Kanu- oder Rafting-Touren in der Region buchen. So kann die Kraft der Natur intensiv gespürt werden – und Adrenalin-Junkies können sich über ein actionreiches Erlebnis freuen. Auch all jene, die auf Tierbeobachtungen spekulieren, können mit etwas Glück verschiedene Arten in ihrer natürlichen Umgebung erspähen: Grizzlys, Schwarzbären oder Elche sind nur einige von ihnen.

Die Natural Bridge im Yoho-Nationalpark

Generell gilt im Yoho-Nationalpark, dass der Weg das Ziel ist. Nahezu überall präsentiert sich die Landschaft in sehenswerter Form. So bieten sich dutzende, wenn nicht gar hunderte Wanderoptionen an.

Sehenswertes rund um den Yoho-Nationalpark

Wanderer im Banff-Nationalpark

Neben den genannten Nationalparks, die bereits aufgrund der räumlichen Nähe ebenfalls einen Besuch wert sind, bieten sich während einer Wohnmobiltour rund um den Yoho-Nationalpark weitere Ziele an. Auch der Kootenay-Nationalpark, der Glacier-Nationalpark oder der Wells Gray Provincial Park sind mit dem Wohnmobil schnell erreicht. Sie alle haben ihrerseits einzigartige Sehenswürdigkeiten und Panorama-Ausblicke zu bieten. Unbestritten eine der schönsten Fernstraßen Kanadas ist beispielsweise der Icefield’s Parkway. Wer zwei oder drei Tage Zeit mitbringt, kann an dessen Verlauf an einigen Zwischenstopps atemberaubende Aussichten auf die Berg- und Gletscherwelt Kanadas genießen.

Vor oder nach dem Besuch der Naturszenerien können jeweils einige Tage in einer der Metropolen Albertas erfolgen. Edmonton und Calgary beheimaten dabei jeweils einige Sehenswürdigkeiten. Je zwei Tage sollten pro Stadt daher mindestens eingeplant werden. Da die Wohnmobilübernahme für Touren in Richtung Yoho-Nationalpark sowieso oft in einer der Städte erfolgt, macht eine Stadterkundung entsprechend Sinn.

Rund zwei Stunden Fahrzeit von Calgary entfernt findet sich übrigens mit dem Dinosaur Provincial Park ein Areal, das für die Entdeckung von Dinosaurierfossilien bekannt ist.

Spannend

Ausgrabungsstellen und Besucherzentrum bieten dort beeindruckende Einblicke in die Welt der Giganten, die einst in der Region lebten. Durch anschauliche Exponate ist der Besuch des Provincial Parks für Jung und Alt gleichermaßen interessant. Die Landschaft der kanadischen Badlands vor Ort unterscheidet sich bereits deutlich von den Rockies.

Wer idealerweise gleich mehrere Wochen Zeit mitbringt, kann auch einen Roadtrip nach Vancouver unternehmen. Ohne Zeitdruck lassen sich in British Columbia noch unzählige weitere Traumorte finden. Beispielsweise Vancouver Island ist unter Wohnmobilurlaubern eines der höchst geschätzten Ziele überhaupt.

Campingplätze im Yoho-Nationalpark

Eine kleine Auswahl an Campingplätzen findet sich innerhalb des Yoho-Nationalparks. Drei davon verfügen über Stellplätze für Wohnmobile. Wie überall in der Region sollten insbesondere für Reisen im Sommer Campgrounds weit im Voraus reserviert werden. Üblicherweise sind die meisten Campingplätze zwischen Juni und Oktober geöffnet.

Einer der vier im Yoho-Nationalpark beheimateten Plätze ist der ‘Kicking Horse-Campground’ einige Kilometer östlich von Field. Mit seinen knapp neunzig Stellplätzen ist er die größte Anlaufstelle für Wohnmobilreisende. Stellplätze lassen sich dort – im Gegensatz zu allen anderen Campingplätzen – über die Webseite von Parks Canada reservieren. Durch die Lage direkt am wilden Kicking Horse River am Fuße des Mount Field ergeben sich bereits beim Verlassen des Wohnmobils traumhafte Aussichten.

Ein Motorhome von Fraserway in Kanada

Nur wenige hundert Meter weiter ist der etwa halb so große ‘Monarch Campground’ beheimatet. Die Lage ist entsprechend nicht weniger ansehnlich – die Anzahl der Stellplätze und das Angebot an Sanitären Anlagen fallen jedoch etwas spärlicher aus. Selbiges gilt für den ‘Hoodoo Creek Campground’. Auch jenes Areal ist sehr spartanisch ausgestattet. Mit dreißig Stellplätzen fällt es auch vergleichsweise klein aus. Dennoch ist auch die Lage jenes Campingplatzes attraktiv.

Hinsichtlich der Reisezeit empfiehlt sich insbesondere Anfang bis Mitte Juni. Dann sind noch vergleichsweise wenige Touristen im Yoho-Nationalpark unterwegs.

Gut zu wissen

Wer zwischen Juli und September das Gebiet erkundet, dürfte in der Regel wesentlich häufiger auf Mitmenschen treffen. Dennoch verteilen sich auch dann die Besucher so gut, dass Wanderungen oder andere Outdoor-Aktivitäten zumindest keine Massenspektakel werden.

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