Für das Wohnmobil die passenden Campgrounds reservieren

Das Wohnmobil für den Roadtrip ist gebucht und die Routenplanung steht an. Dabei stellt sich allen Wohnmobil-Urlaubern früher oder später die Frage: Auf welchen Campgrounds soll das Wohnmobil jeweils über Nacht stehen? In einigen Ländern und Regionen finden sich zahlreiche Camping-Optionen. Andernorts ist die Auswahl eher begrenzt. In diesem Artikel verraten wir, wie die Auswahl des richtigen Campingplatzes erfolgen kann und was bei der Buchung bzw. Reservierung im Voraus zu beachten ist.

Die vermutlich am einfachsten zu beantwortende Frage ist die nach dem ‘Wo’. Wer eine Rundreise unternimmt, wird letztlich versuchen, nicht allzu weit von der Route abzuweichen. Anders hingegen sieht es bei denjenigen aus, die mehrere Tage an ein und demselben Ort entspannen möchten. Für all jene spielen Faktoren wie Lage, Ausstattung und Größe des Geländes in der Regel eine wichtigere Rolle. 

Durch diverse Online-Angebote gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, sich zum einen über die verschiedenen Campgrounds zu informieren. Bewertungen anderer Urlauber sind dabei enorm hilfreich. Teilweise lassen sich inzwischen über verschiedene Portale gleich mehrere Campingplätze für eine Reise buchen. Daher lohnt sich je nach Reiseziel eine vorherige Online-Recherche. Am Ende dieses Artikels verlinken wir exemplarisch hilfreiche Seiten. Auch Apps helfen heutzutage zuverlässig bei der Suche nach Campgrounds: Dazu zählen beispielsweise ‘park4night’, ’Stellplatzradar’ oder ‘Norcamp’.

Campgrounds reservieren in Nordamerika

In Nordamerika unterteilen sich die Campgrounds vorrangig in staatliche und privat geführte. Die staatlichen finden sich dabei insbesondere in und um Nationalparks, State Parks und Provincial Parks. Sie bestechen in der Regel mit ihrer Lage und auch mit der Größe der Stellplätze.

Vielerorts sind die Stellplätze so groß und voneinander abgetrennt, dass die campenden Nachbarn praktisch kaum wahrgenommen werden.

Platzangebot

Zumeist sind die staatlichen Campgrounds eher einfach ausgestattet, um die Natur der Parks nicht zu sehr zu beeinträchtigen. Deswegen steht dort das naturnahe Erlebnis im Vordergrund, während größerer Luxus nicht zu erwarten ist. Anders kann es bei privat geführten Campingplätzen aussehen, die oftmals über diverse Annehmlichkeiten verfügen. Ob Pools, Restaurants, Sportanlagen oder ganze Wellness-Bereiche – viele Campingplätze in privater Hand bestechen mit Extras. Große Ketten wie beispielsweise KOAverfügen über ganze Netze von teils mehreren hundert Campingplätzen. 

A Class Motorhome auf einem Campground in Colorado

Die Stellplätze auf den staatlichen Campgrounds in den USA und Kanada können meist sechs Monate im Voraus gebucht werden. Je nach Lage und Reisezeitraum können sie relativ schnell ausgebucht sein. Wer also schon frühzeitig weiß, wann die Wohnmobilreise wo hinführt, ist gut beraten, frühzeitig zu buchen. Dies gilt vorrangig für die Regionen rund um den Jasper- und Banff-Nationalpark oder Vancouver Island in Kanada. In den USA sind die großen Nationalparks des Südwestens in der Regel am gefragtesten. Vor allem in den Sommermonaten kann es schwierig sein, den Wunschstellplatz spontan zu ergattern. Weitere Tipps zur Campground-Reservierung in Nordamerika finden sich im verlinkten Artikel.

Campgrounds in Europa, Australien und Neuseeland

In vielen europäischen Ländern fallen die Campingplätze und auch die einzelnen Stellplätze oftmals etwas kleiner aus. Das liegt zum einen an der ebenfalls kleineren Größe der Fahrzeuge. Zum anderen sind viele Campgrounds privat geführt und verfügen über begrenzte Flächen. Dabei hat sich die Ausstattung der jeweiligen Anlagen in den letzten Jahren in den meisten Fällen stark verbessert. Triste, ungemütliche Nasszellen sind in der Regel nur noch verblassende Erinnerungen vergangener Jahrzehnte. Heute trumpfen in nahezu allen europäischen Ländern Campingplätze mit großzügiger und moderner Einrichtung auf.

Einige Campgrounds finden sich in besonders attraktiver Lage


Mancherorts lassen sich einfache Stellplätze finden, die lediglich aus Parkplätzen bestehen (und mitunter Stromanschluss bieten). Sie sind preisgünstig, verfügen aber praktisch über keinerlei andere Extras. Für einzelne Übernachtungen können sie dennoch praktische Alternativen zu gut ausgestatteten Campingplätzen bieten. Jene Stellplätze sind in den meisten Fällen jedoch nicht im Voraus buchbar, sodass zumindest in Ferienzeiträumen für einen spontanen Erfolg eine Portion Glück notwendig ist. 

Ein relativ neuer Trend sorgt neben den klassischen Campingplätzen für individuelle Camping-Optionen: In Ländern wie Italien bieten inzwischen zahlreiche Bauernhöfe eigene Stellplätze an. Diese sehr familiären Angebote ergänzen die klassischen Camping-Optionen und sorgen für besondere Erlebnisse in familiärer Atmosphäre.

Ein typischer Wiesencampingplatz an einem norwegischen Gewässer

Ähnlich sieht die Lage in Neuseeland und Australien aus. Dort befinden sich die meisten Campingplätze wenig überraschend in Küstennähe. Da auch die Camper in Ozeanien vergleichsweise kompakt ausfallen, sind auch die einzelnen Campsites im Vergleich zu Nordamerika überschaubar. 

Allgemeine Tipps zur Campground-Reservierung

Es gibt einige generelle Tipps, wenn es darum geht, Campingplätze für die Reise vorzubuchen. Zunächst einmal sollte beim Campingplatz der Wahl darauf geachtet werden, wann dieser geöffnet ist. Manche Campgrounds sind ganzjährig für Touristen geöffnet, andere teilweise nur in den vier bis fünf wärmsten Monaten des Jahres. Gerade wer in der jeweiligen Nebensaison eines Landes reist, sollte einen Blick auf das dann noch verfügbare Angebot haben. 

Wer vorzeitig seine Campgrounds reserviert, ist auf der sicheren Seite

Weiterhin ist zu beachten, dass manche Fahrzeuggrößen verschiedene Maße beinhalten. Das kann bei der Buchung im Voraus zu Unklarheiten führen, wenn eine Größenangabe erforderlich ist.

Ist beispielsweise ein Camper mit 23 bis 25 Fuß angegeben, sollte der Sicherheit wegen die größere Angabe zu Grunde gelegt werden.

Gut zu wissen

Ebenfalls muss bereits in einigen Fällen vor der Buchung angegeben werden, welche Ampere-Leistung der jeweilige Stellplatz bereithalten soll. Generell kann zumeist zwischen ‘powered sites’ (mit Elektrizität) und ‘unpowered’ Stellplätzen ohne Stromanschluss gewählt werden. Die Steigerung dessen sind ‘full hook up’-Stellplätze. Diese verfügen zusätzlich über Frischwasser- und Abwasseranschlüsse. 

Ein Campground in Australien

Was das Wildcampen betrifft, sollte vor Reiseantritt eine gründliche Recherche erfolgen. Jedes Land verfolgt dabei seine eigenen Richtlinien. Insbesondere in Südeuropa ist das Wildcampen in zahlreichen Ländern komplett verboten. Lediglich in den skandinavischen Ländern und im Baltikum sieht die Lage diesbezüglich etwas entspannter aus, dem ‘Jedermannsrecht’ sei Dank. 

Überzeugen Sie sich selbst von der großen Auswahl an Campgrounds – egal ob in Europa, Australien, Neuseeland oder Afrika. Das passende Wohnmobil für Ihren Roadtrip können Sie auf der Webseite von CU | Camper finden und direkt buchen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, verschiedene Vermieter und Fahrzeugmodelle miteinander zu vergleichen. Mit dem passenden Gefährt und gut ausgesuchten Campingplätzen führt das Wohnmobil-Erlebnis mit Sicherheit zum Erlebnis in der Natur. 

Links zur Campground-Buchung

Australien

Campstay
Pitchup

Europa

Pincamp
TCS (Schweiz)

Kanada

Alberta Parks
British Columbia Parks
Provincial Parks

USA

California State Parks
Nationalparks
Reserve America (vorrangig State Parks)

Auf in die Natur
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