Ab Las Vegas – aus dem Trubel in die Natur des Südwestens

Nach 3 Tagen Las Vegas mit all dem Lärm, Lichtern und Menschenmassen waren wir froh, endlich unser Wohnmobil am Samstag Vormittag in Empfang zu nehmen.

Es waren gegen 10 Uhr bereits einige Leute bei Apollo RV, aber nachdem wir bereits Tage zuvor unsere Daten eingegeben hatten, konnten wir gegen 11 Uhr unser WoMo entgegennehmen.

Nach kurzer Einweisung und dem obligatorischen Check machten wir uns auf zum nächsten Walmart, um ordentlich Vorräte zu bunkern und legten danach einen schnellen Besuch beim Hoover Dam ein. Auf der Memorial Bridge hätten uns die Windböen fast von der Brücke geweht. Die knapp 200 Kilometer nach Kingman waren dann in gut 2 Stunden geschafft und wir bezogen unseren Stellplatz im Blake Ranch RV Park. Nicht die schönste Location in Highwaynähe, aber für die erste Nacht gut gelegen. Die Waschräume waren jedoch die besten auf der gesamten Reise.

Auf dem Weg zum Grand Canyon machten wir noch einen spontanen Stopp im „Bearizona Wildlife Park“. Auch mit unserem WoMo war es kein Problem, durch den Tierpark zu fahren und ein Bär interessierte sich sogar für unsere Motorhaube!

Campground am Grand Canyon

Die nächsten 3 Tage verbrachten wir im netten Mather Campground und konnten schöne Sonnenauf- und untergänge erleben mit dem großartigen Panorama des Grand Canyons. Der Zugang zu den Wanderwegen war kein Problem, da das Busshuttlesystem bestens ausgebaut ist und wir das Womo meist am Campground lassen konnten. Wir konnten uns gar nicht genug satt sehen von diesem Naturwunder und dementsprechend machten wir auch unzählige Fotos vom Grand Canyon.

Abendsonne am monumentalen Grand Canyon

Die nächste Etappe beinhaltete einen kurzen Stopp beim Horseshoe Bend und eine geführte Tour im Antelope Canyon. Leider waren beide Attraktionen mit vielen Touristen bevölkert, trotz des teilweise regnerischen Wetters. Die Nacht verbrachten wir im Wahweap RV Campground, nett gelegen am See, und wir nutzten den Waschsalon, um unsere Wäsche zu waschen und trocknen.

Unterwegs am Monument Valley

Unser nächstes Ziel war das Monument Valley und obwohl der Campground „The View“ nur ein besserer Schotterparkplatz war, ist die Lage unschlagbar. Beachten muss man den Zeitzonenwechsel, besonders wichtig, wenn man wie wir eine Tour gebucht hat. Die Jeeptour von „Monument Valley Safari“ dauerte fast vier Stunden und war dank des netten Guides sehr persönlich und informativ. Außerdem hatten wir Glück, anstatt der größeren Gefährte mit ca. zwanzig Touristen, in einem normalen Geländewagen nur zu viert herumgeführt zu werden. Der Sonnenuntergang war ganz großes Kino, so wie auf den Postkarten, und auch der Sternenhimmel war umwerfend.

Sonnenuntergang im Monument Valley

Am Morgen wurde überpünktlich der Wecker gestellt, um auch ja nicht den grandiosen Sonnenaufgang zu versäumen und Dank eines Gewitters in der Ferne hatten wir von Sonnenstrahlen bis zu zuckenden Blitzen das volle Programm!

250 Kilometer Fahrt waren es zum Arches-Nationalpark mit 2 Übernachtungen im Devil’s Garden Campground.

Die nächsten zwei Tage sahen wir jegliche Form und Art von Steinbögen und einzigartigen Felsformationen und auch der sternenklare Nachthimmel lud zum Genießen ein.

Sehenswert

Besonders hier war es gut, den Stellplatz reserviert zu haben, weil wie so oft war auch hier der Campground ausgebucht und wir hatten bereits 6 Monate davor unseren Lieblingsstellplatz online ausgesucht.

Felsen im Arches-Nationalpark

Vom Arches Nationalpark führte unsere Reise zum Capitol Reef-Nationalpark, wo wir im Fruita Campground übernachteten. Trotz des teilweise starken Regens ließen wir uns nicht abhalten, einige Wanderungen zu unternehmen, jedoch war das Visitor Center ein willkommener Ort zum Aufwärmen und Trocknen. Auf jeden Fall erwähnenswert waren die verschiedensten Kuchen (Pies), die wir zum Frühstück vom in Gehweite gelegenen Gifford House kauften…einfach lecker!

Die Fahrt zum Kodachrome Basin-Nationalpark und Übernachtung im Kodachrome Basin Campground war geprägt von Regen (und Schnee auf den Pässen!), weshalb sich unsere Aktivitäten dort auch leider in Grenzen hielten. An längere Wanderungen oder gar Fahrräder mieten war wegen des Wetters nicht zu denken und so gingen wir es auch ruhiger an. Etwas Entspannen und Faulenzen im Urlaub ist ja nicht verkehrt!

Weiße Überraschung auf der Fahrt

Einen kurzen Abstecher in den Bryce Canyon-Nationalpark machten wir dann am nächsten Tag, hatten aber leider keine Zeit eingeplant, um in den Canyon hineinzugehen. Diesmal war das wegen des aufziehenden Schneesturms nicht so schlimm, aber das müssen wir definitiv eines Tages nachholen. Wir wollten nämlich an diesem Tag auch noch dem Best Friends Welcome Center in Kanab einen Besuch abstatten. Die geführte Tour gab Einblicke in die Arbeit des Tierschutzvereins, bekannt auch aus der Dokuserie „Dogtown“.

Der unverwechselbare Bryce Canyon

Auf der Fahrt zum Zion-Nationalpark war danach wieder schönstes Wetter und wir sahen die tolle Berglandschaft des Nationalparks. Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir im Watchman Campground direkt im Park.
Da viele Straßen für den öffentlichen Verkehr ohnehin gesperrt sind und es im großen WoMo sicherlich Parkplatzprobleme gäbe, ist auch hier ein gutes Busshuttlesystem zu finden. Bei Kaiserwetter konnten wir einige geniale Wanderungen unternehmen und im nahegelegenen Supermarkt Proviant aufstocken.

Wanderung durch den Zion-Nationalpark

Unser letzter Aufenthalt war im Valley of Fire und wir wollten unbedingt einen Platz im Atlatl Rock Campground. Wir hatten alle Stellplätze vorgebucht, nur eben hier konnte man es nicht reservieren, first come – first serve only. Deswegen brachen wir auch früh genug auf und gegen 10 Uhr waren auch noch einige Plätzchen frei. Das Wetter spielte wieder toll mit, es war fast schon zu heiß zum Wandern, aber der wolkenlose Himmel erlaubte schöne Landschaftsaufnahmen. Hier konnte man auch eine Vielzahl an Felsenzeichnungen finden (wie übrigens auch im Arches- und Capitol Reef-Nationalpark). Am Campground hatten wir dann sehr nette Nachbarn, die uns auf Bier und Abendessen einluden und es war ein geselliger letzter Abend.

Das Valley Of Fire mit seinen Felsen

Die Fahrt vom Valley of Fire, nach gründlicher Reinigung und Dumpen des WoMos, war mit nur 100 Kilometern als letzte Etappe gut machbar, sodass wir zeitgerecht wieder in Las Vegas bei Apollo RV zurück waren. Nach einer kurzen Inspektion und Smalltalk waren wir auch schon wieder fertig… So sieht ein unkomplizierter und netter Checkout aus! Unser Womo war erst 6 Monate alt und dementsprechend gut in Schuss. Das Türschloss klemmte zwar etwas, aber sonst gab es keine Beanstandungen.

Die Dame bei der Übernahme meinte noch, sie haben bei Apollo immer nur neuere Modelle, eine Info, die vielleicht bei der Anbieterbeschreibung interessant wäre.

Gut zu wissen

Alles in allem war es ein sehr gelungener Trip mit CU | Camper, wie bei jeder Buchung bisher und durch das neuwertige WoMo von Appollo RV wurde noch ein Pluspunkt draufgesetzt! Immer wieder gerne! DANKE!

Normann & Simone

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