Vier Wochen Neuseeland

Grüße aus Hobbiton!

Ich bin mit meinem besten Freund, meinem Travel-Buddy, für 4 Wochen nach Neuseeland gereist. Ursprünglich sollte es Australien werden, aber eine liebe Bekannte hat uns zu Neuseeland geraten, da sie selber 7 Monate hier verbracht hat. Mit ihr haben wir auch eine wunderschöne Route zusammengestellt. Aber zum Anfang:

Nach 30 Stunden Anreise sind wir am Flughafen in Christchurch von Apollo abgeholt worden und durften nach den üblichen Formalitäten unseren Camper entgegen nehmen, der die kommenden 4 Wochen unser Auto und Haus sein sollte. Den Camper haben wir mit 2 Schlafplätzen und Küche gewählt, aber ohne Toilette und Dusche, was eine gute Entscheidung war.

Die erste Nacht haben wir in Christchurch verbracht und uns am nächsten Morgen auch noch ein wenig die Stadt angeschaut. Der erste Eindruck war schon mal sehr freundlich und toll, aber kühl und windig.

Weiter ging es nach Dunedin, zur steilsten Wohnstraße der Welt. Aufregend, weil die tatsächlich richtig steil ist! Am selben Tag sind wir noch weitergefahren in den Catlins Nationalpark und weil wir viel zu spät dran waren und auch noch nicht so organisiert, mussten wir diese Nacht gleich mal mitten im Park übernachten. Das war aufregend und auch ein bisschen spannend, weil wir nicht wussten, ob das erlaubt ist. Wir waren beide früh wach und mein Begleiter hat gleich mal die Küche in unserem Camper ausprobiert und uns ein tolles Frühstück gezaubert.

Hier ein paar Eindrücke unserer Reise

Weiter ging’s in den Fjordland-Nationalpark, wo wir Kajak fahren und die Wasserfälle anschauen wollten. Da hat uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, da es ständig geregnet hat und richtig kalt war (10 Grad). Das Kajak fahren fiel somit sprichwörtlich „ins Wasser“, aber die Wasserfälle haben wir uns trotzdem angeschaut. Mit einem der vielen Boote haben wir eine schöne Runde gedreht und trotz des Wetters sogar viele schöne Wasserfälle gesehen.

Die Fahrt ging weiter nach Queenstown. Eine wunderschöne Stadt, die mich sehr beeindruckt hat. Meer, Berge, Stadt in einem – wundervoll. Wir sind eine Stunde auf den Berg hochgewandert, hatten eine traumhafte Aussicht und sind dann mit Ziplines wieder runtergesaust. Ein tolles Erlebnis.

Die nächste Station war der Franz-Josef-Gletscher. Hier haben wir eine Wandertour mit Hubschrauber-Flug gebucht. Aufregend und einmalig. Die Wandertour war uns ein wenig zu langsam, aber trotz allem großartig. Am Ende der Tour zogen allerdings die Wolken zusammen und wir mussten ins Notfallquartier wandern und saßen dort über eine Stunde, bis zu unserer „Rettung“ fest. Das kann man so nicht buchen – die volle Action mit dabei!

Hier waren wir zum ersten und letzten Mal auf einem Self-Service Campingplatz. Für uns neu und ohne Hilfe von anderen Campern wäre es gar nicht so einfach gewesen. Unser Problem war auch, dass wir viel zu spät hier angekommen sind. Das sollte uns aber ab da nicht mehr häufig passieren in diesem Urlaub. Letztlich wussten wir ab da fix, dass in Neuseeland alles recht früh geschlossen wird. Geschäfte, Hotels, Campingplätze – gefühlt alles. Nach der Wanderung ging es noch in die heißen Quellen, was eine Wohltat war nach dem kalten Erlebnis am Gletscher.

Vom Gletscher ging es direkt nach Picton, von dort sind wir mit der Fähre nach Wellington gefahren. Leider war meine Entscheidung, erst um 19 Uhr zu fahren nicht wirklich die richtige, da wir so nicht viel von der Überfahrt mitbekommen haben, weil die Sonne schnell weg war und es rasch dunkel wurde. Die Überfahrt soll ja ein bisschen so wie Vietnams La Hong Bay sein und da waren wir erst vergangenes Jahr.

In Wellington sind wir mit der Zahnradbahn hochgefahren und durch einen wunderschönen Park wieder herunter spaziert und anschließend durch die Stadt gelaufen. Mich hat es aber recht schnell wieder in die Natur gezogen, deshalb haben wir uns bald wieder auf den Weg gemacht.

Von Wellington ging es in den Tongariro-Nationalpark, wo wir eine wunderbare und abwechslungsreiche Wanderung auf den Spuren von „Herr der Ringe“ gemacht haben.

20 Kilometer, 1000 Höhenmeter, den Schicksalsberg, Mordor und die traumhaften Emerald Lakes gesehen und sicher bis an mein Lebensende beeindruckt. Die Wanderung war mit Sicherheit das schönste an diesem Urlaub und ich werde noch sehr, sehr lange daran denken.

Auf nach Taupo, zu den Maoris, wo wir eine tolle Show genießen durften. Ich hätte mir das Ganze weniger touristisch gewünscht, aber was soll man erwarten? Von den Maoris ging es zu den Hobbits und somit nach Hobbiton. Ein kleiner Traum wurde wahr. Wenn man vor vielen Jahren die Herr der Ringe Teile gesehen hat, muss man dieses herzige Dorf gesehen haben. Die Tour war cool, weil sie recht locker geführt wurde und wir viele Gelegenheiten hatten, Fotos zu machen. Es wurden gefühlt 1000.

Ab hier hatten wir keine großartigen Pläne mehr und nur noch Strände im Kopf – und wir haben uns viele, viele davon angeschaut. Schwarzer Sand am Piha oder Muriwai Beach oder wunderschöne weiße Strände direkt über Auckland. Alles war dabei! Bei diesen Stränden war es allerdings immer sehr windig und die Wellen hoch und nicht ungefährlich. Ich war hier kein einziges Mal im Meer, was ich traurig fand.

Das Schwimmen im Meer gedanklich eigentlich schon abgehakt, sind wir dann zu den Traumstränden Shelly Beach und Coromandel gekommen. Warm wie in eine Badewanne, spiegelglatt und man könnte kilometerweit reingehen. Hier habe ich gefloatet, was das Zeug hielt und war stundenlang im salzigen Nass.

Was wir auch noch unbedingt sehen wollten, war die Cathedral Cove und der Hot Water Beach. Unbeschreiblich und wunderschön ist der eine und menschenüberlaufen und fast schon beängstigend der andere. Auf beiden Stränden waren auf alle Fälle viele Touristen und das Fotos schießen war eine Herausforderung.

Die Cathedral Cove in ihrer vollen Pracht

Zu guter Letzt sind wir in Auckland gelandet, von wo wir auch wieder nach Hause geflogen sind. Auckland hat nicht sehr viel zu bieten, außer einem sehr, sehr hohen Aussichtsturm. Trotzdem haben wir die Stadt sehr nett empfunden. Wenn man allerdings die weiten und fast schon leeren Straßen gewöhnt ist, war Auckland ein Schock.

Die Reise war eine meiner Besten und ich kann jedem Menschen nur Neuseeland ans Herz legen. Die Natur, die Berge, die Wälder, die Seen, das Meer – die Menschen achten sehr darauf und dementsprechend sauber ist es in Neuseeland. Die Menschen und die Freundlichkeit, unfassbar! So habe ich das noch nie erlebt. Beneidenswert und auf alle Fälle zum „Nachmachen“.

A. Müller, im Januar/Februar 2019

Neuseeland
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